Birne: Luise und William

Birnen liefern uns neben feinen Aromen einiges an Kalium und Ballaststoffen sowie eine Extraportion antioxidativer Pflanzenstoffe, die sich positiv auf unser Immunsystem und die Blutgefäße auswirken.

Illu September Birne

Gut zu Birne passt der Geschmack von Gorgonzola oder Staudensellerie.

Food-Guide: Birne

Nein, das ist nicht die Warteliste einer Großstadt-Kita, es sind die Namen von drei sehr beliebten Birnensorten aus Deutschland: Die saftige, ursprünglich aus England stammende "Williams Christ" gibt es oft schon ab August, die feinaromatische "Gute Luise" und die süße "Alexander Lucas" folgen Mitte September. All diese säurearmen Spätsommerfrüchte liefern uns neben feinen Aromen einiges an Kalium und darmfreundlichen Ballaststoffen sowie eine Extraportion antioxidativer Pflanzenstoffe (sogenannte Catechine), die sich positiv auf unser Immunsystem und die Blutgefäße auswirken. Catechine stecken vor allem in der Schale, diese also unbedingt mitessen! Soweit alles wunderbar. Doch Vorsicht: Größere Mengen Birne, also mehr als circa 500 Gramm auf einmal, können zu Bauchkneifen und Unwohlsein führen. Der Grund: Die Früchte enthalten relativ viel Fruktose und Sorbit, somit zwei Zuckerformen, die in größeren Mengen schnell mal Verdauungsschwierigkeiten bereiten können.

Genießen:
Vanille und Schokolade sind auf dem Teller die besten Partner der Birne, auch Mandeln und Marzipan passen super. Ein Spritzer Zitrone erhöht die Spannung. Für deftige Gerichte eignen sich Birnen aber auch, etwa in Kombination mit Gorgonzola oder Staudensellerie.

Einkaufen:
Die empfindlichen Birnen werden häufig ein wenig unreif geerntet (sie reifen dann nach), damit sie den Transport gut überstehen. Aromatischer sind sie, wenn sie reif gepflückt werden: deshalb nach regionaler Ware Ausschau halten! Reife Birnen halten nur zwei bis drei Tage, gekühlt etwa eine Woche.

Rezept: Marzipan-Mandelkuchen mit ganzen Birnen

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten plus 60 Minuten Backzeit

Für ca. 16 Stücke

  • 6 kleine Birnen (à ca. 100 g)
  • 100 g Marzipan-Rohmasse
  • 5 Eier
  • Salz
  • 180 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 2 EL Amaretto
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g Mandelstifte
  • 1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • Fett für die Form

 

1. Birnen waschen, trocknen. Blütenansatz herausschneiden, Stiel dran lassen. Marzipan auf der Gemüsereibe grob raffeln, Ofen auf 180 °C vorheizen. Eier trennen, Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen.

2. Butter und Zucker mit dem Handrührer schaumig rühren, Eigelbe nach und nach darunter rühren. Marzipan und Amaretto gründlich untermixen. Mehl, Backpulver, Mandeln und Zitronen-Abrieb mischen und untermischen. Eiweiße vorsichtig unterheben.

3. Eine Kastenform (30 cm Länge) fetten, den Teig hineinfüllen und die Birnen im Ganzen in den Teig drücken. In den Ofen schieben (Mitte) und 50 bis 60 Minuten backen. Wenn der Kuchen zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der LAVIVA-Ausgabe Oktober 2017


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