Eier: verkannte Frühstücksfreunde

Eier sind Cholesterinbomben und deswegen ungesund? Dachte man lange, stimmt aber nicht. Warum Sie Eier ohne schlechtes Gewissen essen können.

Von wegen schlecht für die Blutfettwert: verkannte Eierköpfe

Food-Guide: Eier

Irgendwann in den Sechzigerjahren ging es los mit der Miesmacherei: Eier galten plötzlich als ungesund. Forscher und Ärzte setzten sie auf die Verbotslisten. Viel zu viel Cholesterin! Ganz schlecht für die Blutfettwerte! Da droht der sofortige Infarkt! Lecker Bauernfrühstück, Spiegelei oder gar Rührei nur in Ausnahmefällen, bitte! Das war die Parole für die nächsten vier Jahrzehnte.

Zum Glück ist dieses Eier-Komplott vor einigen Jahren aufgeflogen. Forscher wissen heute durch verschiedene Studien, dass Cholesterin aus der Nahrung bei den meisten Menschen den Cholesterinspiegel gar nicht beeinflusst. Statt Ei-Verzicht heißt die Devise für gute Blutfettwerte jetzt: Unmengen tierischer Fette weglassen, viele Ballaststoffe essen und immer schön Sport treiben. Die eigentlich gesunden Eier - sie enthalten nämlich viel Eisen, Zink und die Vitamine A, E und D - können wir dagegen ohne schlechtes Gewissen essen. Gut so.

Genießen: Eier sind das wandlungsfähigste Lebensmittel überhaupt: Sie funktionieren genauso gut in Crêpes, Soufflés und anderen Süßspeisen wie in Deftigem.

Einkaufen: Am besten fürs gute Gewissen sind natürlich Eier von glücklichen Bio-Hühnern, auch wenn sie etwas teurer sind. Dafür enthalten sie mehr Nährstoffe, wie etwa Karotin, wenn die Hühner mit viel Grünfutter versorgt wurden. Ob sie auch besser schmecken? Ansichtssache ...

Rezept: Salade niçoise

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Für vier Portionen

  • 200 g grüne Bohnen
  • 1 kleiner Lollo rosso
  • 1 kleine Dose Artischockenherzen
  • 250 g Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 8 Sardellen in Öl
  • 16 schwarze Oliven
  • 4 hart gekochte Eier
  • 3 EL Rotweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • 9 EL Olivenöl

1. Die Bohnen putzen und in kochendem Salzwasser etwa 10 Minuten garen. Dann abtropfen lassen. Inzwischen die Salatblätter waschen, trocken schütteln und auf einer großen Platte ausbreiten. Artischockenherzen abtropfen lassen und halbieren. Tomaten waschen und achteln, Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Sardellenfilets in Streifen schneiden. Alles zusammen mit den Oliven und den abgekühlten Bohnen auf den Salatblättern verteilen.

2. Eier pellen, halbieren und darauf anrichten. Den Rotweinessig mit Salz und Pfeffer verrühren, das Olivenöl darunterschlagen, und das Dressing über den Salat träufeln.

Tipp: Wer keine Sardellen mag, nimmt stattdessen Thunfisch in eigenem Saft aus der Dose (möglichst aus schonender Fangmethode).


© ComZeal/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe April 2012


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