Bier-Mythen enttarnt: Bitte einschenken!

Von dicken Bäuchen, falschen Begleitern und der richtigen Handhabe - es wird Zeit, mit ein paar Mythen rund ums Bier aufzuräumen.

Eine Biersommelière gibt Rat

Es gibt Klischees, die sind nahezu unzerstörbar. Etwa dass Frauen kein Bier mögen, weil es ihnen zu herb sei. Also untersuchte die CMA (Centrale Marketing Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) 2007 das Phänomen
mit dem Ergebnis: 51 Prozent der Biertrinkerinnen mögen es am liebsten herb und bevorzugen Pils.

Zwei Drittel der befragten Frauen schätzen Bier - unter anderem, weil es ein natürliches Getränk ist. Was die Brauer derzeit unternehmen, um das restliche Drittel für sich zu gewinnen, und was es mit dem Bierbauch wirklich auf sich hat, verrät Sandra Strobel, unsere Ernährungswissenschaftlerin und Biersommelière.

Vielfältiger Gerstensaft: des Bieres viele Kleider.

Eine Kleine Bier-Kunde

Helles und Dunkles
Die Bezeichnung "Helles" ist nicht nur eine Farb-, sondern auch eine Geschmackseinordnung: Die hellen Biere sind etwas frischer und spritziger und nicht so süffig wie ein Dunkel. Das bekommt seine Farbe und sein malziges, fast karamellartiges Aroma von den verwendeten dunklen Malzsorten oder Röstmalzen. Von vielen Bierarten gibt es helle und dunkle Varianten, etwa beim Lager, Weizen oder Starkbier.

Pils
Deutschlands meistgetrunkenes Bier ist hopfenbetont - also eher herb und frisch. Der Alkoholgehalt ist mit 4 bis 5 Volumenprozent eher niedrig.

Export
Das Traditionsbier aus der Mitte Deutschlands ist weniger bitter als ein Pils und hat etwas mehr Malzaroma. Der Alkoholgehalt liegt geringfügig höher: bei 5,5 Volumenprozent.

Weizenbier (Weißbier, Hefeweizen)
Bayern ohne Weißbier wäre - unvorstellbar! Das obergärige, fruchtig-spritzige Bier wird mit mindestens 50 Prozent Weizenmalz (statt Gerstenmalz) ge- braut. Das Original ist durch die eingesetzte Hefe trüb - wurde es gefiltert, heißt es Kristallweizen. Der Alkoholgehalt kann bis zu 5,9 Volumenprozent betragen.

Obergärig
Die älteste Brauweise der Welt, denn sie benötigt während des Brauens keine Kühlung. Gebraut wird bei 15 bis 20 Grad. Bekannteste Vertreter dieser Sorte: Altbier, Kölsch, Berliner Weiße, Weizen.

Untergärig
Gebraut wird bei eher niedrigen Temperaturen (4-9 Grad). Diese Biere sind deutlich länger haltbar als die obergärigen, daher kommt auch die Bezeichnung Lager, die vor allem in Amerika gängig ist. Untergärige Biere sind Pils, Export, Lager oder Märzen.


© Pilipphoto/Fotolia, Halfpoint/Fotolia


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