Essen & Trinken

Fingerfood: Kleine Häppchen für Ihre Party

Die nächste Party kann kommen: Mit diesen leckeren Fingerfood-Rezepten werden Sie Ihre Gäste begeistern - und Besteck muss auch nicht abgewaschen werden.

Galloping Horses

© Südwest Verlag/Peter Rees

In Australien sind Pferderennen sehr beliebt. Die kleinen Snacks, die man dazu genießt – in der einen Hand das Fernglas, in der anderen das Häppchen – nennt man dort "Galloping Horses". Sind nicht nur beim Pferderennen beliebt: Koriander-Hackfleischbällchen mit frischer Ananas.

Für 6 Personen (ca. 20 Stück)

1 Brötchen vom Vortag
1 Knoblauchzehe
1 Bund Koriander
400 g Hackfleisch vom Rind
1 Ei
Saft von 2 Limetten
Salz
Zitronenpfeffer
Worcestersauce
4 EL Erdnussöl
100 g gesalzene Erdnüsse
Kurkuma
5 EL Ketchup
1 EL Portwein
1 EL Ahornsirup
1 frische Ananas

Zubereitungszeit: 60 Minuten

Das Brötchen mit etwas heißem Wasser übergießen und einweichen. Knoblauch abziehen und in kleine Würfel schneiden. Koriander waschen und trockenschütteln.

Die Blättchen von den Stängeln zupfen und fein hacken. Das Brötchen ausdrücken und mit Hackfleisch, Ei, Knoblauch, dem Saft von 1 Limette, Koriander, Salz, Zitronenpfeffer und Worcestersauce verkneten.

Aus der Masse Bällchen von etwa 4 Zentimeter Durchmesser formen und diese an einer Seite leicht platt drücken, damit sie beim Anrichten stehen bleiben.

Das Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und die Hackfleischbällchen darin auf allen Seiten goldgelb braten.

Die Erdnüsse mit dem Kurkuma und etwas Zitronenpfeffer im Universalzerkleinerer grob hacken. Ketchup mit Portwein, Saft von 1 Limette und Ahornsirup verrühren. Die Hackfleischbällchen in die Marinade dippen und anschließend in der Nussmischung wenden.

Ananas schälen, vom Strunk befreien und in etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben zur Mitte hin achteln und mit Holzspießen auf die Hackfleischbällchen stecken.

Tipp: Anstatt Brötchen können Sie für die Hackfleischbällchen auch 200 Gramm gekochten Couscous verwenden – das macht die Bällchen besonders locker und luftig.

Schüttelbrot-Crunches

© Südwest Verlag/Peter Rees

Karamellisierte Kirschtomaten mit Birnenchutney auf Ziegenfrischkäse im Salbeikrokant-Kräutermantel.

Für 6 Personen (ca. 20 Stück)

120 g Zucker
30 g Butter
10 Salbeiblätter
10 Kirschtomaten
Zitronenpfeffer
4 Scheiben Schüttelbrot
2 Bund Schnittlauch
400 g Ziegenfrischkäse
3 EL Birnensenfsauce (aus dem Feinkostgeschäft)

Zubereitungszeit: 30 Minuten plus Trockenzeit

100 Gramm Zucker und Butter in einer Pfanne karamellisieren lassen, vom Herd nehmen und die Salbeiblätter dazugeben. Das Karamell auf Backpapier streichen und erkalten lassen. Anschließend in kleine Splitter brechen.

Kirschtomaten waschen, halbieren, mit dem restlichen Zucker und Zitronenpfeffer bestreuen und in eine feuerfeste Form geben. Bei leicht geöffneter Ofentür 3 Stunden bei 110 °C (Umluft 90 °C, Gas Stufe 1) trocknen.

Das Schüttelbrot in etwa 4 x 4 Zentimeter große Stückchen brechen. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Röllchen schneiden. Den Ziegenfrischkäse mithilfe eines Spritzbeutels auf die Schüttelbrotstückchen spritzen, mit Schnittlauch bestreuen und Krokantsplitter hineinstecken.

Eine halbe Kirschtomate darauf setzen und mit Birnensenfsauce nappieren. Tipp: Sollte Ihr Ofen nur bei geschlossener Tür angehen, können Sie ihn mit einem Korken überlisten, den Sie zwischen Tastschalter und Tür klemmen.

Schüttelbrot ist eine Südtiroler Spezialität. Das knusprig-harte Brot ist lange haltbar und passt sehr gut zu einem Glas Wein und einem Stück Bergkäse. Der Begriff leitet sich vom Schütteln des Arbeitsbretts ab, auf dem der rohe Teig liegt, damit sich dieser gleichmäßig verteilt.

Zur Herstellung des Brotes vermischt man Mehl und Gewürze wie Anis und Kümmel und verknetet dies mit Hefe und Wasser zu einem mittelfesten Teig. Anschließend setzt man handgroße Häufchen des Teigs auf ein mit Kleie dick bestäubtes rundes Holzbrett, lässt sie etwa 15 Minuten gehen und schüttelt dann vorsichtig die Fladen, wobei sich der Teig flach auf dem Brett verteilt.

Schließlich werden die Fladen 20 bis 30 Minuten im Ofen gebacken. Das Schütteln des Brotes ist Kunst und erfordert viel Geschick und Übung.

Zeit für Party

Weitere raffinierte Rezepte und viele Tipps, wie Sie Ihre Party perfekt organisieren, finden Sie im aktuellen Buch von André Karpinski:

Zeit für Party
Südwest Verlag
160 Seiten
ISBN 978-3517085135
19,95 Euro

Gemüse-Börek

© Andreas Thumm, Freiburg

Für 6 Personen

1 Blätterteig, 25 x 42 cm
1 mittelgroße Aubergine
1 Zucchini
1 mittelgroße Karotte
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 mittelgroßer Lauch
1 großer roter Peperone/ Paprikaschote
1 Bund glattblättrige Petersilie, Blättchen von den Stielen gezupft
2 EL Sesampaste
2 EL Rotwein
2 EL Olivenöl
schwarzer Pfeffer
CurrySalz
1 Eigelb
2 TL Mohnsamen

Zubereitung

Aubergine und Zucchini beidseitig kappen, auf der Röstiraffel in eine Schüssel reiben. Karotte schälen und dazureiben. Frühlingszwiebelgrün in Ringe, die Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Grobfasrige Teile beim Lauch entfernen, Stange längs halbieren, Hälften in Streifen schneiden.

Peperoni halbieren, Stielansatz, Kerne und weiße Rippen entfernen, Schotenhälften in kleine Würfel schneiden. Gemüse und Kräuter in die Schüssel geben und mischen. Sesampaste, Rotwein und Olivenöl unterrühren, mit Pfeffer, Curry und Salz würzen.

Den Backofen auf 200 C vorheizen.

Den Blätterteig auf ein Backpapier legen. Das Gemüse auf dem Teig verteilen. In Längsrichtung aufrollen, eine Schnecke formen, Teigende zusammendrücken. Das Eigelb mit ein paar Tropfen Wasser verdünnen, Schnecke mit dem Eigelb einpinseln, mit Mohnsamen bestreuen. Backpapier auf den Blechrücken ziehen.

Gemüse-Börek auf der zweituntersten Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und bei 200 Grad 25 Minuten backen, bis der Teig unten gut gebacken und oben goldbraun ist.

Tipp: Für die Garnitur je eine Karotte und ein Zucchini beidseitig kappen, mit dem Sparschäler Streifen abziehen.

Für Veganer: Das Eigelb weglassen.

Cherrytomaten mit Thunfischfüllung

© Andreas Thumm, Freiburg

Für 6 Personen

500 g Cherrytomaten
400 g Thunfisch (Dose)
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
1/2 Bund glattblättrige Petersilie, Blättchen von den Stielen gezupft und gehackt
1 EL Olivenöl
1/2 Zitronensaft
Salz
schwarzer Pfeffer
1/2 Bund glattblättrige Petersilie, Blättchen von den Stielen gezupft

Zubereitung

Cherrytomaten auf der Seite des Blütenansatzes einen kleinen Deckel abschneiden. Tomaten mit dem Teelöffel aushöhlen.

Thunfisch mit der Gabel zerpflücken, Zwiebeln, Petersilie, Olivenöl und Zitronensaft unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Cherrytomaten mit der Thunfischmasse füllen, mit der Petersilie garnieren.

Für Vegetarier: Den Thunfisch durch 400 g Feta (mit Gabel zerdrücken) ersetzen.

Köfte mit Fleischfüllung

© Andreas Thumm, Freiburg

Für 6 Personen

Für den Teig
1 EL Gemüsebrühepaste
300 g Bulgur (köftelik bulgur, gibt es in jedem türkischen Lebensmittelladen zu kaufen)
3 EL Mehl
3 Eier, verquirlt

Für die Füllung
3 EL Olivenöl
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
500 g Rinderhackfleisch
schwarzer Pfeffer
Kreuzkümmelsamen
Salz
200 g Baumnuss-/Walnusskerne, grob gehackt'
100 g Pinienkerne

Frittieröl

Zubereitung

Die Gemüsebrühepaste in 200 ml kochendem Wasser auflösen, Bulgur und Mehl unterrühren, bei schwacher Hitze 10 Minuten kochen. Auskühlen lassen. Verquirlte Eier unter den Bulgur rühren, gut kneten.

Zwiebeln in der Bratpfanne im Olivenöl andünsten, Fleisch zugeben, anbraten, mit Pfeffer, Kreuzkümmel und Salz würzen, etwa 15 Minuten weiterbraten, Nüsse und Pinienkerne untermischen, 5 Minuten braten, von der Wärmequelle nehmen und abkühlen lassen.

Aus dem Bulgurteig baumnuss-/walnussgroße Kugeln formen. Mit dem Daumen eine Vertiefung bohren, die Teigkugel dabei immer wieder ein wenig um den Daumen drehen, bis der Teig etwa 3 bis 4 mm dünn ist. Die Kugeln mit einem Esslöffel Fleisch füllen, verschließen. Den Kugeln die Form eines Hühnereis geben und spitz formen.

Köfte im Öl frittieren oder vorsichtig 5 Minuten in heißem Wasser garziehen lassen.

Für Vegetarier: Fleisch durch klein gewürfelte Auberginen ersetzen.

101 Rezepte aus 1001 Nacht

Viele weitere exotische Rezepte, die von den Küchen des Balkans, Griechenlands, des Libanons und der Türkei sowie von kurdischen, persischen, arabischen und jüdischen Kochtraditionen inspiriert sind, finden Sie im aktuellen Buch von Ali Biçer:

Orientalisches Fingerfood
101 Rezepte aus Tausendundeiner Nacht
Hädecke Verlag
137 Seiten
ISBN 978-3775005654
17,90 Euro

Jakobsmuscheln im Speckmantel mit Zitronendip

© km-westermann.com

Zutaten für 20 Stück

20 Jakobsmuscheln (ohne Rogen)
10 Scheiben Pancetta oder Hamburgerspeck
20 Rosmarinzweige
Salz und Pfeffer

Für den Zitronendip
Olivenöl
1 Ei
1 EL Estragon-Senf
Saft von 1 Zitrone
1 Spritzer Worcestersauce
Salz und Pfeffer
200 ml Sonnenblumenöl
2 EL Sauerrahm (saure Sahne)

Zubereitung

Die Jakobsmuscheln salzen, pfeffern und mit je einer halben Scheibe Pancetta umwickeln. Sollte der Speck nicht gut haften, diesen notfalls mit einem Zahnstocher befestigen.

Für den Dip das Ei mit dem Senf, dem Zitronensaft, der Worcestersauce, Salz und Pfeffer in ein hohes Gefäß mit kleinem Durchmesser geben und mit dem Pürierstab vermischen. Danach langsam das Sonnenblumenöl dazugeben und so lange verrühren, bis eine dicke Mayonnaise entsteht. Dieser Vorgang sollte etwa 2 Minuten dauern.

Die Jakobsmuscheln im Olivenöl braten, herausnehmen und auf die Rosmarinzweige schieben. Den Zitronendip mit dem Sauerrahm abschmecken und mit den Rosmarinspießen servieren.

Tipp: Die Jakobsmuscheln bereits am Vortag mit dem Speck umwickeln. Das hat den Vorteil, dass der Speck gut haften bleibt.

Lemon Curd-Mousse mit Joghurt

© km-westermann.com

Zutaten für 8 Personen

2 Eigelb
70 g Zucker
150 g Naturjoghurt
150 g Lemon Curd
125 ml Sahne
Himbeeren und Heidelbeeren
frische Erdbeeren (nach Belieben)

Zubereitung

Die Eigelbe mit dem Zucker schaumig schlagen. Den Joghurt und den Lemon Curd dazugeben. Die Sahne steif schlagen und unterziehen. Die Mousse in Gläser füllen und kalt stellen. Vor dem Servieren mit den Beeren garnieren.

Zutaten Lemon Curd

4 unbehandelte Zitronen
4 Eier
120 g Butter
400 g Zucker

Zubereitung

Die Schale von den Zitronen abreiben und die Zitronen auspressen. Den Zitronensaft zusammen mit dem Zucker, der Butter und der abgeriebenen Zitronenschale in eine feuerfeste Schüssel über einen Topf mit kochendem Wasser geben.

Dabei darauf achten, dass der Boden der Schüssel das Wasser nicht berührt. Die Eier leicht versprudeln und auch dazugeben. Über dem Wasserbad die Zutaten so lange schlagen, bis die Zitronencrème eingedickt ist. Dies dauert in
etwa 20 Minuten. Danach in Marmeladengläser füllen und kalt stellen.

Tipp: Um ein Lemon Curd-Parfait zu erhalten, füllt man die Mousse in kleine Schüsseln und stellt diese für mindestens 4 Stunden in das Tiefkühlfach. Circa 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühlfach nehmen und in den Kühlschrank stellen. Kurz vor dem Servieren in heißes Wasser tauchen, stürzen und mit den Beeren garnieren.

Köstliche Häppchen

Martina Lessing, Londoner Catering-Shootingstar mit Wiener Wurzeln, verrät in ihrem aktuellen Buch erstmals eine Auswahl ihrer besten Rezepte: österreichische, italienische, mediterrane und asiatische Köstlichkeiten, mit denen sie ihre Kunden im exklusiven Londoner Vorort Richmond verwöhnt.

Martina Lessing
Fingerfood & Co: Kleine Happen für Feste und Gäste
Lesethek
235 Seiten
ISBN 978-3991000174
29,90 Euro

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