DIY: Fotogeschenke mit Cyanotypie
28
Dez

DIY: Fotogeschenke mit Cyanotypie

Wir verlosen 3x das Buch "Von Hand gedruckt".

Spätestens dann, wenn der Schneeregen regelmäßig oben in den Mantel kriecht, ist für mich die Zeit gekommen, in der ich mich hinsetze und mir die DIY-Projekte vorknöpfe, die schon ewig auf meiner To-Do-Liste stehen. Vor ein paar Tagen erst habe ich eine einfache Makramee-Blumenampel für meine kleine Monstera im Arbeitszimmer geknüpft. In den kommenden Wochen will ich – die Heizung auf Kuscheltemperatur aufgedreht, einen großen Becher heißen Kakao und noch eine größere Schüssel mit Spekulatius vor mir – weitere Dinge basteln, die bei Geburtstagskindern für glückliche Gesichter sorgen. Was bei meinen Lieben erfahrungsgemäß immer gut ankommt, sind Fotogeschenke. Als nächstes stehen deshalb Bastelabende mit der Methode der Cyanotypie an. Äh, Cyanowas?!

Bevor ich durch Zufall auf einen entsprechenden Craft-Workshop in Berlin stieß, hatte ich keine Ahnung, was das sein könnte. Zuerst dachte ich an einen Kurs zum Blumenbinden. Oder eine spezielle Fortbildung in Schönschrift. Beides falsch. Bei Cyanotypie, auch Blaudruck genannt, handelt es sich um ein bereits 1842 entwickeltes Verfahren, Fotos ganz ohne Labor oder sperriges Equipment zu drucken. Was ihr stattdessen braucht: Experimentierfreude und die richtigen Chemikalien. Dann entstehen Abzüge in einem betörenden Blau, die mehr Kunst als Fotos sind.

Ohne Schutzkleidung geht es nicht!

Wie in dem DIY-Buch "Von Hand gedruckt" (Haupt Verlag) erklärt wird, bestreicht ihr zunächst ein Stück Papier mit einer Lösung, die üblicherweise aus Ammoniumeisencitrat und Kaliumferricyanid besteht. Diesen Sensibilisator könnt ihr selber herstellen oder als Konzentrat schon fertig gemischt bekommen, zum Beispiel im Foto- oder Druckfachhandel. In jedem Fall muss die Lösung "an einem kühlen, dunklen Ort in einer bernsteinfarbenen Glasflasche aufbewahrt und im Dunkeln gleichmäßig aufgetragen werden", heißt es in dem Buch. Ganz wichtig sei auch, beim Hantieren mit den Chemikalien Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille und eine Schürze zu tragen.

Bis es bei mir mit der Cyanotypie richtig geklappt hat, habe ich ein paar Versuche gebraucht - seit den ersten Erfolgen bin ich Fan. Die entstehenden Bilder haben etwas Mystisches und wirken zum Beispiel gerahmt in helles Holz toll an der Wand. Für mich die tollste DIY-Entdeckung des Jahres und eine Möglichkeit, ganz besondere Fotogeschenke zu gestalten. Eine DIY-Anleitung darüber, wie ihr Cyanotypie an einem gemütlichen Nachmittag zu Hause ausprobieren könnt, habe ich hier aus "Von Hand gedruckt" für euch.

Auf unserer Facebook-Seite könnt ihr außerdem insgesamt 3 Exemplare des Buchs gewinnen.

Eure IVA

Buchcharakter "Von Hand gedruckt"

Buchtipp

Hochdruck, Siebdruck, Cyanotypie und mehr: Wer sich etwas intensiver mit der Kunst des (Foto-)Drucks befassen will, findet in Vanessa Mooncies "Von Hand gedruckt" einen umfassenden DIY-Guide. Dank grafisch gestalteter Step-by-Step-Anleitungen werden selbst etwas kompliziertere Techniken anschaulich und nachvollziehbar erklärt. Definitiv nichts für Husch-Husch-Bastler*innen. Aber wer sich reinhängt, wird dafür mit künstlerisch anmutenden Ergebnissen belohnt.

Vanessa Mooncie: "Von Hand gedruckt", 29,90 € über den Haupt Verlag. 


© Fotos: AdobeStock/Gunnar; Haupt Verlag