10 Tipps für eine gute Figur

Das Geheimnis einer guten Figur hängt nicht an ein paar schnöden Kilos. Mit unseren Tipps dürfen Sie so bleiben, wie Sie sind – aber vielleicht etwas besser aussehen.

1. Langsam essen und gut kauen

Jaha, das hat Mama früher auch schon immer gesagt. Lohnt sich trotzdem: Denn Langsam-Esser nehmen pro Mahlzeit meist weniger Kalorien zu sich und sind deutlich seltener übergewichtig als Schnell-Esser. Das zeigte eine aktuelle Auswertung verschiedenster Untersuchungen. Also:
• jeden Bissen mindestens zehnmal kauen,
• währenddessen das Besteck beiseitelegen,
• die Hauptmahlzeiten auf mindestens 15, besser 20 Minuten ausdehnen, kleinere Mahlzeiten auf 10 Minuten.

2. Die Wahnsinns-Wansink-Methode

Der renommierte amerikanische Verbraucherpsychologe Brian Wansink beschäftigt sich seit Jahren damit, welche Umstände Menschen dazu bringen, mehr zu essen – oder eben weniger. Seine Erkenntnis: "Es ist einfacher, die Umgebung zu ändern, als das Hirn umzupolen." Hier die wichtigsten Erkenntnisse:
• Fernseher aus! Auch wenn die Vermutung naheliegt – Wansink hat es nachgewiesen: Während man in die Glotze starrt, isst man um einiges mehr (selbst wenn es einem nicht besonders schmeckt), weil man die Mengen nicht bewusst wahrnimmt.  
• Kleine Teller aufdecken! Wer auf den Tisch nur kleine Teller und Schüsseln stellt, füllt sich weniger auf und isst automatisch weniger, zeigten verschiedene von Wansinks Versuchsanordnungen. Auch die Größe der eingekauften Lebensmittelpackungen zählt: Nimmt man eine Riesenpackung Nudeln, kocht man gleich 23 Prozent mehr und isst auch bis zu 25 Prozent mehr. Viel schlimmer noch ist es bei Snacks. Deshalb: die Riesentüte Chips oder die 150-g-Tafel Schoki lieber gleich im Supermarkt lassen!
• Aus den Augen, aus dem Sinn! Je schwieriger ein verlockender Snack erreichbar ist, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, ihn zu verschnabulieren. Denn wir wollen das essen, was wir vor Augen haben. Also Obst, Nüsse und gesunde Snacks in Sicht- und Reichweite positionieren, die Sweets im Schrank verstecken.
• Das richtige Glas wählen! Breite Gläser für Wasser, aber hohe, schmale Gläser, wenn es Wein oder Limo sein soll. Denn in ein hohes, schmales Glas gießt man rund 40 Prozent weniger ein als in ein breites, niedriges.
• Nachschlags-Verringerung! Bleibt der Topf mit der Pasta Bolognese auf dem Herd stehen, statt auf dem Esstisch zu landen, fällt der Nachschlag um rund 50 Prozent geringer aus – auch hier greift das "Aus den Augen"-Prinzip.

3. Genug schlafen - und zwar rund sieben Stunden

Wer weniger als fünf Stunden schlummert, hat ein höheres Risiko für Übergewicht als die Ausgeschlafenen, zeigten verschiedene Studien.

4. Die Kraft der Accessoires

Kleine Helfer, große Wirkung: Auch mit den richtigen Accessoires können Sie Problemzonen raffiniert kaschieren. Lange, üppige Ketten und lange Schals strecken den Oberkörper optisch und lenken von Rettungsringen oder einer großen Oberweite ab. Ein Gürtel in der Taille getragen betont diese schön feminin. Damit er aber nicht wie verloren auf Ihrer Leibesmitte baumelt, sollte er breit genug sein. Ein Tabu sind Hüftgürtel – die verbreitern nämlich! Mit einer hübschen Brosche am Dekolleté oder einem üppigen Ring am Finger können Sie die Blicke auf Ihre schönsten Körperregionen lenken. Als Ablenkungsmanöver machen sich übrigens auch angesagte Handtaschen in Knallfarben richtig gut.

5. Wild rumhüpfen, bitte

So ein kleines Trampolin findet auch im Wohnzimmer Platz. Abgesehen von dem Spaß, den die Hopserei bringt, hat sie noch viele weitere gute Effekte: "Trampolinspringen trainiert die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System, kräftigt Knochen und Muskeln und bringt die Lymphe in Schwung", sagt Prof. Froböse von der Sporthochschule Köln.

6. Gluck! Möglichst kalorienfrei trinken

Klar, Cola und Limo sind süße Kalorienschleudern, wissen wir. Doch auch bei "unschuldigen" Getränken heißt es, genau hingucken: Ein halber Liter Fruchtschorle enthält rund 130 Kalorien, die kein bisschen satt machen. Weitere Kalorienfalle: Latte macchiato in XXL. Da steckt immerhin ein halber Liter Milch (rund 320 Kalorien) drin. Der rauscht zwar nicht ganz so schnell durch den Magen wie eine Schorle, aber angemessen satt macht auch er nicht.

7. Naschen, na klar!

Auch das verhilft zu einer guten Figur – wieso, erklärt Ernährungspsychologe Prof. Klotter: „Sich das Naschen zu verbieten, führt irgendwann meist zum Gegenteil – dem ungehemmten Essen. Denn wer sich zu sehr kasteit, muss nur ein bisschen in eine Krise geraten, etwa Ärger mit dem Chef, dann ist die ganze Kontrolle verschwunden. Deshalb ist es wichtig, Süßes bewusst zu genießen, zu planen und zu zelebrieren, dabei eine Pause zu machen, sogar die Beine auf den Tisch zu legen. Bitte auf keinen Fall nur nebenbei ,sündigen‘!“

8. Roarrr! Den hungrigen Löwen bändigen

Liegt die nächste richtige Mahlzeit noch in weiter Ferne, funktioniert das Überbrücken am besten mit Joghurt, einer Handvoll Nüssen oder rohen Gemüsesticks. Okay, alles nicht so sexy wie ein Schokoriegel, aber effektiver! Denn Eiweiße, Ballaststoffe und gesunde Fette sättigen und machen zufrieden. Weitere schlaue Snacks: Käsewürfel, Vollkorn-Grissini oder Luxus-Knäckebrot mit Sesam, Kürbis- oder Sonnenblumenkernen. Das ist Ihnen alles viel zu wenig herzhaft? Dann probieren Sie es mit geräucherten Forellenfilets. Die haben gerade mal 120 Kalorien auf 100 Gramm.

9. Essen wie die Französinnen

Denn die sind nicht nur die zweitschlanksten Europäerinnen, wie Studien ergaben – die Damen essen täglich 3-Gänge-Menüs und trinken Wein dazu! Und das steckt hinter dem französischen Schlankheitszauber: Die Portionen sind um rund 25 Prozent kleiner als bei uns, beim Essen zählen vor allem Frische, Qualität und der gemeinsame Genuss mit Freunden und Familie. Das macht nicht nur satt, sondern auch zufrieden.

10. Haltung ist alles

Smarte Tricks – schön und gut. Doch worauf es schlussendlich ankommt, ist die Haltung, mit der wir durchs Leben gehen. Und zwar im doppelten Sinne. Also Bauch rein, Brust raus, und schon nehmen wir eine Haltung ein, die signalisiert: Ich fühle mich wohl! Und wo wir schon dabei sind, Zweifel an unserer körperlichen Perfektheit auszuräumen: Legen wir damit los, unsere Stärken zu zeigen. Sie haben vielleicht einen dicken Po, aber dafür ein schönes Dekolleté – zeigen Sie es. Sie mögen Ihre Beine zu kurz finden, aber dafür sind Sie stolz auf Ihren flachen Bauch –, also betonen Sie ihn ruhig mit einem engen Top. Einfach, oder?

Von: Katrin Steffens & Mirja Hammer

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