Reise

Reif für die Insel: Paradiese in den Tropen

Sie haben genug von Regen, Nebel und feuchter Kälte? Dann wird es höchste Zeit – Zeit für eine kleine Flucht ins Paradies. Wo Sie das finden? Auf diesen tropischen Trauminseln.

Reif für die Insel

Indonesien: Bali

Die Insel

Die "Insel der Götter" im Nordosten des Indischen Ozeans zieht seit fast hundert Jahren Künstler und Reisende gleichermaßen in ihren Bann. Sie verzaubert mit ihrer spirituellen Atmosphäre, ihrer geheimnisvollen Kultur, ihren Tänzen, Traditionen und Mythen und ihren lebensfrohen Einwohnern.

Sanft geschwungene, von Palmen gesäumte Reisterrassen wechseln sich mit unzähligen hinduistischen Tempeln in schöner Umgebung, Bergwäldern und Vulkanen ab. Bali ist die bekannteste der mehr als 13.600 Inseln des indonesischen Inselreiches.
 
Wo bleiben?

Am Jimbaran Beach an der Nordküste, dem kilometerlangen und feinsandigen schönsten Strand Balis, liegt das Keraton Jimbaran Resort (4 Sterne), eine Ferienanlage im traditionellen balinesischen Stil inmitten eines gepflegten tropischen Gartens.

Entspannung und Luxus zwischen Regenwald und Reisfeldern bietet das 5-Sterne Maya Ubud Resort in der Nähe des stimmungsvollen Künstlerdorfes Ubud. In einem weitläufigen tropischen Garten am Flussufer liegen Haupthaus und Villen, zwei Pools.

Was lesen?

Eine einfühlsame und vorzüglich recherchierte Einstimmung auf die Geschichte und den kulturellen Reichtum der Insel bietet Vicki Baums 1937 erschienener, gerade wieder aufgelegter Bestseller Liebe und Tod auf Bali über das von Hierarchien, Traditionen und Ritualen bestimmte Leben eines Dorfes und seines Fürstenhofes.

Bei der Konfrontation mit verständnislosen holländischen Kolonialherren am Anfang des vergangenen Jahrhunderts kommt es zu einer historischen Katastrophe. Kiepenheuer & Witsch, 525 Seiten, 8,95 Euro.

Thailand: Koh Lanta

Die Insel

Wer Phuket zu voll und Krabi zu eng findet, der ist auf Koh Lanta ein Stück weiter südlich an Thailands Westküste genau richtig. Die vielseitige Insel, einst ein Aussteigertreff, hat zwar in den vergangenen Jahren eine gute touristische Infrastruktur erhalten, gilt aber fast noch als Geheimtipp. Badestrände für jeden Geschmack gibt es an der 20 Kilometer langen Westküste, die gen Süden immer ruhiger und uriger wird.

Hinter dem Strand beginnt der Dschungel, der auf Trekkingtouren mit und ohne Elefanten beschaut werden kann. Im Fährhafen Ban Saladan gibt es frisches Meeresgetier in Stelzenrestaurants über dem Wasser; Altaussteiger Hans sorgt auch für Bratkartoffeln und deutsches Backwerk. www.lanta.de

Wo bleiben?

Wer hier Ruhe und Entspannung in Kombination mit Luxus und überwältigender Gastfreundschaft sucht, wird sich in der 5-Sterne-Anlage Rawiwarin Resort & Spa wohl fühlen. Die Villen im Landesstil liegen zwischen den Reisterrassen der Hügel in einer weitläufigen tropischen Gartenanlage. Der Blick über den riesigen Swimmingpool und eine Lagune hinweg auf die Khlong Tob Bay, am besten mit filmreifem Sonnenuntergang, ist unvergesslich. www.rawiwarin.com

Was angucken?

Die schönste Küste von Thailand gehört mit ihren gewaltigen, skurril geformten Kalksteinmassiven zu Krabi, etwas außerhalb der Stadt liegt Wat Sam Sua, der Tempel der Tigerhöhle, ein Felsenkloster auf einem Berg, auf den Kräfte zehrende 1.272 steilen Stufen führen; die Aussicht über die Küste und das Hinterland lässt dann aber alle Anstrengungen vergessen. www.thailandtourismus.de

Reif für die Insel

Indischer Ozean: Mauritius

Die Insel

Nicht nur die Briefmarke hat Mauritius bekannt gemacht. Auch strahlende Sonne, 170 Kilometer herrliche Strände, flache Lagunen, türkisblaues Wasser und vulkanische Bergmassive machen  die Insel im Indischen Ozean zu einem Traumziel. www.mauritius.net Wo bleiben?

The Preskil Beach Resort auf einer privaten Halbinsel an der Südostküste nahe der historischen Ortschaft Mahébourgin mit einem großen tropischen Garten.

Mauritius Naiade Les Pavillions: Die komplett neu renovierte Anlage ist an der wunderschönen Südwestküste in Le Morne gelegen. Eingebettet in eine großzügig angelegte Gartenanlage verfügt das Hotel im Kolonialstil über ein Hauptrestaurant mit internationalen Spezialitäten, ein à la Carte Restaurant und einer Strandbar mit mediterranen Köstlichkeiten.

Was anschauen?

Die kleine Insel Mauritius hat gleich zwei Unesco-Welterbe-Stätten zu bieten: Den Berg Le Morne, der sich im Südwesten der Insel direkt aus dem Indischen Ozean erhebt, und das Viertel Aapravasi Ghat in der Hauptstadt Port Louis. Der Berg gilt als Mahnmal der Sklaverei, aber auch als Symbol des Freiheitskampfes.

Während des 18. und 19. Jahrhunderts war Le Morne Zufluchtsstätte zahlreicher geflüchteter Maroon-Sklaven, die dort kleine Siedlungen gründeten. Mauritius war damals ein wichtiges Zwischenziel im östlichen Sklavenhandel. Saint Louis war 1834 eine der ersten Plätze für "moderne"Arbeit ohne Sklaverei auf den Zuckerrohrplantagen. www.gov.mu, www.unesco.org

Vor der Küste Afrikas: Sansibar

Die Insel

Der Duft von exotischen Gewürzen und die schillernde orientalische Vergangenheit prägen die "Nelkeninsel" vor der Küste Tansanias. Wo einst Gewürz- und Sklavenhandel für sagenhaften Reichtum sorgten, locken heute extrem feinsandige weiße Strände, dekorative Kokospalmen, smaragdgrünes Wasser und fantastische Korallenriffe.

Gewürznelken, Vanille, Zitronengras, Pfeffer, Ingwer und Zimt sind auch heute noch Exportschlager der im Westen sehr grünen und fruchtbaren Tropeninsel.

Wo übernachten?

Diamonds La Gemma Dell'Est, 5 Sterne. Das Hotel liegt unmittelbar an den Traumstränden im Nordosten der Insel in der Nähe des Örtchens Nungwi zwischen den in allen Blau- und Türkistönen schimmerndem Meer, dem weißen Strand und den blauroten Bougainvilleasträuchern.

Im Nordosten der Insel liegt das 3-Sterne-Hotel Sultan Sands Islands Resort direkt am Strand, eine gemütliche Bungalow-Anlage im Swaheli-Stil mit Palmstrohdächern und viel Holz.

Was tun?

Die Architektur der Altstadt von Stonetown, der Inselhauptstadt, reflektiert bis heute die spezielle Sansibar-Synthese aus arabischen, indischen und schwarzafrikanischen Einflüssen.

Sie ist multikulturell wie ihre Bewohner: Moscheen, Kirchen und Hindutempel, afrikanische Märkte, Kolonialbauten und britische Handelshäuser, ein omanisches Fort und geschnitzte Holztüren – dies alles kommt hier friedlich in unmittelbarer Nachbarschaft miteinander klar.

Reif für die Insel

Karibik: Dominica

Die Insel

Die grüne, weitgehend ursprünglich und ruhig gebliebene Karibikinsel ist die nördlichste und zweitgrößte der Winward Islands und liegt zwischen Guadeloupe und Martinique.

Dominica ist mit dem ungewöhnlich gebirgigen und relativ unzugänglichen Landesinnern ein Paradies für Naturfreunde: Sie bietet in üppigem Maße Bananenplantagen, hohe, von dichten tropischen Regenwäldern bedeckten Berge, imposante Wasserfälle, wilde Flüsse und Gebirgsbäche sowie eine sehenswerte Unterwasserwelt.

Die Insel eignet sich wunderbar zum Wandern. Die oft schwarzsandigen Strände sind noch nicht touristisch erschlossen. In trockenen Jahren importiert Dominica sogar Trinkwasser in einige andere Karibikstaaten. www.dominica.dm

Wo übernachten?

Das gemütliche 3-Sterne-Hotel Tamarind Tree in Salisbury liegt auf einer Klippe über der Westküste in tiefgrüner Landschaft mit schönem Ausblick und nahem Badestrand und farbenfrohen Riffen. www.tamarindtreedominica.com

Atlantischer Ozean: Bahamas

Die Insel

Hingetupft wie Sommersprossen liegen die 700 Inseln der Bahamas unter kobaltblauem Himmel in einem Meer, das in allen Schattierungen von Türkis über Smaragdgrün bis hin zu tiefem Blau leuchtet. Zahlreiche pudrig-weiße oder zartrosafarbene Sandstrände und die Vegetation einer subtropischen Natur verzaubern die Besucher.

Ungefähr 80 Kilometer südöstlich von Florida und 100 Kilometer nördlich von Kuba erstrecken sich die Bahamas. Nur 30 der sind bewohnt und nur 15 vollständig für den Tourismus erschlossen.

Tipp:

Sie brauchen nicht unbedingt in die Ferne schweifen, um zu erleben, was James Cook während seiner drei Aufenthalte auf Tahiti gesehen und mitgebracht hat: In der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik in Bonn können Sie in der Ausstellung "James Cook und die Entdeckung der Südsee" erstmals die von ihm mitgebrachten und früh verstreuten ethnographischen und naturhistorischen Objekte aus den verschiedensten pazifischen Kulturen bestaunen. Die Ausstellung ist bis zum 28. Februar 2010 geöffnet. www.kah-bonn.de

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