Trendspotting: Mama-Merchandise
07
Aug

Trendspotting: Mama-Merchandise

Hippe Online-Shops bieten modische Kleidung speziell für Mütter.

Mode

Kennt ihr diese Shirts, auf denen "Mutti ist die Beste" steht? Nichts gegen den Inhalt des Spruchs: Mutti IST ja wirklich oft die Beste (und Vati natürlich der Beste). Aber ein bisschen angestaubt finde ich den Claim trotzdem. Vielleicht liegt das daran, dass er gefühlt schon seit Jahrzehnten auf Kleidung prangt, die nicht sonderlich modisch ist. Zum Glück ändert sich das gerade! Also die Sache mit der Kleidung. Auf der Suche nach kreativen Geschenken für meinen fast komplett zu Eltern werdenden Freundeskreis bin ich in letzter Zeit immer wieder auf Shops gestoßen, die sich darauf spezialisiert haben, Shirts, Pins oder Beutel mit Mama-Botschaft zu vertreiben. Auf eine wirklich moderne, vor allem aber modische Art! Drei der coolsten Shops möchte ich euch vorstellen:

WOMOM

Noch ganz frisch ist der Shop der drei Münchnerinnen Kerstin Rothkopf, Annette Granados und Tatiana Peco. Ihr Motto lautet: "Be a mom, be a woman". Nur weil eine Frau Mama werde, bedeute das nicht, dass sie ihre Fraulichkeit im Kreissaal abgeben würde. Vom Schubladendenken der Industrie, die in Mode für "Frauen" und Mode für "Schwangere" unterscheidet, wollen sie weg. Und nicht nur von den Kategorien im Fashionzirkus. "Wir wollen, dass sich jede Frau in jeder Situation ihres Lebens toll fühlt – genau so, wie sie ist." Die Shirts ihres Labels Womom tragen deshalb augenzwinkernde und gleichzeitig empowernde, toll designte Schriftzüge wie "Milk" und "Mutti" oder haben stilisierte Brust- und Frida-Kahlo-Prints. Mama zu sein und dazu zu stehen, hat absolut nichts Uncooles an sich. Gleichzeitig sollen Frauen, die keine Mamas sind (und keine werden wollen), bei Womom nicht ausgegrenzt werden. Auch top: Laut Angaben der Macherinnen sind die Shirts zu 100 Prozent organic, fair trade und werden lokal bedruckt. Ich bin Fan.

THE BEE AND THE FOX

Dank The Bee and the Fox könnt ihr gleich eure ganze Familie ausstatten. Mit einem ganz klassischen Modell – schwarzer "Mama Bird"-Print auf weißem Stoff (mein Favorit!) – wurde das kleine US-amerikanische Label auf Instagram bekannt. Daneben gibt es Shirts mit "Papa Bear" für Männer, Bodys mit "Baby Bear" für die Kleinsten und Oberteile mit "Big Sister" oder "Big Brother" für die älteren Geschwister. Gemein ist allen Kleidungsstücken ein schöner Retro-Stil, der an die 70er erinnert und das Flair Kaliforniens versprüht. Kein Wunder: In dem Sonnenstaat gründeten Ashley und Willy, Ehepaar und Eltern, Ende 2014 das Label – zusammen mit Ashleys bester Freundin Janet, die ihre Designs beisteuerte.

MÈRE SOEUR

Dieses kleine Label, 2015 gegründet von der in Dublin lebenden Mama Carrie Anne, entdeckte ich schon vor ein paar Monaten dank der wunderbar entspannten Hamburger Mama-Bloggerin Ivy Meyer. Als sie eines der Shirts bei Instagram präsentierte, war ich sofort Feuer und Flamme. Mit Claims wie "Raising the Future" haben manche Modelle von Mère Soeur eine starke Botschaft, die auf den ersten Blick ersichtlich ist und Politik auf lässige Art und Weise in den Kleiderschrank holt. Supergut gefallen mir auch die locker geschnittenen Sweatshirts. Oder die Pins mit "MumClub"- und solidarischem "Mère/Soeur"-Schriftzug – für mich das perfekte Geschenk, wenn es etwas spezieller und eher eine Kleinigkeit sein soll. Der Look ist insgesamt taffer als der der anderen Labels, zum Teil fast schon punkig. Aber das finde ich gerade gut.

Eure IVA


© Fotos: Kerstin Rothkopf