Kichererbsen: Der Clown unter den Erbsen

Durch Zufall ist die Kichererbse zum Spaßvogel der Hülsenfrüchten geworden. Wir erklären, woher der Name kommt - und was in ihr steckt.

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Kichererbsen: Diese Hülsenfrüchte sorgen für bessere Nerven.

Food-Guide: Kichererbsen

"Muss man von Kichererbsen kichern?", fragen kleine Kinder fast automatisch, wenn von der Hülsenfrucht aus dem orientalischen Raum die Rede ist. Die Antwort könnte ungefähr so ausfallen: "Nicht sofort. Aber wenn du regelmäßig welche isst, kriegst du wahrscheinlich ziemlich gute Laune." Warum? Weil in Kichererbsen viele B-Vitamine (vor allem B1 und B6), Magnesium und besondere Eiweiße (Tryptophan) drin sind, und die sind wichtig für starke Nerven und gute Laune. Die Silbe "Kicher" stammt eigentlich vom lateinischen "Cicer" - und das heißt einfach nur "Erbse", also doppelt gemoppelt. Die Kichererbse, die hauptsächlich im Vorderen Orient, Spa­nien und Indien angebaut wird, enthält wunderbar viele Ballaststoffe und die sogenannten Saponine - sekundäre Pflanzenstoffe, die das Cholesterin senken und das Immunsystem anregen. Der Vorteil neben allen gesundheitlichen Aspekten: Diese Erbse hat einen wunderbar nussigen Geschmack.

Genießen: Erst mal braucht es Geduld: Nach zwölf Stunden Einweichzeit dauert es rund 90 Minuten, bis die Hülsenfrucht gar ist. Rasanter ist der Schnellkochtopf: kein Einweichen, nur 45-60 Minuten Kochzeit. Dazu harmonieren zum Beispiel sehr gut Knoblauch, Joghurt, Kumin und Piment, wie auch Tomaten, frischer Koriander, Petersilie und Chili.

Einkaufen: Die schnelle Version wären vorgegarte Kichererbsen aus der Dose. Getrocknete Kichererbsen gibt es meist beim türkischen Gemüsehändler, im Bioladen und in gut sortierten Supermärkten. Kichererbsenmehl (z. B. für Falafel) finden Sie im Asialaden und in gut sortierten Supermärkten.

Rezept: Möhren-Kichererbsen-Couscous

Zubereitungszeit: 45 Minuten

Für 4 Personen

  • 500 g Möhren
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 200 g Mangold (oder Spinat)
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 Tomaten
  • 5 Datteln
  • 1-2 TL "Ras el Hanout" (orientalische Würzmischung, z. B. über 1001 Ge­würze)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 kleine Dose Kichererbsen
  • 250 g Instant-Couscous
  • 1/2 Bund glatte Petersilie

1. Möhren schälen, längs vierteln, Lauchzwiebeln putzen. Beides in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Mangold waschen, Stiele ebenfalls in 4 cm lange Stifte, Blätter in breite Streifen schneiden.

2. Olivenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen, Möhren, Lauchzwiebeln und Mangoldstiele etwa 5 Minuten andünsten. Gewürze über das Gemüse geben, etwas mitbraten. Tomaten und Datteln würfeln und unterrühren. Zugedeckt rund 15 Minuten schmoren lassen. Petersilie hacken.

3. Kichererbsen in einem Sieb abspülen, mit den Mangoldblättern zum Gemüse geben, noch 10 Minuten köcheln lassen. Couscous nach Packungsanleitung zubereiten. Gemüse mit Salz und Pfeffer abschmecken, Petersilie darübergeben, mit dem Couscous servieren.

Tipp: Leicht gesalzener griechischer Joghurt passt super dazu.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der "LAVIVA"-Ausgabe November 2015


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