Zimmerpflanzen richtig wässern – so geht's!
31
Jan

Zimmerpflanzen richtig wässern – so geht's!

So lernt ihr, eure grünen Mitbewohner richtig zu versorgen.

Statt eines grünen Daumens habe ich ein Händchen dafür, Zimmerpflanzen schon nach kürzester Zeit verenden zu lassen. Es ist nicht so, dass ich mich nicht bemühen würde: Es gab Phasen, da habe ich Gießzeiten als Termine im Kalender vermerkt und mich von meinem Smartphone daran erinnern lassen, Monstera, Ficus oder Musa mit Flüssigem zu versorgen – ohne Erfolg. Mehr als ein paar Monate überlebt in meiner Wohnung niemand. Und es liegt definitiv nicht daran, dass ich das Gießen vergessen würde! Darauf, dass es genauso verheerend ist, Pflanzen zu viel Wasser auf einmal zu geben, sie zu regelmäßig oder an den falschen Stellen zu gießen, brachte mich meine Freundin Frauke, die einen kompletten Urban Jungle in ihrer 1-Zimmer-Wohnung beherbergt. Sie gab mir ein paar allgemeine Leitregeln mit auf den Weg. Ganz konkrete Tipps zum Nachlesen, unter anderem darüber, wie die Sache mit dem Gießen bei Zimmerpflanzen richtig geht, fand ich in dem neuen Ratgeber "So überleben Zimmerpflanzen garantiert". Ein paar dieser Hinweise möchte ich hier mit euch teilen:

Wie viel wässern?

Wann muss gewässert werden? Und wenn ja, wie stark? Um das herauszufinden, solltet ihr Folgendes in Betracht ziehen:

•   Zu starkes Wässern ist der Hauptgrund für ruinierte Zimmerpflanzen. Zu wenig Wasser tut den Gewächsen aber auch nicht gut.

•   Gießt nicht stur nach Zeitplan – richtet euch lieber nach dem individuellen Bedarf der Pflanze. Die meisten Gewächse müssen erst gegossen werden, wenn die obersten 1–2 cm des Substrats trocken sind. Ihr prüft das, indem ihr den Finger in die Erde stecken. Hat eine Pflanze eine Blattrosette, die das Substrat bedeckt, müsst ihr allerdings anhand des Topfgewichts herausfinden, ob noch genug Wasser im Topf ist.

•   Das Substrat sollte feucht, aber nicht nass sein. Die meisten Zimmerpflanzen vertragen kein sumpfiges Milieu. Überschüssiges Wasser lässt man ablaufen.

•   In Tongefäßen trocknet Substrat schneller aus als in einem Plastik- oder Keramiktopf, da Ton porös ist und das Gießwasser schneller verdunstet.

•   Die meisten Pflanzen brauchen im Winter weniger Wasser, da sie in dieser Zeit nicht wachsen. Einige fordern sogar eine Winterruhe ein, um wieder blühen zu können.

Zu wenig Wasser?

Welkt eure Pflanze, kann es am Wassermangel liegen. Prüft auf jeden Fall das Substrat, denn sie kann auch welken, weil sie zu stark gegossen wurde.

Die Rettung: Bringt eure Pflanze an einen schattigen Platz und füllt eine Schüssel mit lauwarmem Wasser. Taucht die Pflanze nun  in ihrem Plastiktopf mit Abzugslöchern in das Wasser; ggf. muss er  beschwert werden. Lasst den Topf  etwa 30 Minuten im Wasser stehen, dann herausnehmen und  abtropfen lassen. Binnen einer Stunde sollte die Pflanze sich wieder erholen.

Zu viel Wasser?

Auch zu viel Wasser kann Pflanzen welken lassen. Es befördert sie sogar noch schneller ins Jenseits als zu wenig Wasser.

Die Rettung: Holt die Pflanze aus dem Topf und wickelt den Ballen in Zeitungs- oder Küchenpapier – ggf. auch mehrmals, bis das Papier die Feuchtigkeit aufgesaugt hat. Setzt den Ballen nun in frisches Substrat. Die Pflanze sollte nicht in der prallen Sonne stehen. Haltet das Substrat einige Wochen nur ganz leicht feucht.

Cover: "So überleben Zimmerpflanzen garantiert"

Buchtipp

Der Ratgeber "So überleben Zimmerpflanzen garantiert" gibt Anfänger*innen wie mir Tipps für die Anschaffung möglichst unkomplizierter grüner Mitbewohner, liefert wertvolles Know-how für die richtige Pflege und dazu Hinweise auf ein Survival-Programm, um angeschlagenes Grünzeug doch noch retten zu können. Super zum gezielten Nachschlagen in Zeiten der Unsicherheit – oder um sich erst mal wichtiges Basiswissen anzueignen.

Veronica Peerless: "So überleben Zimmerpflanzen garantiert", 12,95 € über den Dorling Kindersley Verlag.

Eure IVA


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