Lord Byron, der dichtende Bad Boy der britischen Romantik, schwamm besonders gern in der Bucht von Portovenere, am Südzipfel von Cinqueterre. Die Italiener waren so beeindruckt von dem schwimmenden Dichter, dass sie ihre schönste Grotte in dieser Bucht nach ihm benannten.
Mit Blick über die kleine gestreifte Kirche auf der Felsnase über dieser Grotte im Vordergrund wirkt der Sonnenuntergang hinter dem Golf von Genua so romantisch wie das wild bewegte Leben von Lord Byron.
Der schwamm (abgesehen von seiner Überquerung des Bosporus) auch quer über die Bucht von La Spezia, die später "dei Poeti" genannt wurde, von Portovenere nach Lerici, wo sein Freund Percy Shelley in jenem Sommer wohnte. Noch heute findet auf dieser kilometerweiten Strecke alljährlich im August ein Wettschwimmen statt.
Der poetische Sommer 1822 endete jäh, als Percy Shelley im Juli beim Segeln ertrank. Seine Frau Mary Shelley verfasste unter dem Eindruck von Byrons dämonischer Ausstrahlung und dieser Katastrophe später den Klassiker "Frankenstein". Später pilgerten weitere Schriftsteller an den "Golfo dei Poeti": Henry James (1909) sowie D.H. Lawrence und Virginia Woolf (1933).
Weitere Infos: www.navigazionegolfodeipoeti.it