Hatha Yoga
Hatha ist der Oberbegriff für eher körperbezogenes Yoga, Stile wie Bikram- oder AshtangaYoga greifen Elemente des Hathas auf.
Spricht man im Westen von Yoga, ist meistens Hatha Yoga gemeint und ist auch die am häufigsten praktizierte Form. Es werden nicht nur die klassischen Yogastellungen (Asanas) gelehrt, sondern auch Atemübungen (Pranayama). Zu einer Übungsstunde gehören aber ebenso Meditation (Dhyana) und Tiefenentspannung.
Für wen geeignet? Besonders wenn Sie Anfänger sind oder eine entspannendere und meditative Form bevorzugen, liegen Sie bei Hatha-Yoga richtig.
Viniyoga
Viniyoga geht auf seinen Begründer Shri Krishnamacharya und dessen Sohn T.K.V. Desikachar zurück, bis heute wird an ihrer Schule in Madras gelehrt.
Bei dieser Art des Yogas ist nicht von vorne herein Fitness Bedingung oder die perfekte Ausübung der Asanas, sondern die Yogapraxis wird den eigenen individuellen Möglichkeiten und Kapazitäten angepasst: der Mensch soll hier im Mittelpunkt stehen.
Dem Atmen wird große Bedeutung beigemessen, Yogastellungen und Atem werden sinnvoll miteinander verbunden.
Für wen geeignet? Viniyoga gilt im Allgemeinen als eine sehr sanfte Ausübung des Yogas und kann auch gut von Menschen gesundheitlichen Beschwerden ausgeübt werden.
Iyengar Yoga
Iyengar (sprich: Aiyengar) ist ebenfalls eine moderne Yogaform. Der Inder B.K.S. Iyengar entwickelte diesen kraftvollen Stil in den 1930er Jahren; er gilt bis heute als einer der führenden Yogalehrer weltweit.
Typisch für Iyengar ist die Verwendung von Hilfsmitteln, wie Gurte oder Klötze, die dem Übenden die Asanas leichter machen sollen. Die Yogastellungen werden bis zu zwei Minuten gehalten. Iyengar-Yoga ist zwar intensiv, aber nicht so anstrengend wie z. B. Ashtanga.
Für wen geeignet? Wenn Sie ein intensives Training mögen und Ihre Muskeln und Sehnen geschmeidig bleiben sollen, Sie sich aber nicht total auspowern möchten, passt Iyengar gut zu Ihnen.
Ashtanga Yoga
Ashtanga ist eine körperlich herausfordernde und dynamische Yogaart. Hier werden Muskelstärke, Flexibilität und Ausdauer trainiert, Anfängerklassen sind bereits recht anstrengend.
Die einzelnen Yogastellungen werden nicht separat geübt, sondern z. B. mit Sprüngen miteinander verbunden. "Vinyasa", die Einheit von Atmung und Bewegung, ist ein wichtiger Bestandteil dieser Yogaform.
Für wen geeignet? Möchten Sie sich richtig auspowern und sind eher der athletische Typ? Dann sollten Sie Ashtanga ausprobieren.
Jivamukti Yoga
Jivamukti ist ebenfalls eine moderne, dynamische Yogaart, die von der Tänzerin Sharon Gannon und dem Künstler David Life in den 1980er Jahre in New York entwickelt wurde. Tänzerische Yogaübungen wechseln sich mit Gesang von Mantren und speziellen Atemübungen ab.
Für wen geeignet? Wenn Sie die klassischen Übungen mögen und bereits Yogaerfahrung gesammelt haben, aber mehr die spirituelle Seite des Yogas ausleben möchten, könnte Ihnen Jivamukti-Yoga gefallen.
Kundalini Yoga
Eine typische Stunde im Kundalini startet mit einer Reihe von Atemübungen und Mantra-Gesängen, danach werden die einzelnen Asansas geübt. Durch die Yogapraxis soll Energie, die am Ende der Wirbelsäule sitzen soll, freigesetzt werden.
Kundalini ist weniger athletisch, aber trotzdem anspruchsvoll, da die Stellungen mit einem entsprechenden Atemrhythmus verbunden sind.
Für wen geeignet? Wenn Sie nach einem Workout für Körper und Seele suchen, dann ist Kundalini das Richtige für Sie. Außerdem sollten Sie gerne singen!
Bikram Yoga ("Hot Yoga")
Hier ist der Name Programm: Bikram-Yoga wird grundsätzlich in einem 38 Grad heißen Übungsraum trainiert. Entwickelt wurde diese moderne Yogaform von Bikram Choudhury, der aus den mehr als 800 Asanas 24 Übungen auswählte, die kombiniert mit zwei Atemübungen nacheinander praktiziert werden. Bikram Yoga ist besonders in den USA populär.
Für wen geeignet? Sie suchen die körperliche Herausforderung, sind sehr fit und Ihnen macht Hitze nichts aus? Dann ist Bikram genau für Sie. Wichtig: Unbedingt genug trinken und ein Handtuch nicht vergessen – Sie werden jede Menge schwitzen.