Kaviar: Schwarzes Gold

Besondere Behandlung: Den guten Kaviar sollten Sie nur mit Holz-, Perlmutt- oder Kunststofflöffel essen. Metall schadet dem Geschmack!

Illustration Kaviar

Sparschwein köpfen! Ein beschauliches 50 g-Döschen der schwarzen Delikatesse kostet etwa 250 Euro.

Kaviar: Schwarzes Gold

Wenn die kleinen dunkelgrau-schwarz schimmernden Kügelchen im Mund zerplatzen, mischen sich salzig-fischige Eindrücke mit nussigen Aromen. Dieses kleine Feuerwerk zwischen Zunge und Gaumen ist eines der teuersten Vergnügen der Welt: Bester "Beluga-Kaviar" kann mal locker 250 Euro kosten - pro 50 g-Döschen! Deshalb trägt er auch den Beinamen "schwarzes Gold". Grundsätzlich gilt: Als echter Kaviar gilt nur der Rogen vom Stör. Je nach Stör-Art heißt er dann "Beluga", "Ossietra" oder "Sevruga". Die gewaschenen Körnchen werden leicht gesalzen und dann gekühlt in kleinen Döschen gehandelt. Da Störe vom Aussterben bedroht sind, ist mittlerweile auch sehr guter Zuchtkaviar auf dem Markt.

Genießen: Ganz klassisch servieren Sie Kaviar einfach in der Dose auf einem Eisbett und mit kleinen Löffelchen aus Holz, Perlmutt oder Kunststoff - weil Metalllöffel sein Aroma verfälschen. Dazu gibt es dann Kleinigkeiten wie Blini (russische Pfannkuchen) mit Sauerrahm, Rote Bete, oder Kartoffelecken.

Einkaufen: Auf dem Etikett sollten keine Farbstoffe auftauchen, denn echter Kaviar ist nie gefärbt. Günstigere Alternativen zu 10 bis 15 Euro pro 100 g gibt es auch: Der kräftig schmeckende "Keta-Kaviar" (Rogen vom Lachs) oder der fein-frische "Forellen-Kaviar" in Rot-Orange! Jeder Kaviar mag es kalt, deshalb sollten Sie ihn auf der Glasplatte über dem Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept: Rote-Bete-Carpaccio mit Wodka-Créme-fraîche und Kaviar

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten plus Gar- und Abkühlzeit

Für 4 Personen

  • 400 g kleine Rote Beete
  • Salz
  • 150 g Crème fraîche
  • 3 TL Wodka
  • 1 TL Zitronensaft
  • 3 Zweige Dill
  • 1 EL Rotweinessig
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Zucker
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 kleine Dose Kaviar (50 g)

1. Rote Beete in Salzwasser etwa 30 Minuten garen. Abschrecken und abkühlen lassen. Crème fraîche mit Wodka cremig aufschlagen. Mit Salz und 1 TL Zitronensaft würzen und kalt stellen.

2. Rote Beete pellen, in sehr dünne Scheiben schneiden und fächerförmig auf kleinen Tellern verteilen. Dillspitzen abzupfen, darüberstreuen. Essig mit Salz, Pfeffer und Zucker verrühren, Walnussöl unterschlagen. Dressing über die Rote Beete träufeln.

3. Crème fraîche in Klecksen darauf verteilen und mit Kaviar krönen. Oder den Kaviar klassisch in der Dose dazu servieren.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der LAVIVA-Ausgabe Oktober 2018


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