Mandarine: China-Girl

Die Mandarine ist etwas aus der Mode geraten. Viel häufiger landen ihre Verwandten Satsuma, Tangerine und Clementine auf unseren Tellern.

Ein wenig sauer, ein wenig unpraktisch zu essen: die Mandarine

Food-Guide: Mandarine

Urgroßmutter Mandarine ist zwar das Oberhaupt der herrlich süßsauren Früchte, doch leider taucht die ursprünglich aus China stammende Dame fast nur noch als Namensgeberin auf. Der Grund: Sie schmeckt zwar sehr aromatisch, aber oft auch ein wenig sauer, und sie hat viele Kerne. Da sind ihre Nachkommen unkomplizierter: Enkelin Satsuma (aus einem japanischen Familienzweig) und die kleine Tangerine (vom Mittelmeer) sind deutlich süßer, fast kernlos, allerdings geschmacklich nicht so ausgereift wie die Oma. Gleiches gilt für Cousine Clementine, die aus einer Liaison aus Mandarine und Pomeranze (eine Bitterorangenart) stammt.

In jedem Fall enthalten alle Familienmitglieder recht viel Vitamin C, dazu noch Vitamin B1 und B2. Sogar die weißen "Fasern" sind für etwas gut: Darin steckt der sekundäre Pflanzenstoff Hesperidin, der unsere Gefäße - besonders die Beinvenen - stärkt. Das wirkt Krampfadern entgegen.

Genießen: Frisch und pur sind Mandarinen bzw. Clementinen am besten. Und in der Salatschüssel harmonieren sie mit fast allen anderen Früchten. Bei pikanten Mischungen mögen sie es entweder exotisch (mit Chili oder Koriander) oder ganz erdverbunden: Weiß- oder Rotkohl, aber auch Schwarzwurzeln oder Chicorée passen prima.

Einkauf: Wer sichergehen will, dass die Schale kein kleines Chemielabor ist, sollte zu Bioware greifen. Glänzt die Schale und sitzt schön fest am Fruchtfleisch, sind die Früchte frisch.

Rezept: Chicorée-Salat mit Mandarinen und...

Für 4 Personen

1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Limetten auspressen. 1/2 TL Limettensaft, Honig, Paprika, Chili und eine Prise Salz in einer kleinen Schüssel verrühren. Evtl. 1/2 TL Wasser zufügen. Die Cashewkerne halbieren, in der Honig-Chili-Mischung wenden und auf dem Backblech verteilen. Für ca. 7 Minuten in den Ofen schieben, anschließend auf einen Teller geben, abkühlen lassen.

2. Die Chicorée-Knospen halbieren, den Strunk herausschneiden. Blätter in feine Streifen schneiden. Waschen, trocken schleudern und in eine Salatschüssel geben. Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Mandarinen schälen, in Stücke teilen und halbieren. Mit den Lauchzwiebeln in die Schüssel geben.

3. Koriander waschen, trocken schütteln, Blättchen hacken. Mit dem restlichen Limettensaft, etwas Salz und Öl zu einer Sauce aufschlagen. Unter den Salat mischen, Cashewkerne darüberstreuen.


© goodween123/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe November 2013


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