Seit 2006 ist die Niederländerin Liza Snook mit ihrem virtuellen Schuh-Museum online. "Mir hat es bei Schuhausstellungen nie gefallen, dass entweder wenige Modelle gezeigt oder schlecht präsentiert wurden. Das hat mich auf die Idee, ein eigenes, virtuelles Museum zu eröffnen." Die gelernte Grafikdesignerin hat selbst rund 80 Paar Schuhe und sammelt seit über 25 Jahren alles, was mit diesem Thema zu tun hat. "Ich bin einfach mit dieser Leidenschaft geboren worden," sagt sie.
Liza Snook zeigt Schuhe namhafter Designer wie Dolce & Gabbana oder Christian Louboutain. Aber ebenso Modelle nicht ganz so bekannter Modeschöpfer sind vertreten. Gemeinsam mit ihrem Partner, Taco Zwaanswijk, der die Webseite designt hat, wählt sie passende Schuhe für das Museum aus. "Wir fragen uns bei jedem Modell: Ist dies überhaupt ein Schuh? Kann man ihn tragen oder nicht? Regt er die Fantasie an? Und vor allem: Hat er das gewisse Etwas und Sinn für Humor?"
Im virtuellen Schuhmuseum können Sie Schuhe nach Farben suchen, durch Skizzen von Designern stöbern, oder aber Video-Interviews mit den Schuhkünstlern anschauen. Zu den Modellen gibt es oft einen Text zur Entstehungsgeschichte oder Bedeutung des Schuhs.
Zum Beispiel in der Rubrik "Spezieller Gebrauch" (special usage) schreibt Liza Snook, dass in Ghana die Menschen oft in Särgen begraben werden, die entsprechend ihrer Profession verziert wurden: Der Schuhmacher wird dort eben in einem Sarg begraben, der wie ein Schuh aussieht.
Erwerben kann man die ausgefallenen Modelle bisher leider nicht – vielleicht aber in Zukunft, verrät die Schuhbegeisterte Snook: "Wir überlegen, ob wir einen Webshop mit Schuhen und Zubehör anbieten." Vorerst muss sich der Besucher jedoch mit den Bildern begnügen – diese sind jedoch atemberaubend!
Einen kleinen Vorgeschmack auf die Modelle des virtuellen Schuhmuseum bietet Ihnen unsere Bildergalerie: