Ystad, Schweden
Erst mit kurt Wallander wurde das mit Fachwerkhäusern geschmückte Städtchen Ystad an Schwedens Südküste weltweit bekannt. Henning Mankell (Jahrgang 1948) hat seit 1991 zehn Krimis mit seinem melancholischen Kommissar veröffentlicht. www.wallander-web.de
Wallander-Touren durch Ystad bietet u.a. die freiwillige Feuerwehr an; an der Tourist-info ist ein Plan erhältlich. Alle Straßen, Plätze und Lokale in den Krimis sind authentisch. Wallander wohnt in der Mariagatan 10 im Osten der Stadt. Zum Essen geht er gern ins Restaurant des Jugendstilhotels "Continental Ystad"; seine Gäste übernachten gelegentlich im nostalgischen "Anno 1793 Sekelgården Hotel" an der Långgatan 18.
Göteborg, Schweden
Von Helene Tursten (Jahrgang 1954) stammt die Figur der Göteborger Inspektorin Irene Huss, die mittlerweile acht Krimis die Hauptrolle spielt Sechs davon wurden verfilmt.
Irene Huss ist glücklich verheiratet, hat zwei heranwachsende Töchter und versucht gleichzeitig, erfolgreich Mordfälle zu lösen und ihr Familienleben optimal zu regeln. Sie sagt: "Ich mag es wirklich nicht, wenn sich weibliche Helden in Krimis ebenso aufführen wie ihre männlichen Vorgänger - saufend, fluchend …"
Einer der beliebtesten Krimi-Autoren Schwedens ist Ake Edwardson (Jahrgang 1953). Seine melancholischen Romane mit Kommissar Erik Winter erreichten allein in Schweden eine Millionenauflage. Winter ist ein Snob, trägt teure Designer-Anzüge, raucht Zigarillos und liebt Jazz von John Coltrane. Auch er sieht die schwedische Gesellschaft am Ende, grübelt über den Sinn es Ganzen nach und verzweifelt fast am Bösen im Menschen.
Reykjavik, Island
Reykjavik gehört zu den europäischen Städten mit der niedrigsten Kriminalitätsrate. In der Realität. Fiktional sieht das ein wenig anders aus. Eine Reihe hochkarätiger Krimiautoren bevölkert die Insel und überzieht sie mit rätselhaften, grausamen, hintergründigen, brutalen und außergewöhnlichen Verbrechen.
Der bekannteste isländische Autor ist Arnaldur Indridason mit seinem Kommissar Erlendur, der schon eine Reihe von literarischen Fällen gelöst hat, wie z. B. "Menschensöhne".
Yrsa Sigurdardottir lässt ihre Heldin Dóra-Guomundsdóttir, eine Anwältin, akribisch und fantasievoll Täter und Motive entlarven, z. B. "Das glühende Grab".
Stella Blómkvist schickt ebenfalls eine Frau in den Kampf gegen das Verbrechen, die auch Anwältin ist und den Namen des Pseudonyms ihres noch unbekannten Autoren trägt – bislang in sieben Fällen; auf Deutsch zuletzt "Das letzte Treffen". www.islandprotravel.de