Küchenkräuter-Guide: Es grünt so grün ...

Auch ohne großen Garten gedeihen Basilikum, Salbei & Co. In unserem Küchenkräuter-Guide zeigen wir Ihnen, wie es geht und welche Pflanzen sich für die Fensterbank eignen.

Grüne Soße, Ratatouille oder provençalisches Huhn – am besten schmecken diese Gerichte doch mit frischen Kräuter! Aber nicht jeder hat einen großen Garten, wo er Salbei, Petersilie & Co. anpflanzen könnte.

Verzagen Sie aber nicht! Auch die Küchenfensterbank reicht oft aus, um einen ansehnlichen Kräutergarten wachsen zu lassen. Doch welche Pflanzen eigenen sich dafür?

Basilikum

Basilikum wächst am besten im eigenen Topf. Achten Sie darauf, dass Sie die Pflanze immer von unten gießen. Staunässe mag Basilikum gar nicht und steht am liebsten an einem warmen, sonnigen Platz.

Möchten Sie Basilikum ernten, knipsen Sie einzelne Blätter mit der Hand von den Zweigen ab, nicht die ganzen Stiele. So wächst die Pflanze weiter. Tauchen Blütenknospen auf, schneiden Sie sie ab. Basilikum verliert sonst an Geschmack und es wachsen keine neuen Blätter nach.

Majoran

Pflanzen Sie Majoran in einen Topf, achten Sie am besten darauf, gute Blumenerde mit ein wenig Sand zu verwenden. Auch diese Pflanze mag keine Staunässe, sollte aber trotzdem immer schön feucht gehalten werden. Gut zu wissen: Majoran macht fette Gerichte leichter verdaulich.

Estragon

Die langen schmalen Blätter des Estragons verströmen einen sehr angenehmen Duft, wenn Sie sie zwischen den Fingern verreiben. Pflanzen Sie Estragon in große Töpfe und füllen Sie diese mit einem erdhaltigen Substrat. Die winterharte Staude mag keinen Zug und übermäßige Nässe, im Winter sollte sie wenig gegossen werden. Gut zu wissen: Die ätherischen Öle des Estragons wirken beruhigend.

Petersilie

Ob glatte oder krause Petersilie, auch dieses Kraut können Sie getrost in einen Topf pflanzen. Die Petersilie ist anspruchslos, was Standort und Boden betrifft, sie wächst sogar am liebsten im Halbschatten. Die Pflanzen sollten aber nie austrocknen!

Pflücken Sie nur die äußeren Blätter und lassen Sie die inneren, sogenannten Herzblätter stehen. Einmal geerntet, hält sich Petersilie gewaschen ein paar Tage im Kühlschrank. Pflanzen Sie Schnittlauch und Petersilie niemals zusammen in einem Topf, die beiden mögen sich nicht!

Schnittlauch

Schneiden Sie beim Schnittlauch immer nur den oberen Teil der Halme ab, dann kann die Pflanze schön weiter wachsen. Verwenden Sie Schnittlauch zum Beispiel für Suppen oder Salate, geben Sie ihn erst zum Schluss dazu: Schnittlauch verliert einfach zu schnell seinen zwiebelähnlichen Geschmack. Gut zu wissen: Schnittlauch regt den Appetit an und fördert die Verdauung.

Salbei

Salbei fühlt sich am Südfenster am wohlsten und braucht einen durchlässigen, eher trockenen Boden. Gießen Sie den Salbei also mäßig. Die Erde sollte auch ein wenig kalkhaltig sein. Gut zu wissen: Salbei-Tee hilft gegen Entzündungen im Rachenraum (bei Halsschmerzen mit dem Tee gurgeln) und kurbelt Fettverbrennung und Stoffwechsel an.

Kräuter aus dem Supermarkt?

Entscheiden Sie sich für Fertig-Kräuter, z. B. aus dem Supermarkt, sollten Sie die Pflanzen recht bald nach dem Kauf in einen größeren Topf mit frischer Erde umtopfen. Meist sind die Töpfchen viel zu klein, so dass die Kräuter zu wenig Nährstoffe bekommen.

Natürlich können Sie Ihre Kräuter auch selbst ziehen. Große Gärtnereien oder Internet-Versandhändler haben meist eine große Auswahl an Samen.

Buchtipp: Für einen fruchtbaren Kräutergarten

Ein tolles Buch mit ausführlichen Pflanzenbeschreibungen und Tipps zum Anbau ist "Kräuter" von Jekka McVicar. Praktisch sind auch die Kräuterrezepte für Haushalt, Schönheit und Küche.

Jekka McVicar
Kräuter
Dorling Kindersley
288 Seiten
ISBN 978-3-8310-0443-0
24,90 Euro

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