Lifestyle

Grüner leben: Schluss mit Stromfressern, Chemiekeulen & Co.

Grüner wird’s nicht? Und ob! Wie Sie mit kleinen Maßnahmen viel für die Umwelt tun können – von Strom sparen bis Abfall vermeiden.

Strom sparen

Mit nur kleinen Maßnahmen können Sie zu Hause Strom sparen – und damit bares Geld:

Energiesparlampe schlägt Glühbirne. Im Jahr können Sie ca. 500 Kilowattstunden (kWh) Strom einsparen, wenn Sie nur Energiesparlampen benutzen. Ganz schön viel, denn ein durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt verbraucht ca. 3.000 kWh Strom pro Jahr und zahlt ca. 600 Euro.

Hochwertige Modelle halten zudem bis zu 15 Jahre, normale Glühbirnen durchschnittlich ein Jahr – der höhere Anschaffungspreis der Energiesparlampen hat sich also bald ausgezahlt!

Wählen Sie beim Kauf Lampen, die mit der Energieeffizienklasse A ausgezeichnet sind. Mittlerweile gibt es auch Modelle, die ein schönes warmes Licht verbreiten. Entsorgen Sie die Lampen jedoch nicht im Hausmüll, denn sie enthalten Quecksilber und gehören in den Sondermüll!

Geben Sie Standby keine Chance. Wussten Sie, dass Sie bis zu 400 kWh Strom im Jahr einsparen können, wenn Sie Geräte nicht auf Standby laufen lassen? Viele verbrauchen nämlich auch dann jede Menge Strom. Schließen Sie also z. B. Ihren Fernseher, DVD-Player und Receiver an Steckerleisten an, die sie ausschalten können.

Ein neuer Kühlschrank muss her?
Dann achten Sie beim Kauf auf seine Energieeffienzklasse. Das neue Gerät sollte mindestens in der Klasse A sein, höher, also A++, ist sogar noch besser. Auch beim Kauf von Waschmaschinen, Herden, Spülmaschinen etc. lohnt sich die Investition in ein A++-Gerät.

Weitere Infos: www.ecotopten.de

Wäsche waschen

Durchschnittlich sieben Kilo Waschmittel verbraucht jeder von uns in einem Jahr. Geht nicht nur ins Geld, sondern belastet auch die Umwelt!

Die folgenden Tipps helfen, in einem Zwei-Personen-Haushalt bis zu 45 Prozent des Stroms und ca. 20 Prozent des Wasser- und Waschmittelbverbrauchs einzusparen:

  1. Beladen Sie Ihre Waschmaschine möglichst voll. Halbvolle Trommeln sollten die Ausnahme sein, wie z. B. bei Feinwäsche oder Wolle.
  2. Waschen Sie Ihre Wäsche bei niedrigen Temperaturen, also zwischen 30 und 40 Grad. Das reicht bei normal verschmutzter Wäsche vollkommen aus. Handtücher oder Bettwäsche, in der stark geschwitzt wird, können Sie ruhig mit 60 Grad waschen. Eine Vorwäsche ist nicht nötig und verbraucht nur unnötig Wasser.
  3. Verwenden Sie Kompaktwaschmittel und dosieren Sie die Menge genau. Zuviel schadet nur der Umwelt! Idealerweise ist Ihr Waschmittel aus dem Bioladen.
  4. Lassen Sie Ihre Wäsche im Freien oder, falls möglich, auf dem Speicher trocken. Ansonsten trocknet sie am besten in einem unbeheizten Raum.
  5. Benutzen Sie einen Trockner, sollte die Wäsche vorher bei min. 1200 Umdrehungen geschleudert werden (außer Feinwäsche!). Dann braucht sie im Trockner nicht so lange. Wird die Wäsche nachher gebügelt, muss sie nicht "schranktrocken" sein, sondern z. B. nur "bügelfeucht" – das verkürzt die Trocknerzeit und spart noch einmal Energie!

Weitere Infos & Tipps unter www.forum-waschen.de

Putzen und Müll vermeiden

Schön sauber soll's in Küche und Bad sein, oder? Doch die meisten Reiniger sind wahre Chemiekeulen. Wie beim Waschmittel gilt auch hier die Faustregel: Weniger ist mehr!

Ein Allzweckreiniger auf Seifenbasis, möglichst ohne Tenside und/oder aus dem Bioladen, reicht für Bad und Küche vollkommen aus.

Bei hartnäckigen Kalkflecken versuchen Sie es mit einem "sauren" Reiniger: Ein paar Spritzer Essigsäure im Putzwasser wirken Wunder. Fettschmutz in der Küche lässt sich mit Soda oder Backpulver gut entfernen. Vermengen Sie dazu eines der zwei Mittel mit etwas Wasser – und weg ist der Fleck!

Ihre Fenster lassen sich problemlos mit einer Spiritus-Wasser-Mischung reinigen. Oder Sie benutzen feuchtes Zeitungspapier und reiben mit einem trockenen Blatt nach.

Weitere Infos und einen umfangreichen Produkt-Guide finden Sie auf www.utopia.de.

 

Müll vermeiden

Beim Thema Müll gilt: Der beste Abfall ist immer der, der gar nicht erst entsteht. Sie können bereits beim Einkaufen darauf achten:

  1. Kaufen Sie keine portionsweise eingeschweißte Ware, wie Gummibärchen in Minitütchen oder zweimal verpackte Kaffeesahne.
  2. Lassen Sie die unnötige Verpackung direkt beim Supermarkt, dieser ist verpflichtet, die Verpackungen zurückzunehmen und zu entsorgen. Das spart zwar im Endeffekt nicht wirklich Abfall ein, aber wenn dies viele Verbraucher tun, denken die Anbieter vielleicht um.
  3. Kaufen Sie Getränke in Mehrweg-Glasflaschen von heimischen oder in der Nähe gelegenen Anbietern.
  4. Denken Sie immer an eine eigene Einkaufstasche und verzichten Sie am besten auf Plastiktüten.
  5. Kaufen Sie doch mal mit der eigenen Tupper-Dose Wurst und Käse ein. Vielleicht wird die Verkäuferin/der Verkäufer etwas komisch schauen, aber trauen Sie sich! Denn so können Sie auch hier die Verpackung einsparen.
  6. Verzichten Sie auf Einweg-Produkte, wie z. B. Rasierer oder Einwegkameras.

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