Aubergine: Violett und völkerverbindend

Mit sonderlich vielen Vitaminen und Mineralstoffen kann die Aubergine nicht herhalten. Dafür versteckt sie ihre gute Wirkung in ihrer violetten Haut.

Aubergine, Illu

Heilig: Einige Hindus verehren in der Aubergine ihren Gott Ganesh

Food-Guide: Aubergine

So groß die Unterschiede zwischen den Religionen manchmal auch sind - der Aubergine scheinen sie alle zugeneigt: So gibt es ein "päpstliches Auberginen-Gericht" aus Frankreich ebenso wie das klassische Auberginen-Schmorgericht der türkischen Küche "Imam bayıldı", was so viel heißt wie "Der Imam war entzückt". Hindus in Indien verehrten vor zwei Jahren sogar eine Aubergine, die aufgeschnitten angeblich ihrem Gott Ganesh ähnelte. Die aus Asien stammende Eierfrucht scheint etwas Spirituelles an sich zu haben, denn ihr Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist nicht weiter erwähnenswert. Aber, und nun kommt's: Alles Gute hat die Aubergine in ihrer dunkelvioletten Haut versteckt! Die blaulila Pflanzenfarbstoffe Anthocyane schützen vor Krebs, regen das Immunsystem an und können sogar den Cholesterinwert senken.

Genießen: Der typische nussige Geschmack entsteht vor allem durch Braten oder Grillen, leider saugt die Aubergine dabei Öl auf wie nix. Dagegen hilft: Scheiben vorher salzen, ziehen lassen, zwischen Küchentüchern das austretende Wasser auspressen, dann sofort braten. Dazu passen prima Tomaten, mediterrane Kräuter, Olivenöl, Kapern, Knoblauch und Joghurt.

Einkaufen: Dunkel, glatt und glänzend sollte die Aubergine sein und möglichst fest. Bei kühler Zimmertemperatur und dunkel gelagert hält sie sich drei bis fünf Tage.

Rezept: Spaghetti alla Norma

Für 4 Personen

  • 400 g Auberginen
  • 800 g Tomaten
  • 30 g getrocknete Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kl. getrocknete Chilischote
  • 8 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500 g Spaghetti
  • 3 Stiele Basilikum
  • 100 g Ricotta
  • Pfeffer
  • Salz
  • Zucker

1. Auberginen waschen, längs in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Mit Salz bestreuen und 20 Min. ziehen lassen. Inzwischen die Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, häuten, grob hacken. Getrocknete Tomaten klein schneiden. Knoblauch schälen, in feine Scheiben schneiden. Mit der zerbröselten Chili in 2 EL Olivenöl sanft andünsten.

2. Getrocknete und frische Tomaten, Tomatenmark sowie 80 ml Wasser dazugeben und aufkochen. Auf kleiner Flamme 30 Min. köcheln lassen, nach 15 Min. den Deckel abnehmen. Pürieren, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

3. Inzwischen Auberginenscheiben zwischen Küchentüchern auspressen, in große Würfel schneiden. Nudeln nach Packungsanweisung garen.

4. Restliches Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen, Auberginen darin goldbraun braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Basilikumblätter in feine Streifen schneiden. Mit den Auberginenwürfeln unter die Sauce heben. Ricotta in Flöckchen über die Pasta und die Sauce geben.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der "LAVIVA"-Ausgabe August 2015


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