Bärlauch: Essbare Frühlingsgefühle

Ganz schön praktisch, dieser Bärlauch: Das Wildgemüse schmeckt nach Knoblauch, sorgt aber nicht für einen so intensiven Körpergeruch "danach".

Wer auf Knoblauch steht, mag auch diesen Frühlingsboten auf dem Butterbrot: Bärlauch

Food-Guide: Bärlauch

Perfektes Timing! Genau dann, wenn wir uns gerade besonders dringend den Frühling herbeiwünschen und die ewigen Erkältungen verdammen, kommt die Natur mit dem fein nach Knoblauch schmeckenden Bärlauch um die Ecke - das erste essbare frische Grün, und es wirkt auch noch wie eine kleine Frühjahrskur. Dafür verantwortlich ist der Stoff Allicin, der Verdauung, Leber und Stoffwechsel anregt, das Wachstum von Bakterien und Pilzen aber hemmt. Ade lieber Schnupfen, hier kommt das Frühlingsgefühl!

Übrigens: Der schon in der Römerzeit beliebte Frühjahrsbote schmeckt zwar ordentlich nach Knoblauch, aber die üblicherweise folgenden "Ausdünstungen" fallen deutlich milder aus.

Genießen: Einfach frisch gehackt auf einem Butterbrot - wunderbar! Mit Crème fraîche oder selbst gemachter Mayo gemixt macht er aus Kartoffeln oder rohem Gemüse frische Frühlingskost. Und wer es lieber mediterran mag, verwandelt Bärlauch mit Pinienkernen und Olivenöl in einen Pesto.

Einkaufen: Den ersten "wilden Knoblauch" gibt es ab Mitte Februar. Der Schattenliebhaber lässt sich durchaus auch im Garten ziehen - geerntet wird, bevor er blüht. Beim Wildsammeln ist Vorsicht geboten: Es besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen, etwa dem Maiglöckchen; zudem wird Bärlauch vor allem im Norden Deutschlands als gefährdete Art eingestuft. In Süddeutschland ist er dagegen weit verbreitet.

Rezept: Bärlauch-Kartoffel-Cremesuppe

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Für 4 Personen

  • 1 Zwiebel
  • 500 g Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 125 g Sahne
  • 80 g Bärlauch
  • 125 g Crème fraîche
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 1 Spritzer Zitronensaft

1. Zwiebel schälen und hacken, Kartoffeln schälen und würfeln. Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel darin andünsten. Gemüsebrühe, Sahne und Kartoffelwürfel hineingeben, zum Kochen bringen und 15 Minuten köcheln lassen.

2. Bärlauch unter kaltem Wasser waschen, trocken tupfen. Etwa 3/4 davon in grobe, den Rest in feine Streifen schneiden. Eine kleine Schöpfkelle Suppe abnehmen und zusammen mit den groben Bärlauchstreifen pürieren. Zusammen mit der Crème fraîche wieder zur Suppe geben und das Ganze möglichst zügig durchpürieren. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken. In Schalen füllen und mit dem übrigen Bärlauch dekorieren. Wer mag, kann noch fein geschnittenen Räucherlachs darauf verteilen.


© Johanna Mühlbauer/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe März 2014


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