Sommertage in Zürich

Die Sommermonate in der Schweizer Metropole Zürich sind besonders schön, weil es hier ruhig und gelassen zu geht. Eine Hommage an Zürich.

Es gibt Städte, die bewegen dich (Paris), andere prüfen dich (New York), und dann gibt es auch welche, die lassen dich einfach in Ruhe. Das mag fad klingen, ist in Wahrheit aber fantastisch. Es erlaubt einem nämlich, sich auf das zu konzentrieren, um was es im Leben geht: genießen! Kein Ort der Welt eignet sich dafür besser als Zürich. Gründe dafür? Die sehr beherrschbare Größe der Stadt, die sich auch ohne Plan erschließt, man spricht Deutsch, außerdem scheinen in der Schweizer Metropole die Kuckucksuhren eine Spur langsamer zu ticken als anderswo, was gerade im Sommer eine Wohltat ist. Man hat ja eh nichts groß zu tun, außer den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und ab und an in einen See zu hüpfen.

Zum Ankommen schlendert man entweder über den Wochenmarkt zum Bürkliplatz, kauft ein Stück Senner Bergkäse am Chäsi-Stand und badet im Anblick der Kornblumen und Geranien. Oder aber: Man geht ins "Frauenbadi". Das wäre mein Tipp. Die nostalgische Frauenbadeanstalt am Stadthausquai ist täglich von 7.30 bis 19 Uhr nur für Frauen geöffnet. Wenn man zeitig aus dem Bett kommt, kann man dort unter freiem Himmel und mit Blick auf den Zürisee sogar Yoga machen. Es ist einer der friedvollsten Orte, die ich kenne. Ganze Tage könnte man dort verbringen!

Vielleicht liegt meine Liebe zu dieser Stadt daran, dass ich stets im Sommer dort war. Nicht auszuschließen, dass es dort auch in den Wintermonaten puppig ist, vielleicht sind ja dann die Frauenbadis zugefroren, und man kann dort Schlittschuh laufen?

Und nach dem Schwimmen? Ab in die Münstergasse – dort findet man die Kaffeerösterei Schwarzenbach: Seit 1864 gibt’s dort "Kolonialwaren". Tolles Wort, tolle Leckereien für ein Picknick! Wer dicke Füße hat, kann sich auch ein Radl gegen 20 Franken Kaution bei "Züri rollt" leihen. Wenn’s langsam dunkel wird, schaut man in einem der Seebäder vorbei, dort finden abends Konzerte statt. Ach ja, und man muss einmal in seinem Leben in der "Kronenhalle" gegessen haben! Das legendäre Restaurant gibt es seit 1925, hier aßen schon Albert Einstein, Andy Warhol, Federico Fellini und, öh, Heidi Klum. Aber bitte Contenance, Handy aus und keine Socken in den Sandalen tragen! Sagte ich bereits, dass ich Zürich liebe?

Restaurant- und Hotel-Tipps

Übernachten


Hotel Kindli 
Die plüschigere Alternative zum Designhotel – mit großartigen, handgemachten Hästens-Betten und Kiehl’s-Produkten im Badezimmer. Leider teuer: DZ ab 250 Euro. 


Pfalzgasse 1, http://kindli.ch/hotel.html

Essen & Trinken


Café Sprüngli 
Hier frühstückt man ein Birchermüsli, während man die feine Zürcher Gesellschaft dabei beobachtet, wie sie Champagner unter Schirmen nippt. 


Bahnhofstr. 21, www.spruengli.ch



Café Schober 
Die älteste Konditorei von Zürich. Einfach auf die Terrasse an eines der runden Tischchen mit den rosafarbenen Tischdecken setzen, ein Erdbeereis essen oder eine „Ovo“ trinken. Perfekt. 


Napfgasse 4, www.cafe-konditorei-schober.ch


Text: Susanne Kaloff, Fotos: Fotolia


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