Gans: leckeres Federvieh

Zugegeben - leicht geht anders. Aber lecker schmeckt so ein Gänsebraten schon. Und das Fett des Federviechs ist viel gesünder als gedacht.

Ein Klassiker beim Weihnachtsschmaus: Gans

Food-Guide: Gans

So eine Gans ist eine ordentliche Wuchtbrumme. Bis zu sechs Kilo ist sie schwer und gehört zum fetthaltigsten Geflügel überhaupt. Stört uns gar nicht, denn erstens brät ein Großteil des Fettes aus, und zweitens hat Gänsefett eine adernfreundliche Zusammensetzung: viel einfach ungesättigte Ölsäure (wie in Olivenöl), dazu einiges an mehrfach ungesättigter Linolsäure. Trotzdem hat der Beifuß als traditionelles Gänsebratengewürz nicht nur geschmacklichen Sinn - das etwas bittere Kraut regt Leber und Galle an. Und das wiederum ist gut, um den Braten gemütlich zu verdauen.

Genießen: Das wie bei der Ente dunkle Fleisch schmeckt aromatisch und kräftig. Prima dazu sind Klassiker wie Rotkohl, Äpfel und Maronen. Aber auch Wirsinggemüse oder asiatisch gewürztes Wokgemüse mag die Gans als frische Begleitung.

Einkauf: Die ersten frischen Gänse gibt es etwa ab September - die drei bis vier Kilo schweren "Frühmastgänse". Sie passen noch locker in einen handelsüblichen Bräter. Eng wird es bei den "jungen Gänsen" mit vier bis sechs Kilo, die es ab November gibt. Wenn sie in den Bräter sollen: nie größere als Fünf-Kilo-Exemplare kaufen. Und: Bei tiefgekühlten Gänsen rund zwei Tage Auftauzeit im Kühlschrank einplanen!

Rezept: Gänsebraten, klassisch

Zubereitungszeit: ca. 5,5 Stunden (inkl. Garzeit)

Für 6-8 Personen

  • 1 junge Gans (etwa 4,5 kg)
  • Pfeffer
  • Salz
  • 2 Zwiebeln
  • 2-3 Äpfel
  • 200 g Maronen (vorgekocht, vakuumiert)
  • 1 TL getrockneter Beifuß
  • 3-4 Zahnstocher oder Rouladenspießchen
  • 2 TL Speisestärke

1. Die Gans außen und innen gut waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und die beiden Fettstücke an der Bauchöffnung entfernen. Backofen auf 150 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Gans außen und innen kräftig mit Pfeffer und Salz einreiben. Zwiebeln schälen, mit den Äpfeln in Spalten schneiden und mit den Maronen und dem Beißfuß mischen. Die Füllung in den Bauch der Gans geben, die Bauchöffnung mit Zahnstochern verschließen.

2. Die Gans mit der Brust nach unten in einen großen Bräter legen und 500 ml heißes Wasser danebengießen. Auf die unterste Schiene des Ofens schieben und insgesamt 4-4,5 Stunden garen. Zwischendurch immer mal mit dem entstandenen Bratenfond übergießen und die Gans nach zwei Stunden wenden.

3. Nach vier Stunden die Garprobe machen: eine Keule anpiksen - tritt klarer Saft aus, ist die Gans gar. Aus dem Bräter nehmen, auf ein Backblech setzen und wieder in den Ofen schieben (eventuell den Grill zuschalten, wenn sie noch nicht knusprig braun ist). Inzwischen den Bratenfond in einen kleinen Topf gießen. Die dicke obere Schicht aus wasserhellem Fett mit einem Löffel abschöpfen. Dann den Fond um etwa ein Drittel einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Piment abschmecken. Speisestärke mit 2-3 EL kaltem Wasser verrühren, unter Rühren dazugeben und aufkochen lassen - fertig!


© Christian Maurer/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Dezember 2011


IVAs Blog

Netzfundstücke, Hilfreiches, Schönes: Hier schreibt IVA, über alles was sie bewegt!

LESEN
Gewinnspiele

Aktuelle Gewinnspiele aus den Bereichen Beauty, Mode, Reise und Design!

Mitmachen