Neinsagen kann man lernen – alles reine Übungssache. Dafür gewinnen Sie zwar nicht den Beliebtheitspreis, aber Sie bekommen etwas viel Wertvolleres: Respekt!
Üben, üben, üben
Nehmen Sie sich vor, Nein zu sagen. Fangen Sie klein an, zum Beispiel beim Einkaufen. "Nein danke, ich brauche wirklich nur 100 Gramm Aufschnitt." Fortgeschrittene probieren: "Nein, es hat mir nicht so gut geschmeckt." Sie werden feststellen: Die Welt dreht sich danach genauso weiter.
Zeit schinden
Wem das Absagen sehr schwerfällt, kann damit anfangen, sich Bedenkzeit auszubitten. "Du, da muss ich erst mal in meinen Kalender schauen, ich rufe dich zurück." Erst mal durchschnaufen und genau überlegen: Will ich das? Muss ich das? Wer vorschnell Ja sagt, ärgert sich hinterher. Mit etwas Anlauf ist es viel leichter zu sagen: "Tut mir leid, mir passt es an dem Tag nicht."
Freundlich bleiben
Sie müssen nicht gleich "Auf gar keinen Fall" bellen. Sie dürfen es gern auch freundlich rüberbringen, Hauptsache, Sie sagen Nein – und bleiben dann auch dabei, rät Eva Wlodarek. Da sind wir Frauen sogar im Vorteil: Diplomatie liegt uns.
Komplimente machen
Schmücken Sie Ihr Nein mit freundlichen Worten. Sagen Sie: "Ich finde Sie wirklich attraktiv, aber ich gehe grundsätzlich nicht mit Kollegen aus", oder: "Deine Partys sind immer toll, aber an dem Abend kann ich leider nicht."
Den Ball zurückspielen
Wenn Ihr Chef mit einer Aufgabe um die Ecke kommt, die Sie nicht einfach ablehnen können, sagen Sie: "Ich habe außerdem noch die Projekte X und Y – wie würden Sie die Priorität setzen?"
Die Wahrheit sagen
Wenn Sie Ihrem Kollegen erklären, dass Sie am Wochenende einen Wanderausflug planen und deshalb seinen Dienst nicht übernehmen können, wird er Ihre Absage viel einfacher akzeptieren.