Fairliebt in: Nachhaltige Bademode
07
Aug

Fairliebt in: Nachhaltige Bademode

Es ruft das Meer, der See, das Schwimmbad! Mit diesen grünen Badelabels taucht ihr mit gutem Gewissen unter.

Wisst ihr noch, als faire Bademode ein Schattendasein fristete und nachhaltige Bikinis & Co eine Rarität waren? Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei und umweltfreundliche Swim Wear bekommt immer mehr Oberwasser. Auch wenn die fairen Teile meistens teurer sind, als die gängigen Modelle der Fast Fashion Industrie, lohnt sich die Investition. Denn auch das ist ein Gedanke von fairer Bademode: Nicht mehr zehn billige Teile in der Schublade horten, sondern das eine Modell finden, das lange hält und gefällt. Hier kommen unsere Fab Five für umweltbewusste Sonnenanbeter und Badenixen:

Stay Wild Swim

Bis zu 12,7 Millionen Tonnen Plastik landen jährlich in unseren Weltmeeren (Quelle: WWF). Das sind schockierende Zahlen und bieten Grund genug, daran etwas zu ändern. Zum Bespiel wie die beiden Londonerinnen Natalie Glaze und Hanna van Dijk. Unter ihrem Label Stay Wild Swim produzieren sie ausschließlich Modelle aus Econyl – einer nachhaltige Faser, die aus Meeresabfällen, wie alten Fischernetzen, hergestellt wird. 

Beim Kauf tut ihr gleich doppelt Gutes: Ihr shoppt nicht nur nachhaltig, sondern unterstützt mit einem Teil des Erlöses auch die Surfers Against Sewage Organisation. Diese setzte sich mit regelmäßigen Müllsammelaktionen für die Erhaltung von sauberen Stränden und Meeren ein. 

MYMARINI

Ein wichtiger Aspekt bei Nachhaltigkeit? Shop local! Das Label Mymarini aus Hamburg bietet da eine tolle Möglichkeit – und ihr könnt auf umweltschädliche Air Post aus den USA verzichten. Die Wahlhamburgerin Mareen Burk fasste bei einem Sabbatical in Kolumbien den Entschluss, ihr eigenes Bademoden-Label zu gründen. Nachdem sie dort einige Zeit in einer einfachen Hütte gelebt und sich von dem ernährte, was ihr die Natur zu bieten hatte, war ihr klar: Der Schutz von Ressourcen muss bei der Produktion gewährleistet sein. Die bunten Designs bestehen ebenfalls aus Econyl und sind wendbar – damit habt ihr quasi gleich zwei Lieblingsteile im Schrank. Für die Kleinsten ist übrigens auch gesorgt: Die ‚MINIs‘ sind farbenfroh und haben mit SPF 50 einen besonders hohen Lichtschutzfaktor.

YouSwim

Kein Frust beim Größenraten mehr! „One Size Fits All“ – das hat das britische Label YouSwim wörtlich genommen und bietet Bademode in nur einer Kleidergröße an. Jepp, richtig gelesen. Ein und dasselbe Teil passt sieben verschiedenen Größen (von 32 bis 44)! Wie es geht? Der gerippte Stretch-Stoff aus recyceltem Nylon und Elastan ist in alle Richtungen dehnbar und passt sich problemlos jeder Kurve an – egal ob großer Busen, weite Hüften, viel oder wenig Po. Ihr könnt aus sechs verschiedenen Modellen wählen und dann nach Herzenslust kombinieren: kräftiges Senfgelb mit zartem Grün, leuchtendes Kobaltblau oder klassisches Schwarz. 

Starkes Zeichen: YouSwim hat außerdem eine No-Retouch-Policy. Auf Photoshop wird komplett verzichtet und die Trägerin mit jeder Delle, Falte oder Narbe zelebriert. So geht Body Positivity!

Boochen

Wer Wassersport betreibt, kennt das Problem: selbst die teuersten Bikinis und Badeanzüge verrutschen gerne mal (nervig!). Dieses Problem kannten auch die beiden leidenschaftlichen Surferinnen Anna und Jingjing und gründeten deshalb Boochen Surfwear. Ihr Label sorgt für guten Sitz und ein reines Gewissen. Denn Boo steht für "Blue Ocean Obsessed“ und beschreibt das Ziel hinter der modischen Fassade: den Ozean zu schützen und sauber zu halten. Die Hannoveranerinnen stellen ihre farbenfrohen Teile deshalb ausschließlich aus Econyl her. Natürlich sind die flippigen Modelle nicht nur was für Sportskanonen, in den wendbaren Bikinis und Badeanzügen lässt es sich auch perfekt schwimmen oder einfach nur sonnen. 

PURA Clothing

Schweizer Struktur trifft auf südamerikanische Lebensfreude. Das Label PURA clothing  bietet vor allem Bade- und Yogabekleidung für ein reines Gewissen an. Alle Stoffe sind zu 100 Prozent recycelt und werden in Italien und der Schweiz zu wunderschönen Badeanzügen verarbeitet. Pluspunkt: Gründerin Sara Zubinden verzichtet auf Massenproduktion und konzentriert sich lieber auf überschaubare Mengen. Wahrscheinlich einer der Gründe für die nachhaltige Influencerin DariaDaria, eine Kollektion mit PURA zu lancieren – die von ihr designten Modelle Ayu und Bikini Nilu sind noch im Shop erhältlich.


Fotos: PR