Jetzt wird gespart!
06
Feb

Jetzt wird gespart!

Die besten Anlaufstellen, um als Frau finanziell unabhängig zu werden. 

Die Gender Pay Gap, über Jahrzehnte hinweg nur in Teilzeit arbeiten, hauptsächlich die Kinder betreuen und dadurch unbezahlte Care Arbeit leisten, innerhalb der Partnerschaft finanziell abhängig sein und im Falle einer Trennung keine Rücklagen, keine vertragliche Absicherung haben: Die Gründe, warum vor allem Frauen mit der Rente in die Armut rutschen, sind vielfältig – und Themen wie Vermögensaufbau oder private Altersvorsorge gleichzeitig so beliebt wie eine Wurzelbehandlung. Dafür, dass wir unsere Finanzen selbstbestimmt in die Hand nehmen und die Scheu vor Tagesgeldkonten, EFTs und Co. verlieren, setzen sich aktuell eine ganze Reihe toller Frauen ein. Hier unser Überblick über die besten Anlaufstellen im Netz, um die Sache mit dem Sparen als Frau endlich richtig anzugehen.

Gezielt Fakten sammeln & Antworten finden

Finanziell unabhängig werden, kontinuierlich das Sparschwein füllen und letztendlich investieren, um sich finanziellen Puffer aufzubauen, klingt ja schon mal super – aber wie bekommt man das alles denn nun konkret hin? Einen super Einstieg bietet das "Was verdient die Frau"-Webinar mit dem programmatischen Titel "Money, Money, Money". Im Videoformat stehen hier Finanzexpertinnen Rede und Antwort. Einen Überblick über die häufigsten Fragen und wichtigsten Infos bekommt ihr außerdem in Form einer knackigen Checkliste. Optisch und zum Großteil auch inhaltlich richtet sich die DGB-Initiative "Was verdient die Frau" eher an Jüngere, allerdings sind viele nützliche Fakten so übersichtlich, einfach und unterhaltsam erklärt, dass hier alle Frauen mit Grundsatzfragen gut aufgehoben sind. Basiswissen und konkrete Tipps findet ihr auch auf gut strukturierten Finanzblogs wie "Fortunalista" oder "Geldfrau".

Bitte ein Ohr! Finanzwissen via Podcast

Um uns ernsthaft mit unseren Finanzen auseinandersetzen zu können, müssen wir (am besten miteinander) darüber sprechen – dieses Credo verfolgt auch die für Gleichstellung eintretende Journalistin, Bloggerin und Podcasterin Katrin Rönicke. In einer Folge des feministischen Formats "Der Lila Podcast" diskutiert sie mit Susanne Klinger, Mitbegründerin des Blogs "Mädchenmannschaft", wie sich Frauen durch partnerschaftliche Beziehungen in finanzielle Zwickmühlen begeben – oder von der Politik gedrängt werden – und dadurch einen verminderten Rentenanspruch haben. Ebenfalls weniger ums Sparen als darum, warum Frauen normalerweise immer noch so viel schlechter verdienen als Männer, geht es der Susanne Klingler in ihrem eigenen Audible-Podcast "Mind the Gap". Er ist besonders spannend, um die eigene Lohnabrechnung noch mal mit anderen Augen zu sehen, Ungerechtigkeiten zu reflektieren und mit handfestem Wissen aktiv für eine Verbesserung der persönlichen Umstände einzustehen.

Eine Community im Rücken: Eine für alle, alle für Eine

Keine Zeit, keine Lust, keine Ahnung?! Wer immer neue Ausreden dafür findet, sich mit den eigenen Finanzen auseinander zu setzen, bekommt in Communities einen Schubs in die richtige Richtung. In Finanzforen speziell für Frauen tummeln sich Spar-Anfängerinnen und Cash-Expertinnen gleichermaßen und empowern sich gegenseitig dabei, Vermögen aufzubauen. Hier hatte ich bereits von Finanzguru Natscha Wegelin aka Madame Moneypenny geschwärmt. Wärmstens empfehlen möchte ich euch an dieser Stelle auch ihre Facebook-Gruppe "Madame Moneypenny – Finanzielle Unabhängigkeit für Frauen", in der ihr eure individuellen Anliegen mit rund 30.000 anderen Frauen diskutieren und durch Fallbeispiele wertvolle Tipps rund um die Themen Sparen, Altersvorsorge und Vermögensaufbau bekommt. Neben dem Austausch im Netz finden offline Mitgliedstreffen in verschiedenen Städten statt. Wer vor allem daran interessiert ist, kann auch das "Female Finance Forum" von Finanzcoach Christina Müller als Anlaufstelle für den gezielten Austausch mit Gleichgesinnten nutzen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig in kleinen Runden. Daneben bietet das "Female Finance Forum" einmal wöchentlich hilfreichen Input in Form eines Newsletters.

Also auf, keine Ausreden mehr!
Eure LAVIVA


© Foto: AdobeStock/Tierney