Ofengenuss: Backofen-Küche

Einen Backofen hat natürlich fast jeder in seiner Küche, aber meist besuchen den Kerl nur Pizza und Marmorkuchen. Was fernab des Üblichen noch alles möglich ist, wird Sie überraschen.

Rezept: Bananenbrot mit Speck und Erdnussbutter

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten; Backzeit: 35 Minuten

Für 1 Kastenform (25 cm lang)

  • 6 Scheiben Toastbrot
  • 2 Bananen
  • 100 g Roh-Rohrzucker
  • 80 ml Milch
  • 4 Eier (M)
  • Salz
  • 1 EL Speisestärke
  • 3–4 EL Kakaopulver
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 100 g Walnusskerne
  • 3 EL neutrales Pflanzenöl
  • 2 EL Sahne
  • 2 EL Erdnussbutter
  • 150 g Frühstücksspeck
  • Mehl für die Form

1. Den Ofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Für den Teig das Toastbrot entrinden und in kleine Würfel schneiden. Die Bananen schälen und ebenfalls klein würfeln. Die Brot- und Bananenwürfel sowie den Zucker in eine Schüssel geben. Die Milch hinzufügen und alles gut vermischen.

2. Die Eier trennen. In einer Rührschüssel mit den Schneebesen des Handrührers die Eiweiße mit 1 Prise Salz zu steifem Eischnee schlagen. Die Eigelbe unter den Bananenteig rühren, Speisestärke, Kakaopulver und Backpulver dazugeben und alles gut verrühren. Den Eischnee darunterziehen, die Walnusskerne grob zerkleinern und unterheben.

3. Die Kastenform mit 1 EL Öl einfetten und mit Mehl ausstäuben. Dann den Teig in die Form gießen und das Bananenbrot ca. 35 Min. im heißen Ofen (Mitte) backen.

4. In einem Töpfchen die Sahne erhitzen und die Erdnussbutter dazugeben. Aufkochen und zu einer sämigen Sauce verrühren.

5. Den Frühstücksspeck in dünne Scheiben und diese in schmale Streifen schneiden. In einer Pfanne das restliche Öl erhitzen und die Speckstreifen darin bei mittlerer Hitze beidseitig kross anbraten.

6. Das Bananenbrot stürzen und in Scheiben schneiden. Mit der Sauce und dem Speck garnieren und heiß servieren.

Nährwerte: Bei 12 Scheiben pro Stück ca. 260 kcal, 9 g EW, 16 g F, 20 g KH

Tipp: Die Kombination von süßem Gebäck mit deftigem Speck sollten Sie unbedingt ausprobieren. Wer Gefallen daran findet, dem schmecken bestimmt auch fluffige Pancakes zusammen mit Ahornsirup und ein paar Streifen knusprig gebratenem Bacon.

Rezept: Süßkartoffelgratin mit Nüssen und Käse

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten; Backzeit: 25 Minuten

Für 4 Personen

  • 2 Süßkartoffeln (ca. 1 kg)
  • Salz
  • 200 g Sahne
  • schwarzer Pfeffer
  • 100 g Kokosmilch (aus der Dose)
  • 1 Prise Zimtpulver
  • 1 Prise gemahlener Piment
  • 125 g Bergkäse am Stück
  • 100 g Walnusskerne
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 2 EL flüssiger Honig

 

1. Die Süßkartoffeln schälen, putzen und quer in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden oder hobeln. Die Scheiben gefächert in einen Bräter schichten.

2. Die Süßkartoffelscheiben mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zimtpulver und Piment bestreuen.

3. In einer Schüssel für den Guss die Sahne und die Kokosmilch vermischen, dann alles gleichmäßig über die Süßkartoffeln gießen.

4. Den Ofen auf 170° (Heißluft) vorheizen. Den Käse auf der Gemüsereibe grob raspeln. Die Walnusskerne nach Belieben kleiner brechen oder grob hacken. Beides gleichmäßig auf die Süßkartoffeln streuen.

5. Den Rosmarin kalt abbrausen, trocken schütteln und darauflegen. Den Honig über das Ganze träufeln. Das Süßkartoffelgratin im heißen Ofen (Mitte) ca. 25 Min. backen. Aus dem Ofen nehmen und heiß servieren. Dazu passt ein Blattsalat oder Gurkensalat.

Nährwerte: pro Portion ca. 700 kcal, 18 g EW, 42 g F, 63 g KH

Tipp: Kokosmilch sorgt für ein leicht süßliches, exotisches Aroma. Die Kokosmilch vor dem Öffnen am besten gut schütteln, damit sich das Kokoswasser und die feste Kokoscreme vermischen. Übrige Kokosmilch am besten in Eiswürfelbehältern einfrieren; so ist sie fürs nächste Curry oder einen Smoothie schon perfekt portioniert.

Rezept: Brasato mit Kartoffelsoufflé

Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten; Schmorzeit: 2 Stunden

Für 4 Personen

  • 1 Zwiebel
  • 1 mehligkochende Kartoffel
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 1,25 kg runde Rinderschulter
  • Salz
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 3 Zweige frischer Thymian
  • 1 Stängel frischer Salbei
  • 750 ml Portwein
  • 2 gelbe Pflaumen
  • 2 frische Feigen
  • schwarzer Pfeffer

Für das Kartoffelsoufflé

  • 250 g Kartoffelknödelteig (Fertigprodukt; aus dem Kühlregal)
  • 150 g Quark (40 % Fett)
  • 3 Eier (M)
  • 1/2 TL Backpulver
  • Salz
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 EL weiche Butter

Außerdem

  • 4 ofenfeste Förmchen (je ca. 250 ml Inhalt)

1. Für das Fleisch den Ofen auf 170° (Heißluft) vorheizen. Zwiebel, Kartoffel und Petersilienwurzeln schälen und putzen, dann in Würfel schneiden. Alles in einen Bräter geben.

2. Das Fleisch von Häuten und Fettschichten befreien und rundum salzen. In einer schweren Pfanne das Öl stark erhitzen und das Fleisch darin in ca. 10 Min. rundum kross anbraten, dann mit in den Bräter legen. Den Bratensatz mit der Brühe loskochen und zum Fleisch gießen.

3. Den Thymian und den Salbei kalt abbrausen und trocken schütteln. Beides neben das Fleisch legen und den Portwein dazugießen. Den Bräter in den heißen Ofen schieben (unten) und das Brasato ca. 2 Std. schmoren. Falls nötig, etwas Wasser angießen.

4. Ca. 30 Min. vor Ende der Fleischgarzeit für das Soufflé in einer Schüssel Knödelteig und Quark vermengen. Die Eier trennen. Eigelbe, Backpulver und etwas Salz unter den Teig rühren. Die Stärke dazusieben und unterarbeiten. In einer Rührschüssel mit den Schneebesen des Handrührers die Eiweiße mit 1 Prise Salz zu steifem Eischnee schlagen, dann diesen vorsichtig unterheben. Die Förmchen mit der Butter einfetten und auf ein Blech stellen. Je ein Viertel des Teigs hineingeben und die Soufflés im heißen Ofen (Mitte; Heißluft) bei 170° die letzten ca. 15 Min. mitbacken.

5. Inzwischen Pflaumen und Feigen waschen. Pflaumen entsteinen und alle Früchte in Achtel schneiden. Das Brasato aus dem Ofen nehmen, die Kräuterzweige entfernen. Das Fleisch herausheben und zugedeckt ruhen lassen. Die Sauce mit dem Pürierstab pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit der Sauce und den Früchten servieren. Die Soufflés dazu reichen.

Nährwerte: Pro Portion ca. 1 360 kcal, 75 g EW, 61 g F, 80 g KH

Hätten Sie's gewusst? Brasato heißt das Vorbild für dieses Rezept, ein dem Ursprung nach süditalienisches Schmorgericht. Das Wort leitet sich von dem Dialektwort Brasa ab. So hieß der Schmortopf, den man früher direkt in die Herdglut stellte.

Kreativer Ofengenuss: Buchtipp

Buchtipp

Backofentür auf, Pizza rein, Backofentür zu. Wie viel mehr sich mit der Etage unter den Herdplatten anstellen lässt, verrät Sven Christ in "Kreativer Ofengenuss. Grillen, Braten, Schmoren, Dämpfen - neu entdeckt". Sein neues Buch ist bei Gräfe & Unzer für 19,99 Euro erschienen.


© Fotos: Gräfe und Unzer Verlag/Katharina Bohm


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