Meine Insel ist die schönste!

Wo kann man sich besser erholen als auf einer Insel mitten im Meer? Wir finden nirgends und stellen Ihnen unsere Lieblings-Eilande im Norden vor.

Muhu (Estland)

Wer mal eine Pause von der Gegenwart machen will, muss Muhu kennenlernen. Jedes Mal, wenn ich diesen Satz sage, wird als Antwort gekichert. Muhu. Da denkt man an Kühe. Nicht ganz zu Unrecht. Während der sowjetischen Besatzung war die Insel Weidefläche für eine Milch-Sowchose. Heute zupfen die Pferde des querköpfigen Insulaners Martin Kivisoo das Gras – mit deren Zucht er lange vor der Wende begann, als das noch verboten war.

Angelika Brodde, Ressort Schönheit

Auf seinem 1879 erbauten Hof Tihuse kann man für rund 20 Euro pro Übernachtung mit Frühstück eine Reise in die Vergangenheit antreten. Knarzende Dielen, alte Möbel und morgens Graubrot mit hausgemachtem Heringssalat in einer Küche, die aussieht wie im Astrid-Lindgren-Museum: Romantischer geht’s nicht. Will man nicht per Pferd die Insel erkunden, braucht man Wanderschuhe oder ein Mountainbike, denn die knapp 2000 Muhuaner legen mehr Wert auf Tradition als auf Straßen. Sandwege führen zu ihren verstreut liegenden Reetdachhäusern, von denen viele erheblich älter aussehen als die schmucken Höfe im Freilichtmuseum Koguva. Auch das einzige Luxushotel atmet Geschichte: Die ältesten Mauern im Schlosshotel "Pädaste Manor" datieren aus dem 16. Jahrhundert. www.muhu.info


Amrum

Meine ersten Sommerferien mit drei Jahren, meine erste Liebe, meine Flitterwochen ... "Meine Insel" begleitet mich durchs Leben. Egal zu welcher Jahreszeit, ob ich allein zum Durchatmen komme oder mit meiner Familie zum Abenteuern – Amrum macht glücklich! An den Farben kann ich mich kaum sattsehen, den Duft von Kiefern, Heide und Meer sauge ich auf. Und wenn der Wind im Strandhafer rauscht, kuschele ich mich am liebsten in meine Decke und döse im Strandkorb weg. Von diesem kleinen Glück hat Amrum massenhaft zu bieten, etwa den Kniepsand, einen 1,5 Kilometer breiten, gefühlt unendlichen Sandstrand.

Tanja Maus, Grafikdesignerin

Oder die aus Strandgut zusammengezimmerten Piratenschlösser (Foto). Der Berliner Künstler Panscho machte damit vor vielen Jahren den Anfang. Ich fuhr damals mit Schlafsack und neuem Freund hin, wir lebten ein Wochenende in unserem Schlösschen und fühlten uns wie Nordsee-Hippies. Unsere Flitterwochen verbrachten wir später im reetgedeckten "Friesenhof" im Inseldorf Nebel. Am Ende der Ferien heißt es zwar immer: "Wir haben ja mal wieder nicht viel geschafft ..." Aber was soll’s, dann eben nächstes Jahr – zum Glück sind die Friesen beständig. www.amrum.de


Avernakø

Kleine Fähren, die aus einer Art Fischmaul Pkws oder einen Trecker ausspucken, ein Tante-Emma-Laden, kein Restaurant, ein schilfumrandeter Dorfteich, eine Ferienkolonie aus bunten Holzhütten, ein knurriger Inselfischer, der Makrelen räuchert (wenn keine beißen, auch Hähnchen), stolze dänische Höfe und der Geruch von abgebrannten Stoppelfeldern – all das ist Avernakø.

Eine ganze Menge, könnte man sagen, aber eben auch: mehr nicht. Bis auf die Sommermonate, wenn Hunderte Segler das Mini-Eiland in  der dänischen Südsee anlaufen, ist hier der Hund begraben. Aber auch die Segler segeln bald weiter, nach Lyø, Aerø oder dem Festland. Und dann sitzt man wieder in der Abendsonne am Ostseestrand, grillt Marshmallows, trinkt noch einen Cidre und freut sich, dass man es endlich, endlich gefunden hat: das Glück.


Fehmarn

Was für ein Glück: Wir waren zehn Tage da, zehn Tage schien die Sonne. Geregnet hat es nur einmal, nachts. Morgens barfuß durch das taunasse Gras zum Strand zu schlendern, den Kaffeebecher in der Hand, und den Blick übers Meer zu genießen – das war wunderschön. Solch ein Wetterglück ist auf Fehmarn nicht selten. Mit 2000 Sonnenstunden im Jahr ist es eine der sonnigsten Regionen Deutschlands. Das Glück war übrigens gar nicht teuer: Wir hatten mit zehn Freunden vier Camper im amerikanischen Stil gemietet, die wie eine kleine Wagenburg zusammenstanden.

Katrin Steffens, Ressort Küche

Abends hingen wir nach Drachen-Wettsteigen oder Fahrradtouren in den Liegestühlen und schafften es gerade noch, die Würstchen auf dem Grill umzudrehen. Wer doch mal Stadtgefühl brauchte, fuhr ins malerische Burg. Und die Anreise? Keine Warterei auf die Fähre, man düst einfach mit dem Auto über die Fehmarnsundbrücke. Ein Traum! www.fehmarn.de


Borkum

Laufen, laufen, laufen gegen den Wind, die Wellen schlagen neben mir an den Strand, mein Blick wandert vom Horizont zu den Trupps quirlig kleiner Watvögel, die sich um Muscheln streiten. Nach Borkum, der größten deutschen ostfriesischen Insel weit draußen in der Nordsee, zieht es mich immer wieder – aber nur in der Nachsaison, wenn die Strände so gut wie leergefegt sind. Eigentlich ist es nicht so spannend hier: Ewig weiten Strand findet man auch auf den anderen Inseln.

Manuela Grosche, Chefin vom Dienst

Der Hauptort besticht weder durch mondänes Flair noch hippe Cafés, eher scheint er ein wenig den Anschluss verpasst zu haben. Doch genau das gefällt mir, hier beginnt auch meine Uhr langsamer zu ticken. Das innere Gebrabbel hört auf. Vor allem, wenn ich mir nach einer Fahrradtour durch die Greune Stee, ein Sumpfgebiet im Inneren der Insel, eine Wellnessbehandlung gönne oder im "Gezeitenland" in die Sauna gehe und von der Liege aus weit über die Dünen aufs Meer schaue. Danach ein guter Fisch zum Abendessen und früh ins Bett. Das ist für mich Borkum. www.borkum.de


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