Lifestyle

Babywunsch: Hilfe aus dem Kräutergarten

Wenn es mit dem Kinderkriegen nicht so recht klappen will, soll Mönchspfeffer helfen. Aber auch Frauenmantel und Himbeerblätter sollen die Fruchtbarkeit erhöhen. Was steckt hinter diesen Kräutern?

Der Geheimtipp: Mönchspfeffer

Mönchspfeffer hilft Ihnen, Zyklusprobleme und das prämenstruelle Syndrom (PMS) sanft in den Griff zu bekommen und den weiblichen Hormonhaushalt auszugleichen.

Für Frauen, die eine Gelbkörperschwäche und daher eine zu kurze 2. Zyklushälfte (Lutealphase) haben, ist Mönchspfeffer besonders hilfreich: Da die Pflanze nämlich eine Dopamin anregende Wirkung hat, drosselt sie das Hormon, welches für lästige PMS-Symptome wie Brustspannen oder Depressionen verantwortlich ist. So wird die Produktion des Gelbkörperhormons angeregt und der Zyklus stabilisiert sich wieder.

Nehmen Sie Mönchspfeffer nicht als Tee ein, sondern immer in Tablettenform, da die Wirkstoffe aus der Pflanze schlecht löslich sind.

Achtung:
Mönchspfeffer sollte nicht bei hormonabhängigen Krankheiten wie Endometriose, Brust-, Gebärmutter- oder Eierstockkrebs und auch nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden! Außerdem sind Wechselwirkungen mit Medikamenten denkbar, die ebenfalls an Dopaminrezeptoren angreifen, wie z. B. bestimmte Antiemetika oder Neuroleptika.

Wichtig! Fragen Sie vor der Einnahme von Mönchspfeffer vorher immer Ihren Arzt!

Bei Kinderwunsch: Frauenmantel und Himbeerblätter

Obwohl die Wirkung von Frauenmantel nicht so gut erforscht ist wie die von Mönchspfeffer, schwören viele auf seine Wirkung. Es wird angenommen, dass Frauenmantel (auch "Alchemilla" genannt) Progesteron artige Substanzen (Progesteron = Gelbkörperhormon) enthält. Besonders Frauen, die schwanger werden möchten, sollen durch Frauenmantel ihre Fruchtbarkeit erhöhen.

Die Heilpraktikerin Margret Madejsky gibt dem Kraut in punkto Zyklusregulierung sogar den Vorzug gegenüber dem Mönchspfeffer: "Während die Symptome nach Absetzen von Mönchspfeffer-Präparaten oft schon nach kurzer Zeit wiederkehren, harmonisiert Alchemilla die hormonelle Achse dauerhafter und ohne Nebenwirkungen."

Der Tee aus den Blättern der Himbeere ("Rubi idaei folium") soll eine krampflösende und entspannende Wirkung haben. Aber auch bei Kinderwunsch sollen die Wirkstoffe der Blätter zu eine besseren Durchblutung der Gebärmutter und dadurch einen besseren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut führen.

Teemischungen zur Zyklus-Harmonisierung

Zur Anregung von Eizellreifung und Eisprung werden außerdem Beifuß, Salbei und Holunderblüten empfohlen. Hier zwei Rezepte, die bei der Zyklus-Harmonisierung helfen sollen.

Zyklustee für die 1. Zyklushälfte

  • Himbeerblätter (östrogenähnliche Anteile)
  • Rosmarin (regt die Keimdrüsentätigkeit an, fördert den Eisprung)
  • Beifuß (fördert den Eisprung und die Entschlackung)
  • Holunderblüten (unterstützen das follikelstimulierende Hormon aus der Hirnanhangdrüse)
  • Salbei (östrogenartig)

Jeweils 40 g zu gleichen Teilen mischen lassen. Täglich bis zum Eisprung 2
Tassen trinken. Ca. 1 EL pro Tasse 10 Minuten ziehen lassen.

Zyklustee für 2. Zyklushälfte

  • Frauenmantel (gelbkörperregulierend)
  • Schafgarbe (gestagenartig)
  • Brennessel (Schlackenabtransport)

Jeweils 40 g zu gleichen Teilen mischen lassen. Täglich bis zum Einsetzen der Regel 2 Tassen trinken. Ca. 1 EL pro Tasse 10 Minuten ziehen lassen.

Teerezepte mit freundlicher Unterstützung von www.phytodoc.de.

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