Joghurt: Weißer Riese

Figurfreundlich: Laut einer Studie nehmen Joghurt-Esser langsamer an Gewicht zu. Was kann das leckere Dessert noch?

Illustration Joghurt

Gesunde Schleuder: Im Joghurt versammeln sich Kalzium und die Vitamine B2 und B12.

Joghurt: Weiser Riese

Bis Milch zu Joghurt wird, haben Millionen kleiner Helfer, wie die Bakterien Lactobacillus bulgaricus, Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidum (um nur die Wichtigsten zu nennen), eine Menge zu tun: Sie bringen die Eiweiße der Milch zum Gerinnen, spalten verdauungsfördernde Aminosäuren ab, verwandeln Milchzucker in Milchsäure, senken so den pH-Wert ab (deshalb der säuerliche Geschmack!) und produzieren haufenweise weitere tolle Stoffe - auch jene, die für die typische Frische im Joghurt sorgen. Das Einzige, was die kleinen Arbeiter dafür einfordern, ist eine konstante Temperatur um die 40 °C, ein bisschen Milchzucker und Milcheiweiß. Danke also!

Wir jedenfalls freuen uns sehr über das kalziumreiche Ergebnis, denn 200 g Joghurt enthalten schon ein Viertel des Tagesbedarfs. Zudem nehmen wir über den Joghurt noch viel leicht verdauliches Eiweiß zu uns, die Vitamine B2 und B12. Doch damit nicht genug des Guten: Zu erwähnen ist auch die verdauungsfördernde und darmregulierende Wirkung der enthaltenen Bakterien. Und nun noch die Bomben-Nachricht: Joghurt-Esser sind schlanker, denn sie nehmen weniger schnell an Gewicht zu, das ergab eine Übersichtsarbeit englischer und niederländischer Forscher.

Genießen: Am besten essen Sie Joghurt pur mit Honig, Nüssen oder frischen Früchten! Auch in Salatdressings oder als Zaziki kommt mit Joghurt gleich Frische auf den Tisch. Greifen Sie wegen des Geschmacks zu den Sorten mit mindestens 3,5 % Fett. Grandios schmeckt natürlich der griechische Joghurt mit 10 % Fettgehalt.

Einkaufen: Joghurt "mild" ist nicht so säuerlich wie der ursprüngliche Joghurt, der meist den Zusatz "bulgarisch" oder "Bulgaria" trägt. Naturjoghurts werden nicht wärmebehandelt, enthalten also noch aktive Milchsäurebakterien!

Rezept: DIY-Joghurt

Zubereitungszeit: 8 - 12 Stunden

Für ca. 1 Liter

  • 1 Liter H-Milch
  • Joghurtferment (aus Bioladen oder Reformhaus) oder 150 ml Naturjoghurt (Zimmertemperatur)
  • Joghurtbereiter oder ein Schraubglas

So geht es: Milch auf 38 °C erwärmen, Naturjoghurt (oder Ferment) daruntermischen, in den Joghurtbereiter geben und dann 8 - 12 Stunden (je nach Bereiter) warten. Das war's!

Tipps: Wenn Sie frische Vollmilch nutzen wollen, müssen Sie diese vorher aufkochen (und wieder abkühlen lassen). So wird verhindert, dass bereits enthaltene Milch-Mikroorganismen bei der Joghurtentstehung dazwischenfunken. Das ist wichtig! Keinen Joghurtbereiter da?

Es geht auch ohne: Dafür die erwärmte Mischung in ein Schraubglas füllen, in ein Handtuch wickeln und morgens im noch warmen Bett unter der Decke platzieren. Nachmittags evtl. mal eine Wärmflasche dazulegen.

Allerdings: Da auf diese Weise die Temperatur nicht ganz konstant bleibt, kann das leider auch mal schiefgehen.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der LAVIVA-Ausgabe März 2018


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