Grünkohl: Der Faltenkiller

Multitasker: Im Winter sollte uns der Grünkohl oft besuchen, denn er ist rappelvoll mit Nährstoffen.

Illustration Grünkohl

Aufgepeppt: Zitrone, Ingwer oder Chili bringen mehr Frische in die Grünkohlmahlzeit.

Food-Guide: Grünkohl

Bis vor einigen Jahren konnte der derbe Kohl höchstens Eingeborene aus dem Norden Deutschlands begeistern – und das auch nur in Kombination mit viel Fett, Wurst und Schnaps (das klassische Grünkohl-Essen). Dann war plötzlich alles anders: Diverse amerikanische Stars wurden mit Grünkohl-Smoothies gesichtet. Beyoncé tanzte in einem Shirt mit der Aufschrift "kale" (Grünkohl auf Englisch) durch ein Musikvideo, dann rollte die grüne Smoothie-Welle auch bei uns an.

Der winterresistente Grünkohl bleibt bei allem Hype bodenständig: Er liefert uns eine gerade im Winter hilfreiche Nährstoffmischung aus Ballaststoffen, Calcium, Vitamin B6, dazu sehr viel Vitamin C (selbst gekocht enthält der Kerl noch so viel Vitamin C wie Orangen) sowie Betacarotine. Das ist wichtig für die Abwehr und den Schutz der Zellen vor Alterungsprozessen. Die Carotine können sogar noch mehr: Sie reichern sich in der Haut an und zaubern dort einen schönen Glow. Außerdem verhindern diese guten Stoffe aus der Natur die Faltenbildung, indem sie etwa den Kollagenabbau reduzieren – das ergab kürzlich eine Studie der Berliner Charité.

Genießen: Zarte Blätter des derb-aromatisch- süßlichen Kohls können im Salat landen. Ansonsten sollten Sie ihn lieber dünsten (aber nicht verkochen) oder aber im Wok garen. Klassische Kohl-Gewürze wie Kümmel und Piment passen gut, Zitrone bringt Frische, Ingwer und Chili ebenso.

Einkaufen: Den knackigsten Grünkohl gibt es auf dem Markt! Die Blätter sollten fest und dunkelgrün sein, ohne gelbe oder braune Stellen. Im Gemüsefach hält er sich (locker in Plastik verpackt) rund drei Tage. Eine gute Alternative ist auch der Grünkohl aus dem Tiefkühler.

Rezept: Grünkohlhähnchen-Wok mit Chinesischen Eiernudeln

Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Für ca. 4 Personen

  • 500 g Grünkohl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 40 g Ingwer
  • 1 rote Spitzpaprika
  • 2 Möhren
  • 400 g Hähnchenbrustfilet (möglichst Bio)
  • 5 EL Rapsöl
  • 1 - 2 getrocknete Chilischoten
  • 200 g Mie-Nudeln (chinesische Eiernudeln)
  • 4 - 6 EL Sojasoße 
  • 4 EL Sherry
  • 1/2 Limette
  • 3 TL Sesam

1. Grünkohl waschen, putzen, harte Blattrippen herausschneiden. Blätter in 2 bis 3 cm breite Streifen schneiden. In kochendem Salzwasser ca. 7 Minuten garen, abtropfen lassen. Knoblauch und Ingwer schälen, fein würfeln. Paprika waschen, halbieren und putzen. Möhre schälen. Beides in feine Streifen schneiden. Hähnchenbrustfilet ebenfalls in Streifen schneiden.

2. Öl in einem Wok oder einer tiefen Pfanne erhitzen, Hähnchenbrust portionsweise scharf anbraten. Herausnehmen, beiseitestellen. Chilischoten zerbröseln, mit Knoblauch und Ingwer in den Wok geben, unter Rühren anbraten, dann Paprika, Möhren und Grünkohl hinzufügen.

3. Etwa 10 Min. weiterbraten, währenddessen schon mal die Nudeln nach Packungsanweisung zubereiten. Sherry, 5 EL Sojasoße, Hähnchenbrust und Nudeln in den Wok geben. Noch 5 Minuten weitergaren, bis die Möhrenstreifen bissfest sind. Mit Sojasoße und Limettensaft abschmecken, Sesam darüberstreuen, fertig!


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der LAVIVA-Ausgabe Februar 2019


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