Holunder: Kampf der Frühlingsgrippe

Der Frühling lässt sich konservieren - Holunder sei Dank! Im Supermarkt findet man die Blüten des Busches allerdings nur selten.

Frühlingsduft pur: Holunderblüten

Food-Guide: Holunder

Im Mai ist es wieder soweit: Wir können unsere Nasen in die Blüten eines Holunderbusches stecken und Frühlingsduft pur atmen. Mmh! Die Blüten und ihr Duft lassen sich übrigens wunderbar konservieren: als Sirup (siehe Rezept), der Sekt, Sprudelwasser und auch Desserts verfeinert. Oder getrocknet als Tee: Der zartduftige Blütenaufguss ist nicht nur der beste, sondern auch der leckerste Begleiter, falls einen die Frühjahrsgrippe erwischt. Die ätherischen Öle und Flavonoide der Blüten wirken schweißtreibend, fiebersenkend und entzündungshemmend.

Genießen: Im Grunde gibt es (neben der Trocknung) zwei klassische Arten, die zarten, süßduftigen Blüten zu verarbeiten: als Sirup oder als "Hollerküchle": Dafür werden die Dolden in einen Ausbackteig getaucht, frittiert und mit Puderzucker bestreut.

Sammeln: Kaufen kann man Holunderblüten nur sehr selten, und wenn, dann auf dem Wochenmarkt. Wer sich zu einer Sammeltour aufmacht, sollte möglichst viele Leinenbeutel dabeihaben, in die die Blütendolden locker hineingestapelt werden. Lieber nicht neben einer stark befahrenen Straße sammeln und vor allem: einen Strauch nicht komplett abernten - sonst gibt's nachher keine Holunderbeeren, und auch die sind lecker!

Rezept: Holunderblüten-Sirup

Zubereitungszeit: etwa 1 Stunde (ohne Wartezeit)

Für ca. 1,5 l Sirup

  • 20-25 Holunder­blütendolden
  • 2 Biozitronen
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 4 Päckchen (20 g) Zitronensäure (gibt's in Supermärkten oder Apotheken)

1. Die Blütendolden in kaltem Wasser schwenken und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Zitronen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Zucker und Zitronensäure unter Rühren im Wasser aufwallen und ca. 5 Minuten kochen lassen.

2. Die Blütendolden mit den Zitronenscheiben in eine große Tupperdose (sollte in den Kühlschrank passen) schichten, den noch heißen Zuckersirup darübergießen. Gut verschließen und für drei bis vier Tage im Kühlschrank ziehen lassen.

3. Den Sirup durch ein feinmaschiges Sieb in einen Topf gießen, einmal aufkochen lassen und noch heiß in saubere Flaschen mit Twist-off-Deckeln füllen. Diese sofort verschließen und für ca. 5 Minuten umgedreht hinstellen. Dunkel gelagert hält der Sirup etwa 9 Monate.

Tipp: Der süßduftige Sirup lässt sich wunderbar zu Sommergetränken mixen - mit Sprudelwasser und Zitrone als Limonade oder als aromatischer Aperitif: einfach 2-3 Esslöffel auf ein Glas Sekt geben. Natürlich lassen sich auch Desserts oder ganz schlicht frische Erdbeeren mit dem Sirup süßen und gleichzeitig aromatisieren.


© momanuma/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Mai 2012


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