Mangold: Rübe mal anders

Seine Familienverhältnisse sieht man dem Mangold nicht an. Das langgestielte Gemüse erinnert eher an Spinat - und gehört doch zur Familie der Rüben.

Stilvoll nicht nur in Rot: Der Stil des Mangolds kommt in verschiedenen Farben daher

Food-Guide: Mangold

Mangold ist tatsächlich das "grüne" Schaf der Rübenfamilie: immer ein bisschen anders als die anderen. Mit Tante Zuckerrübe und Cousine Rote Bete hat er weder optisch noch geschmacklich viel gemein. Seine dicken Stiele schmecken ein wenig nach Spargel, die tiefgrünen Blätter dagegen schlagen eher in die spinatige Richtung. Vom Spinat scheint sich der Mangold auch seine inneren Werte abgeguckt zu haben: viel Betacarotin (Provitamin A) und beachtliche Mengen an Kalzium, Magnesium und Eisen. Damit könnte man ihn schon fast als grüne Mineralstofftablette bezeichnen, denn genau von diesen Mineralien und Spurenelementen kriegen wir oftmals zu wenig.

Genuss: Er passt prima zur Mittelmeerküche, denn da kommt der Mangold auch ursprünglich her: etwa auf süditalienische Art mit Rosinen und Pinienkernen gedünstet, oder mit Zitrone und Sahne zu Pasta. Die Stiele werden mitgegessen. Sie garen etwa doppelt so lang (ca. 8 Minuten) wie die Blätter (ca. 4 Minuten).

Einkauf: Hauptsache, frisch! Die Blätter sollten grün, intakt und glänzend, die Stiele stramm sein. Die Blätter werden schnell welk - also möglichst noch am selben Tag verbrauchen. In ein feuchtes Küchentuch eingeschlagen, hält sich der grüne Italiener maximal zwei Tage. Mangold gibt es auch mit goldgelben oder roten Stielen. Der Geschmack ist jedoch derselbe, und beim Dünsten verflüchtigen sich leider die hübschen Farben.

Rezept: Mangold-Pecorino-Frittata

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Für 2 Portionen:

  • 300 g Mangold
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • 75 g junger Pecorino (italienischer Hartkäse aus Schafsmilch)

1. Den Mangold waschen und gut abtropfen lassen. Die Blätter von den Stielen schneiden. Die Stiele in feine, die Blätter in etwas breitere Streifen schneiden.

2. Das Öl in einer mittelgroßen beschichteten Pfanne erhitzen, die Stiele hineingeben und etwa 5 Minuten dünsten. Dann die Blätter hinzufügen, weitere 5 Minuten dünsten.

3. Inzwischen die Eier verquirlen, kräftig salzen und pfeffern. Den Käse fein würfeln. Die Eier über den Mangold gießen, Käsewürfel darüberstreuen. Einen Deckel auf die Pfanne legen und die Frittata etwa 8 Minuten stocken lassen. Sie ist fertig, wenn die Eimasse oben fest geworden ist.


GoodMood Photo/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Juni 2012


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