Ahoi, das ist unser Hamburg!

Um Ihnen die aufregendsten Ecken unserer Heimatstadt Hamburg zu zeigen, haben wir uns kundige Unterstützung geholt: Fünf Kenner verraten ihre Geheimtipps.

Der Hafen gibt in Hamburg seit Jahrhunderten den Herzschlag vor

Es gibt da diesen Soundtrack, der für Hamburg so typisch ist. Vor allem im Sommer, wenn der Mond sich schon an den Himmel geschoben hat und die Wärme noch zwischen den Häusern hängt. Dann ist es zu hören: dieses leise, rhythmische Wummern, dazu fernes Klappern und Poltern. Es ist der Hafen, den man hört, die riesigen Kräne, die auch nachts die Container von den dicken Pötten heben, die hier festmachen. Dreht man seinen Kopf in Richtung Wummern, leuchtet der Himmel dort orange. Hören Sie mal genau hin, wenn Sie in der Stadt sind. Der Hafen gibt den Herzschlag vor, seit Jahrhunderten schon. Und deshalb fühlen sich die Hamburger auch mit allem so wohl, was mit Wasser zu tun hat. Sobald ein einziger Sonnenstrahl vom Himmel blinzelt, bevölkern sie die Bootsanleger an der Alster, von denen aus man Kanu-Touren durch die Kanäle starten kann, gesäumt von Kastanien, Linden und Buchen, so knatschgrün und dicht, dass man meinen könnte, man befinde sich am Amazonas.

Oder sie steigen hinab zum Elbstrand. Nach Övelgönne beispielsweise, hier hat man den besten Hafenblick. Bei so viel feiner, schöner Strandfläche fragt man sich, wer eigentlich die ganzen Beachclubs braucht. Der waschechte Hamburger klemmt sich lieber sein gekühltes Sixpack mit Picknickdecke unter den Arm und spaziert zum Elbufer. Wer lange nicht mehr hier war, wird sich wundern, was sich alles getan hat: Die Stadt, die ja schon immer schick war, macht sich noch schicker. Nicht Perlenohrring-zu-Barbourjacke-schick, sondern cool schick. Das ehemals selbst gestrickte Ottensen gleicht mit seinen vielen neuen Cafés einem temperamentvollen Dörfchen. Das als Wohn-Ghetto verschriene Wilhelmsburg südlich der Elbe mausert sich gerade zum Vorzeige-Quartier. Und das organischer und weniger künstlich als die Hafencity, zu der die Hamburger eine innige Hassliebe pflegen: Den einen ist hier alles zu betoniert und pompös, die anderen lieben die fußgängerfreundlichen Plätze, Wege und Restaurants am Wasser und schwärmen vom "modernen Venedig".

Das Schönste an Hamburg aber ist seine Entspanntheit. Und die merkt man besonders unten am Strand, wo alle gemeinsam dem Herzschlag der Hansestadt lauschen: Im Sand sitzen Manager neben Punks, Familien neben knutschenden Pärchen – und jeder lässt den anderen leben, wie er will. Nordisch-cool eben.

Die Geheimtipps der Hamburg-Kenner

Das Treppenviertel in Blankenese

"Urigste Aussicht? Im Treppenviertel!"

Gestatten, Zodwa Selele. Die Hauptdarstellerin des Musicals "Sister Act" im Operettenhaus an der Reeperbahn wurde von Whoopi Goldberg höchstpersönlich für ihre Rolle ausgewählt. Seitdem begeistert sie die Zuschauer in der Bühnen-Adaption des Hollywood-Blockbusters.

www.musicals.de

Zodwas Favoriten

1 Blankeneser Treppenviertel: "Dieses malerisch am Elbhang gelegene Quartier bietet die vielleicht schönste Aussicht Hamburgs. Mit seinen Gässchen und steilen Treppen erinnert es mich an ein mediterranes Fischerdorf. Wer nicht laufen will, kann sich mit der sogenannten Ziege, einem ächzenden Mini-Bus, herumfahren lassen."

2 Café Lieblings: "Ein absoluter Geheimtipp! Obwohl direkt an der Reeperbahn gelegen, lässt die freundliche, fast heimische Atmosphäre vergessen, dass man sich auf dem Kiez befindet. In meinem Lieblingscafé gibt es großartiges Eis, Kuchen, Pizza, Suppe oder Chai-Tee."


Detlev-Bremer-Str. 50, Tel. 040/80 00 70 11

3 Mamma Mia: "Dieser urige Italiener ist ein Restaurant ohne jeglichen Schnickschnack und Schnörkel und serviert die grandioseste Pasta und Pizza. Der Laden brummt – deshalb unbedingt vorher reservieren!"


Barnerstr. 42, Tel. 040/390 03 86


Das Fleetschlösschen in der Speicherstadt

"Tollste Postkartenmotive findet man in der Speicherstadt"

Inke Meyer hat gerade ihre Ausbildung zur Hafenschifferin abgeschlossen und lockt für die Barkassen-Centrale Ehlers Fahrgäste auf ihr Schiff. Von der Wasserseite aus kennt sie Hamburg wie ihre Westentasche.

www.barkassen-centrale.de

Inkes Favoriten

1 Fleetschlösschen: "Ein Spaziergang durch die historische Speicherstadt ist meiner Meinung nach ein Muss. Und wer dabei ein Postkartenmotiv zum Fotografieren sucht, sollte sich das alte Zollhäuschen Fleetschlösschen ansehen. Müde Füße? Darin befindet sich auch ein nettes Café."


Brooktorkai 17, www.fleetschloesschen.de

2 Planten un Blomen: "Eine der schönsten Parkanlagen Hamburgs mit großem japanischen Garten – und einem unschlagbaren Abenteuerspielplatz für Kinder, mit riesigen Fiberglasbergen, Baggern und Wasserspielen!"

Wallanlagen, www.plantenunblomen.de

3 Zum Schellfischposten: "Wer mal eine wirklich urige Seemannskneipe besuchen will, der sollte Richtung Fischmarkt zum ,Schellfischposten‘ spazieren. Seit dort Ina Müllers Sendung ,Inas Nacht‘ gedreht wird, ist hier zwar viel los, die Mischung aus Stammgästen und Touristen stimmt aber."


Carsten-Rehder-Str. 62, www.schellfischposten.de


Im Kinderladen "Vergisse Mein Nicht" gibt es süße Kinder-Kleidung

"Da ich gerade Mama geworden bin, liebe ich schöne Kinderläden"


Bis vor Kurzem war Simone Sauvignys Möbelladen "Lys Vintage" noch ein Geheimtipp – mittlerweile begeistert er halb Hamburg. Simones feines Gespür für skandinavisches Design und charmante Vintage-Stücke ist schuld, dass man sich beim Betreten ihres Ladens am Eppendorfer Weg 8 am liebsten komplett neu einrichten würde.

www.lys-vintage.com

Simones Favoriten

1 Harald Lubner: "Ein Laden voller Düfte für Belohnungs- und Trostmomente. Dank der kompetenten Parfümberatung von der Dame im Shop findet man jedes Mal ein Stück weiter zu sich selbst." 


Große Bleichen 23, www.harald-lubner.de

2 Vergiss Mein Nicht: "Dieser Retro-Kinderladen hat viele originale Lieblingssachen meiner eigenen Kindheit im Programm. Hier kann man beseelt Spielzeug und Kleidung einkaufen und im Babyglück schwelgen, wenn man wie ich gerade Mama geworden ist." 


Ottensener Hauptstr. 44, www.vergissmeinnicht-hamburg.de

3 Isemarkt: ",Erdbeeren, Ernte von heute‘, liest man dort oft – frischer geht es nicht. Dieser wunderschöne Eppendorfer Wochenmarkt ist der Beste, um zu schlendern, zu naschen und freitags per Großeinkauf das Wochenende einzuläuten."


Isestraße, unter den Hochbahn-Bögen


Bei "Wie Es Euch Gefällt" gibt es Mode von jungen Designern

"Sie mögen Schmuck? Meine Freundin kennt sich da aus ..."

Matthias Max ist Konditormeister und Inhaber von "Herr Max" am Schulterblatt 12, eines der reizendsten Cafés Hamburgs. Hier werden großartige Torten, Tartes und im Sommer himmlische Eissorten serviert. Unbedingt probieren: Basilikum-Eis! Auch Patisseriekurse kann man bei ihm buchen.

www.herrmax.de

Matthias’ Favoriten

1 Wie Es Euch Gefällt: "Hier geht meine Freundin am liebsten einkaufen. Die Inhaberin hat ein tolles Gespür für Mode, schneidert selbst und verkauft Stücke von jungen, unbekannten Designern, außerdem sehr süßen und besonderen Schmuck."


Juliusstr. 16, www.wieeseuchgefaellt.de

2 Galerie Robert Morat: "Der Inhaber dieser tollen Fotogalerie empfängt jeden Besucher persönlich und erzählt voller Herzblut über Künstler, Fotos und deren Hintergründe. Man bekommt sofort das Gefühl, Teil der Geschichten zu werden." 


Kleine Reichenstraße 1, www.robertmorat.de

3 Peacetanbul: "Der entspannteste Laden für großartiges türkisches Essen. Mit poppigem Interieur, guter Musik – und einem Team, das später am Abend oft die Stühle beiseiteräumt und mit den Gästen anfängt zu tanzen!"

Karolinenstr. 14, Tel. 040/59 45 87 77


Schiffe beobachtet man am besten auf dem Bootsanleger "Ponton op'n Bulln"

"Wer Schiffe gucken will, muss nach Blankenese!"

Er ist der Kiez-Kenner überhaupt: Arne Platzbecker veranstaltet unterhaltsame Schnitzeljagden über und um die Reeperbahn, die "Kiez Rallyes". Unter anderem werden die Teilnehmer in Hamburgs älteste Tätowier­stube und Spelunken wie den "Silbersack" geschickt. 


www.kiez-rallye.de

Arnes Favoriten

1 Ponton op’n Bulln: "Auf diesem Bootsanleger in Blankenese kann man lecker Kaffee trinken und große Pötte gucken. Aber das Beste an dieser Location: In den Sommermonaten wird bei schönem Wetter auf dem Ponton von 9 bis 10 Uhr Open-Air-Yoga gemacht."


Strandweg, www.pontonopnbulln.de

2 Fahrradtour durch den alten Elbtunnel nach Wilhelmsburg: "Ab Landungsbrücken einmal unter der Elbe durch – raus kommt man im Boom-Stadtteil Wilhelmsburg. Und wenn man schon mal da ist: Auf zum Ms Dockville-Festival mit großartiger Musik!" 


www.msdockville.de



3 Kampnagel: "Ich liebe Theater, Oper, Ballett. In diesem Kulturzentrum im netten Winterhude gibt es immer wieder junge, tolle Choreografien und Künstler, gewagte Experimente und Altbewährtes."


Jarrestr. 20, www.kampnagel.de


essen, trinken und übernachten - die besten Tipps

Übernachten

Superbude Hotel und Hostel: Hier sitzen Backpacker neben jungen Geschäftsleuten unter Kronleuchtern aus Schreibtisch­lampen und Bierkästen-Hockern, nahe der verkehrsgünstigen U-Bahn-Haltestelle Berliner Tor. Preiswert und ein bisschen verrückt.

DZ ab 59 Euro, www.superbude.de

Das Kleine Schwarze: Die geschmackvollen Pensions­zimmer im Schanzenviertel werden von stets wechselnden Werken deutscher Top-Fotografen geschmückt. Toll: das Frühstück im Garten.

DZ ab 95 Euro, 
www.das-kleine-schwarze.com

25Hours Hotel Hafencity: Falls Sie mitreden wollen, wenn alle über Hamburgs neues It-Hotel sprechen, sollten Sie hier einchecken. Passend zur Lage erinnert das Innere an einen Schiffsbauch, ausgestattet mit tollen Vintage-Accessoires und Sauna auf dem Dach. Spektakulär!

Zimmer ab 105 Euro, www.25hours-hotels.com/hafencity

The George Hotel: Design-Schmuckstück im Szeneviertel St. Georg nahe der Außenalster.

DZ ab 139 Euro, www.thegeorge-hotel.de 

Essen & Trinken

Osterdeich: Wenn sich Freunde zusammentun, um ihr Traum-Café zu eröffnen, kommt so was heraus: Quiches und Cupcakes, Herzhaftes auf Holzbrettern, dazu alle Champions-League-Spiele. Beim Sonntagsfrühstück passt eine Erzieherin auf den Nachwuchs auf!

Müggenkampstr. 35, Tel. 040/43 27 46 50

Teufels Küche: Multikulti essen vor oder nach dem Shoppen in den quirligen Straßen Ottensens – lecker und sehr gesund. 


Ottensener Hauptstr. 47, Tel. 040/39 80 49 77

Zum Alten Lotsenhaus: Geheimtipp am Elbufer zwischen putzigen Kapitänshäuschen. Tolle Elbterrasse, fantastische Süppchen und guter Fisch. 
Övelgönne 13, Tel. 040/880 01 96

Bullerei: Fleisch ist Ihr Gemüse? Dann nichts wie hin 
zu Star-Koch Tim Mälzer. Stylish abgeranzte Schultische im Deli, ab 18 Uhr Lounge-Ambiente im Restaurant. Nur die gelegentlichen Kamerateams nerven ... 


Lagerstr. 34b, Tel. 040/33 44 21 10

Skybar 20up: Die beste Vogelperspektive Hamburgs zu den süffigsten Cocktails gibt es hier in 90 Meter Höhe: Sieben Meter hohe Panoramafenster geben den Blick frei auf Hafen und Umgebung. Sportlich-elegante Abendgarderobe erbeten.

Im Empire Riverside Hotel, Bernhard-Nocht-Str. 97, Tel. 040/31 11 97 04 70


Text: Tina Röhlich Bildnachweise: Heike Ollertz, fotolia


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