Blutorangen: Sonne zum Essen

Je dunkler das Fruchtfleisch der Blutorange, desto beeriger ihr Geschmack. Aber wie kommt die rote Farbe überhaupt in die Orange?

Unter ihre Schale schlägt ein rotes Herz: Blutorangen

 

 

Food-Guide: Blutorangen

Blutorangen mögen es trocken und warm, zumindest tagsüber. Nachts sollte es dann, ganz wie in ihrer sizilianischen oder nordafrikanischen Heimat im Winter üblich, auch mal ordentlich abkühlen: Durch diese Temperaturschwankung bilden sich die roten Pigmente, die Blutorangen so schön orange bis fast brombeerrot färben. Zusammen mit einem hohen Vitamin- C-Gehalt stärken die roten Pflanzenfarbstoffe aus der Gruppe der Flavonoide das Immunsystem und schützen Herz und Haut vor Alterungsprozessen.

Genießen: Die saftigen Früchte sind pur oder als frisch gepresster Saft einfach am besten. Ihr herb-süßer, bei tiefroten Früchten auch beeriger Geschmack passt aber auch wunderbar zu kräftigen Kräutersalaten wie Löwenzahn, Rauke, Brunnenkresse oder Sauerampfer.

Einkauf und Lagerung: Schnell zugreifen, denn den sizilianischen Sonnenaufgang gibt es nur noch bis Ende März. Wie "blutig" die Orangen sind, hängt von der Sorte ab: Bei "Halbblutorangen" (etwa "Tarocco" oder "Moro") sind Schale und Fruchtfleisch orangerot gesprenkelt. Die "echten" Blutorangen ("Sanguinelli") haben ein tiefrotes Fruchtfleisch. Die Früchte halten sich bis zu zwei Wochen.

Rezept: Wildkräuter-Salat mit Blutorange

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Für 4 Personen

  • 150 g Wildkräuter (z. B. Löwenzahn, Rauke, Brunnenkresse)
  • 2 Blutorangen
  • 2-3 EL weißer Balsamico
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Pistazien mit Schale, geröstet und gesalzen
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle

1. Wildkräuter putzen, waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Blutorangen schälen, filetieren und in Stücke schneiden. Den Saft dabei in einer Schale auffangen.

2. Den Blutorangensaft mit dem hellen Balsamico verrühren. Die Knoblauchzehe schälen und sehr fein schneiden. Pistazien schälen und grob hacken. Beides mit dem Öl unter die Sauce rühren. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Wildkräuter und Blutorangen in eine Schüssel geben, das Dressing unterheben.

Tipp: Statt Wildkräuter passen auch asiatische Kräuter- Salat-Mischungen (etwa mit Pak Choi, Kaisoi und Mizuna). Diese bekommt man bei gut sortierten Gemüsehändlern oder in Supermärkten.


© Schwoab/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe März 2011


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