Wunderschönes Mallorca

Mallorca ist die vergessene Perle im Mittelmeer. Nie gesehen und oft davon geträumt.




Cala Mesquida: Adobestock/Dominik Rueß; Cala Figuera: AdobeStock/lunamarina

Cala Portals Vells 

Lage: Im Südwesten, 5 Kilometer südlich von Magalu. Es gibt Menschen, die reisen nur wegen dieser wildromantischen Schönheiten nach Mallorca. Landen im wunderbaren Palma und machen sich sofort auf den Weg – in die Cala Portals Vells. Denn hier locken drei Bilderbuch-Buchten auf einen Schlag. Der Pinienwald duftet und krallt seine Wurzeln fast bis ans Wasser in den trockenen Boden. Dazwischen graben sich die Buchten ins Land, kleine Nischen, in deren Scheiteln sich sandige Flächen ausbreiten, kaum breiter als  20 Meter.  Auf den flachen Felsen können Sie wunderbar Ihr Handtuch ausbreiten und den Logenplatz am  Meer genießen.

Beste Tageszeit: Morgens, dann ergattern Sie noch eine der wenigen Liegen. Unbedingt mitnehmen: "Der Magus" von John Fowles. Das Buch ist die Vorlage für den gleichnamigen Film mit Michael Caine und Anthony Quinn, der 1967 hier gedreht wurde. Für Tatendurstige: zu den Höhlen im Süden der Bucht klettern oder schwimmen. Dort befindet sich die Grottenkirche "Cova de la Mare de Deu" mit ihrem historischen Altar.


Cala Figuera

Lage Von Pollença aus ca. 10 Kilometer Richtung Norden.
Die Straße PM 221 windet sich durch dichten Wald, alle paar Minuten glitzert das Wasser durch das Grün. Bei Kilometerstein 13 muss man scharf links abbiegen, und dann liegt sie auch schon da: die Cala Figuera, nördlichste Bucht Mallorcas, im Schatten der massigen Felswände der Serra de Tramuntana. Hier im Inselnorden zeigt Mallorca sein anderes Gesicht – eines, das so gar keine Ähnlichkeit hat mit dem lieblichen namensgleichen Fischerdörfchen im Süden.

Diese Cala Figuera ist rau. Aber der grobe Kiesstrand ist ohnehin nicht der beste Platz. In der Cala Figuera nimmt man sein Sonnenbad auf den kleinen Felsplateaus, die links und rechts ins Meer ragen und von denen aus man zu den Fischen ins Wasser gleiten kann, die eilig auseinanderstieben. 

Mitnehmen: festes Schuhwerk und einen Picknickkorb. Beste Tageszeit: nachmittags sonnen und abends die letzten fünf Kilometer bis zum Cabo Formentor zurücklegen. In der Leuchtturm-Bar "Palo" bestellen, mallorquinischen Likör mit Chinin und gekochten Orangen- und Zitronenschalen. Mmh!

Cala Mesquida

Lage  Im Nordosten, nahe Cala Rajad. 
Möwen kreischen, Kormorane torkeln im Wind, in der Ferne hört man Ziegen meckern. "Die laufen in den Dünen und zwischen den Aleppokiefern da hinten herum", erklärt der junge Blonde hinter der Bar. Er deutet in die Richtung, aus der das Gemecker kommt.

Deshalb steht die Cala Mesquida auch unter Naturschutz: der Strand, der Wald rundherum und die Dünen, die sich in Windrichtung wellen. Sieht fast ein wenig friesisch aus. Doch wer von hier aus den Blick schweifen lässt, wird eher an die Karibik denken: Der Sand ist genauso weiß, und das Wasser gleitet  so sanft und türkis ins Meer, als hätte ein Maler Hand angelegt. 

Für Tatendurstige: an der Bike Station Cala Mesquida ein Mountainbike leihen und in eine der Nachbarbuchten radeln. Oder am östlichen Ende den lila Markierungen folgen und die drei Kilometer in die Cala Agulla wandern. Ohne geht nicht: in der Strandbar ein "Granizado" kaufen, halbgefrorenes Wassereis. Favorit: Limone!


Cala Petita

Lage Im Inselosten Cala Petita? Auch alteingesessene Mallorquiner zucken meist die Schultern, wenn sie nach dieser geheimen Perle gefragt werden. Dabei ist die Antwort ganz schlicht und lässt sich sogar in Zahlen ausdrücken: 39°32,8’ Nord, 003°21,4’ Ost.

Die Minibucht im Inselosten findet sich am besten mithilfe dieser Koordinaten. Denn der Feldweg, der hinter den letzten Häusern von Porto Cristo Richtung Meer abbiegt, ist leicht zu übersehen. Doch nach der etwas mühseligen Anfahrt und dem letzten halben Kilometer, den man nur zu Fuß zurücklegen kann, entschädigt die Cala Petita für alle Mühen. In der schmalen, von Felsen gesäumten Bucht gibt es keine Häuser, nur stille, schroffe Klippen, einen rund 20 Meter langen Strand und wenige, wirklich sehr wenige Badegäste. Was die hier tun? Sonnen, schnorcheln, Ruhe tanken. Die ganz Mutigen klettern am Südufer entlang zu einem Felsen, der sich fünf Meter hoch übers Meer erhebt – und springen hinunter...

Mitnehmen: Eine Kühltasche mit kalten Getränken und "Coca", die mallorquinische Pizzavariante, denn in der Cala Petita gibt es keine Strandbar. Hinfinden: auf der PMV 4023 von Porto Cristo Richtung Son Servera, nach ca. 650 Metern rechts, nach 250 Meter weiter geradeaus auf einem Feldweg, der nach weiteren 250 Meter endet. Von hier aus geht es auf einem schmalen Pfad rund 500 Meter weit Richtung Osten.

Cala Barca

Lage Zwischen Porto Cristo und Calas de Mallorca.
Schwimmer sollten hier hin und wieder ihre Blicke die Felsen hinaufwinden. Denn immer wieder fallen am Nordufer Sportkletterer aus den Felsen wie anderswo Äpfel vom Baum. Doch keine Sorge, das ist völlig ungefährlich! Außer Nasswerden passiert denen nichts. Auch in die höhlenartigen Löcher in der Felswand kann man gefahrlos hineinschwimmen. Aber natürlich kann man sich auch einfach an einem der zwei weißen Sandstrände an das ausgeblichene Treibholz lehnen und den Jachten beim Vorbeituckern zusehen.

Mitnehmen: Wasser, es gibt keine Strandbar. Und "Ensaïmadas", die leckeren, in Olivenöl gebackenen Hefeteigschnecken (gibt’s in jeder Pastelaria). 

Für Angeber: Ein Sprung durch das fast kreisrunde Loch im  Felsen ins Meer ist hier sehr beliebt.

Hinkommen: Die An- und Abfahrt ist auch per Ausflugsboot ab Porto Cristo möglich.


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