Aprikose: Begehrtes Früchtchen

Augen auf beim Aprikosenkauf: Nur die Früchte, die am Baum ausreifen durften, entfalten ihr volles, süß-saftiges Aroma. In Deutschland sind sie so allerdings schwer zu bekommen.

Aprikosen

Sonnengeschmack: Als Kompott mit Sahne oder versunken im Käsekuchen sind Aprikosen der Hit.

Food-Guide: Aprikose

Weich, süß-saftig und unglaublich aromatisch mit herben Zwischentönen - Aprikosen sind einfach zum Niederknien. Und ein rares Vergnügen: Die Früchtchen, in Österreich heißen sie Marillen, schmecken am besten, wenn sie am Baum ausreifen können. So sind sie hier allerdings schwer zu bekommen. Aufgrund ihres ausgeprägten Wärmebedürfnisses wachsen Aprikosen vor allem in der Mittelmeerregion. Leider werden sie dort in der Regel unreif geerntet, damit sie die lange Fahrt zu uns überstehen.

Es lohnt sich deshalb sehr, genau jetzt bei reif geernteten heimischen Aprikosen vom Bodensee oder aus süddeutschen Weinbauregionen zuzugreifen: Diese sind nicht nur leckerer, sie enthalten neben Kalium und Ballaststoffen auch besonders viel Betacarotin. Dieses schützt unsere Zellen gerade im Sommer vor Angriffen von freien Radikalen, die etwa durch zu viel Sonne entstehen. Unser Stoffwechsel baut die Carotine in Vitamin A um: Das ist wichtig für gutes Sehen und ein Immunsystem, das jede mögliche Sommergrippe locker abwehrt.

Genießen: Die samtweichen Früchtchen brauchen keine komplizierten Rezepte - einfach als Kompott mit Sahne essen, die Aprikosen in einem Käsekuchen versenken oder auf einem einfachen Rührteig anrichten. Schmeckt alles wunderbar! Aromen von Mandeln, Marzipan und Vanille passen toll dazu.

Einkauf: Aprikosen reifen nicht nach, deshalb nur kaufen, wenn sie auf leichten Fingerdruck nachgeben. Und dann sollten sie auch schnell - haps - weg. Sie halten sich nämlich maximal zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Rezept: Quarkknödel mit Aprikosenkompott

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde, ohne Kühlzeit

Für 4 Personen

  • 500 g Aprikosen
  • 110 g feiner Zucker
  • 500 g Magerquark
  • 70 g zimmerwarme Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 50 g Grieß
  • 1 Eigelb
  • 1 Ei

1. Aprikosen waschen, halbieren und entkernen. 50 g Zucker in einem Topf schmelzen lassen. Sobald er hellbraun wird, Aprikosen und 100 ml Wasser dazugeben, rühren und rund 5 Minuten köcheln lassen. Kalt stellen.

2. Quark in ein Küchenhandtuch geben, eindrehen und gut ausdrücken. Butter, Vanillezucker und restlichen Zucker schaumig rühren. Quark, Grieß, Eigelb und Ei unterrühren. Die Masse für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

3. Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Mit nassen Händen etwa 12 gleich große Knödel formen. In das kochende Wasser gleiten lassen, Temperatur reduzieren. Sobald die Knödel an die Oberfläche steigen, noch 10 Minuten ziehen lassen, dann mit einer Schaumkelle herausheben. Passen prima dazu: in Butter angeröstete Semmelbrösel.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der "LAVIVA"-Ausgabe August 2016


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