Grapefruit: Bitter hält jung

Gutes Frühstück: Eine Grapefruit am Morgen, und schon hat Ihr Körper die Hälfte des täglichen Vitamin-C-Bedarfs.

Illustration Grapefruit

Nebenbuhler: Falls Sie Herz- oder Blutdruckmittel einnehmen, kann die Grapefruit deren Wirkung beeinflussen!

Grapefruit: Bitter hält jung

Ein echtes "Hallo, wach!"-Erlebnis gibt es, wenn Sie diese Frucht essen, die alles auf einmal ist, nämlich fruchtig, sauer und herb zugleich. Kein Wunder, dass die Grapefruit so häufig halbiert und zum "aus der Schale löffeln" auf dem Frühstücksbüfett der Hotels steht. Eine einzige Grapefruit versorgt uns mit mindestens der Hälfte des täglich benötigten Vitamin C und jeder Menge gesunder Pflanzenstoffe, etwa Naringenin und Apigenin: Die wirken zellschützend sowie entzündungshemmend und halten die Gefäße elastisch. Außerdem zeigten verschiedene Studien, dass die Frucht den Zucker- und Fettstoffwechsel positiv beeinflussen kann. Das heißt, sie schützt vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes. Ihre Bitterstoffe kurbeln zudem die Ausschüttung von Verdauungssäften an. Inzwischen sind vor allem "Pink Grapefruits", also die roséfarbene Neuzüchtung der ursprünglich gelben Früchte, im Obstregal anzutreffen. Sie enthalten weniger Bitterstoffe, dafür aber zellschützendes Lycopin, das die Hautalterung verzögern kann. Einziges Manko der erfrischenden Zitrusfrucht aus Südostasien: Ihre Pflanzenstoffe verändern leider die Wirkung von Herzund Blutdruckmitteln sowie auch die Wirkung von Anti-Allergie-Medikamenten.

Genießen: Die bittersauren Kandidaten brauchen etwas Süßes - gut passt also einfach Zucker dazu. Ansonsten versteht sich die Grapefruit am besten mit anderen tropischen Früchten, also Orange, Banane, Ananas oder Mango, aber auch mit Deftigem wie Rote Bete, Grün- oder Rosenkohl kommt sie gut aus.

Einkaufen: Die Früchte sollten glatt, prall und glänzend sein. Zu Hause fühlen sie sich bei Zimmertemperatur am wohlsten. Dort halten sie sich etwa eine Woche lang. Achtung: Von einer Lagerung im Kühlschrank ist abzuraten! Denn dadurch verlieren sie deutlich an Aroma.

Rezept: Marinierter Rosenkohl mit Grapefruit und...

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Für 4 Personen

  • 600 g Rosenkohl
  • 3 – 4 Schalotten
  • 2 Grapefruits
  • Salz
  • 5 EL Olivenöl
  • 6 Schwarze Pfefferkörner
  • 8 Wacholderbeeren
  • 2 – 3 TL Zucker
  • 100 g Bacon

1. Rosenkohl waschen, putzen und halbieren. Schalotten schälen und achteln. Beides mit 4 EL Öl und etwas Salz mischen, auf einem tiefen Backblech im vorgeheizten Ofen (180 °C, Mitte) etwa 25 Minuten rösten.

2. Eine Grapefruit schälen und klein schneiden. Zweite Frucht auspressen. Wacholder und Pfeffer im Mörser zerdrücken, mit den Grapefruitstücken und 100 ml des Grapefruitsafts mischen, mit Zucker und Salz abschmecken.

3. Bacon in einer beschichteten Pfanne knusprig ausbraten, auf Küchenpapier abkühlen lassen und in Streifen schneiden. Rosenkohl mit der Grapefruit-Marinade mischen, 1 Stunde ziehen lassen, mit Bacon bestreuen.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der LAVIVA-Ausgabe Januar 2018


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