Kiwi: Frucht mit Künstlername

Ursprünglich hieß die Kiwi einmal ganz anders. Doch der Verkauf lief nicht - bis die Briten der verdauungsfördernden Frucht einen neuen Namen verpassten.

Illu: Kiwi

Kurz mal die Verdauung beschleunigen? Dann gönnen Sie sich ein paar Kiwis!

Food-Guide: Kiwi

Als die Kiwi vor gut 50 Jahren von Neuseeland aus erst den britischen, dann den europäischen und US-Markt eroberte, da hieß sie noch "Chinesische Stachelbeere". Anfangs lief der Absatz mäßig, doch nachdem die Briten ihr den Namen "Kiwi" verpassten, boomte plötzlich das Geschäft. So wurde die pelzige Beere mit leuchtend grünem Fruchtfleisch auch bei uns beliebt. Gut so, denn sie enthält jede Menge Vitamin C: Eine Kiwi enthält etwa doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange, nämlich rund 90 Milligramm pro 100 Gramm. Zwei Kiwis reichen also aus, um den Vitamin-C-Tagesbedarf (100 Milligramm) sehr gut zu decken. Unser Verdauungssystem freut vor allem der hohe Ballaststoffgehalt sowie das Enzym "Actinidain": Das spaltet Proteine, sodass wir Eiweiß, vor allem aus Fleisch, Soja und Weizen (Gluten), leichter verdauen können. Dazu beschleunigt sich ganz allgemein die Verdauung ein wenig.

Genießen: Für einen Obstsalat oder als klassischen Smoothie passen Zitrusfrüchte, Bananen, Datteln, aber auch Äpfel prima zur Kiwi. Achtung: Eine besondere Beziehung hat die Kiwi zu Milchprodukten und Gelatine: Das Actinidain macht vor deren Proteinen nicht halt und lässt das Essen nach einiger Zeit bitter werden. Deshalb: Wenn Quark & Co. im Spiel sind, sollten Sie die Kreation zügig (innerhalb von zehn Minuten) aufessen! Die neuen "Golden Kiwis" mit gelben Fruchtfleisch enthalten das Enzym übrigens nicht.

Einkauf: Die Kiwi sollte glatt und prall sein und sich nur ganz leicht eindrücken lassen - dann ist sie genau richtig. Harte Früchte reifen in ein paar Tagen bestens nach.

Rezept: Kiwi-Gurken-Drink mit Petersilie

Zubereitungszeit: 7 Minuten

Für 2 kleine Gläser (oder ein großes)

  • 2 Kiwis
  • 100 g Gurke
  • 3 Zweige Petersilie
  • 150 ml Buttermilch
  • 1 Prise Salz

1. Kiwis schälen, Gurke waschen, beides grob zerkleinern. Petersilie grob hacken.

2. Alles mit der Buttermilch in den Mixer füllen, gut aufmixen und mit Salz abschmecken.

Tipps für einen würzig-frischen Genuss:

1. Wer keinen Mixer hat, nimmt den Pürierstab - dann zunächst nur die Hälfte der Buttermilch zugießen, nach dem Pürieren den Rest untermixen.

2. Ohne Buttermilch geht’s auch: stattdessen einfach Wasser oder Apfelsaft verwenden.

3. Den Drink zeitnah schlürfen - sonst wird er durch das Actinidain bitter.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der "LAVIVA"-Ausgabe März 2017


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