Ahornsirup: Zuckersüßer Baum-Saft

In Kanada ist der Saft des Ahornbaums vom Frühstückstisch nicht wegzudenken. Aber wussten Sie, dass der Sirup auch eine gesunde Zutat enthält?

Der Klassiker aus Kanada: Pancakes mit Ahornsirup

Food-Guide: Ahornsirup

"Zucker ist da!" So ungefähr heißen die Feste, die um den März herum in den Wäldern Kanadas gefeiert werden. Beim "Sugaring Off" wird nicht nur gegessen, getrunken und getanzt: In der Hauptsache geht es darum, den frisch gezapften Ahorn-Baumsaft in großen Eisenpfannen über dem offenen Feuer einzudicken. Ist so viel Flüssigkeit verdampft, dass der Zuckergehalt bei rund 67 Prozent liegt, haben sich auch die Aromen verdichtet, und der Saft ist leicht karamellisiert. Der Ahornsirup enthält dann neben einer Menge Zucker und Aroma noch eine gute Portion vom Spurenelement Zink - genau das Richtige zur Frühjahrsgrippe-Abwehr.

Genießen: Der eher dünnflüssige Sirup ist die perfekte Krönung für Pfannkuchen (besonders für die klassischen dicken American Pancakes) und Nusseis. Unschlagbar lecker: Beerenkompott mit Schlagsahne und als Krönung Ahornsirup! Ein heimlicher Star ist der süße Saft auch bei den Salatsaucen. Sein Aroma passt prima zu Nussölen und Balsamicoessig, außerdem lässt er sich viel einfacher untermischen als etwa Honig.

Einkaufen: Grundsätzlich gilt: Je dunkler der Sirup, desto kräftiger, manchmal fast herb ist sein Geschmack. Ahornsirup gibt es bei uns in drei Qualitätsstufen: Grad A (hell, fein aromatisch), Grad B (dunkler, kräftiger) und Grad C (dunkel, herb-kräftig). Will man den Sirup pur verwenden, lieber zu Grad A greifen, zum Kochen und Backen reichen auch B oder C. Angebrochene Flaschen sollten stets im Kühlschrank auf ihren nächsten Einsatz warten.

Rezept: Apfel-Walnuss-Muffins mit Ahornsirup

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Zutaten für 12 Stück

  • 50 g Butter
  • 1 großer Apfel (ca. 150 g)
  • 250 g Mehl
  • 50 g gehackte Walnusskerne
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 120 ml Buttermilch
  • 100 g Ahornsirup
  • 1 Ei

1. Die Butter im Wasserbad schmelzen, den Apfel klein würfeln. Mehl, Walnüsse, Backpulver und Salz in einer Rührschüssel mischen.

2. Die geschmolzene Butter mit Buttermilch, Ahornsirup und Ei in einer zweiten Schüssel verquirlen, dann auf einmal zu der Mehlmischung geben und mit einer Gabel schnell untermischen.

3. Zum Schluss die Apfelstücke darunterziehen und den Teig auf die gefetteten Mulden einer Muffinform verteilen. Auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Umluft: 160 Grad) etwa 20 Minuten backen.

Tipp: So merkwürdig es einem vorkommt: Wichtig ist wirklich, die trockenen sowie flüssigen Zutaten nur kurz zu verrühren - und über ein paar Klümpchen großzügig hinwegzusehen. Diese lösen sich beim Backen auf. Rührt man aber zu lange und gründlich, werden die Muffins eher teigig als fluffig.


© Stephanie Frey/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe März 2012


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