Oh, wunderbare Kuchenzeit!

Welch Verführung! Sie brauchen nur einen Mürbeteig, Ihr Lieblings-Obst und die Deko-Tipps aus diesen Rezepten, damit Ihr leckeres Backwerk auch noch zauberhaft aussieht.

Rezept: Kirschkuchen mit Mandeln

"Mandeln und Kirschen sind eine bewährte Kombination. Hier finden sich die Mandeln gemahlen im Teig. Sie können frische oder tiefgekühlte Kirschen verwenden. Bei tiefgekühlten Kirschen wird die Füllung etwas flüssiger, sie sind aber oft schon entsteint, was praktisch ist, wenn man nicht viel Zeit hat." - Linda Lomelino

Für 1 Kuchen von 18 cm Durchmesser, 6-8 Stücke

Für den Mürbteig

  • 200 g Weizenmehl
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Zucker
  • 1/4 TL Salzflocken
  • 175 g kalte Butter
  • 3-5 EL eiskaltes Wasser

1. Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter würfeln und zur Mehlmischung geben. Mit den Händen zu einem krümeligen Teig zusammenfügen.

2. Kaltes Wasser dazugeben (mit wenig beginnen und bei Bedarf mehr hinzufügen) und mit einer Gabel vermischen, bis die Teigkrümel beim Zusammendrücken zusammenkleben.

3. Den Teig auf Frischhaltefolie legen, etwas flach drücken, einwickeln und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde, am besten aber über Nacht, kühl stellen.

Für die Kirschfüllung

  • 750 g Kirschen, entsteint (ca. 900 g Kirschen mit Stein)
  • 90 g Zucker
  • 1/4 TL Salzflocken
  • 1/4 TL Vanillepulver nach Belieben
  • 1 EL Kirschlikör
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 2 EL Maisstärke

1. Kirschen, Zucker, Salz, Vanillepulver und Kirschlikör in einen Topf geben. Aufkochen und bei niedriger Temperatur 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Kirschen weich werden.

2. Maisstärke und Zitronensaft mischen und unter Rühren zu den Kirschen geben. Etwa 1 Minute köcheln lassen, bis die Flüssigkeit andickt. Auskühlen lassen.

Zum Bestreichen

  • 1 Ei
  • 1 EL Milch
  • 1 Prise Salzflocken
  • 1 EL Rohrohrzucker

1. Den Backofen auf 225 Grad vorheizen.

2. Gut die Hälfte des Teigs auf der bemehlten Arbeitsfläche 3 mm dick zu einem großen Kreis ausrollen. Eine Form mit dem Teig auskleiden und kühl stellen.

3. Den restlichen Teig zu einem großen Kreis ausrollen. Mit der Spitze einer runden Tülle oder einem Fingerhut mit scharfer Kante kleine Löcher ausstechen.

4. Die Form aus dem Kühlschrank nehmen. Die Kirschfüllung hineinfüllen. Den Teigrand mit etwas Wasser bestreichen. Den Teigdeckel darauflegen und am Rand festdrücken. Wenn Sie den Rand nicht verzieren möchten, überstehenden Teig bis auf wenige Millimeter abschneiden.

5. Den Kuchen 15 Minuten ins Gefrierfach stellen (damit er beim Backen besser die Form behält).

6. Ei, Milch und Salz verquirlen. Den Kuchen damit bestreichen und mit Rohrohrzucker bestreuen.

7. Im unteren Teil des Ofens 15 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 175 Grad reduzieren und weitere 45 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun ist und die Füllung Blasen wirft. Wenn der Kuchen gegen Ende der Backzeit zu dunkel wird, mit Alufolie oder Backpapier abdecken. Den Kuchen herausnehmen und vor dem Anschneiden auskühlen lassen, damit die Füllung stockt. Mit Vanilleeis servieren.

Rezept: Klassischer Apfelkuchen

"Apfelkuchen zu backen ist äußerst dankbar, da vom Spätsommer bis weit in den Winter hinein verschiedene Apfelsorten zur Verfügung stehen. An einem kühlen Ort kann man Äpfel auch gut längere Zeit lagern. Die Wahl der Apfelsorte beeinflusst Geschmack und Textur des Kuchens. Ich bevorzuge zum Backen feste, säuerliche Sorten wie Braeburn, Gravensteiner oder Berlepsch." - Linda Lomelino

Für 1 Kuchen von 20 cm Durchmesser, 8-10 Stücke

Für den Mürbteig

  • 300 g Weizenmehl
  • 225 g Zucker
  • 1/4 TL Salzflocken
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 275 g kalte Butter
  • 5-7 EL eiskaltes Wasser

1. Mehl, Zucker, Salz und Zimt in einer Schüssel mischen. Die Butter würfeln und zur Mehlmischung geben. Mit den Händen zu einem krümeligen Teig zusammenfügen.

2. Kaltes Wasser dazugeben (mit wenig beginnen und bei Bedarf mehr hinzufügen) und mit einer Gabel vermischen, bis die Teigkrümel beim Zusammendrücken zusammenkleben.

3. Den Teig auf Frischhaltefolie legen, etwas flach drücken, einwickeln und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde, am besten aber über Nacht, kühl stellen.

Für die Apfelfüllung

  • 1 1/2 kg Äpfel
  • 25 g Butter
  • 90 g Zucker
  • 30 g heller Muscovadozucker
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 1/4 TL gemahlener Zimt
  • 1/4 TL Vanillepulver
  • 1/4 TL Salzflocken
  • 2 EL Weizenmehl
  • 2 EL Maisstärke
  • 2 TL Weizenmehl und 2 TL Zucker für den Teigboden

1. Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in Scheiben schneiden.

2. Die Butter in einem großen Topf schmelzen. Äpfel, Zucker, Muscovadozucker, Zitronensaft, Zimt, Vanillepulver und Salz hineingeben und vorsichtig umrühren. Aufkochen und bei niedriger Temperatur 4-5 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel etwas weicher geworden sind und Flüssigkeit verlieren. Gelegentlich umrühren.

3. Mit Mehl und Maisstärke bestäuben, wieder umrühren und weitere 2 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit leicht andickt. Abkühlen lassen.

Zum Bestreichen

  • Ei
  • 1 EL Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Rohrohrzucker

1. Den Backofen auf 225 Grad vorheizen.

2. Gut die Hälfte des Teigs auf der bemehlten Arbeitsfläche 3-4 mm dick ausrollen. Eine Form mit dem Teig auskleiden. Kühl stellen.

3. Den restlichen Teig zu einem Kreis von 28 cm Durchmesser ausrollen und mit Messer oder Pizzaroller in Streifen schneiden.

4. Die Form aus dem Kühlschrank nehmen. Mehl und Zucker mischen und damit den Teigboden bestreuen. Die Äpfel hineinfüllen. Den Teigrand mit etwas Wasser bestreichen. Die Teigstreifen zu einem Flechtmuster legen (siehe "Geflochtener Teigdeckel" unten). Überstehenden Teig bis auf wenige Millimeter abschneiden (die Streifen ziehen sich beim Backen etwas zusammen). Den Kuchen 15 Minuten ins Gefrierfach stellen.

5. Ei, Milch und Salz verquirlen. Den Kuchen damit bestreichen und mit Rohrohrzucker bestreuen.

6. Im unteren Teil des Ofens 20 Minuten backen, dann die Temperatur auf 175 Grad reduzieren und weitere 40 Minuten backen, bis die Füllung Blasen wirft. Wenn der Kuchen gegen Ende der Backzeit zu dunkel wird, zumindest den Rand mit Alufolie oder Backpapier abdecken. Herausnehmen und auskühlen lassen. Besonders gut passt dazu Karamelleis.

Rezept: Geflochtener Teigdeckel

"Ein Gittermuster aus miteinander verflochtenen Teigstreifen ist das meistverbreitete Muster für gedeckte Kuchen und leichter zu machen, als es aussieht. Sie können die Breite der Teigstreifen selbst wählen. Schmale machen allerdings sehr viel mehr Arbeit als breite." - Linda Lomelino

1. Zuerst schneiden Sie die benötigte Anzahl Teigstreifen. Hier habe ich insgesamt 8 Streifen verwendet, 4 in jeder Richtung.

2. Vier der Streifen senkrecht auflegen.

3. Streifen 1 und 3 von der Mitte nach unten falten.

4. Einen weiteren Streifen waagrecht knapp oberhalb der Mitte auflegen. Streifen 1 und 3 darüberlegen.

5. Nun Streifen 2 und 4 über den waagrechten Streifen nach unten falten.

6. Einen Streifen waagrecht an den oberen Rand legen. Streifen 2 und 4 darüberlegen.

7. Streifen 2 und 4 von der Mitte des Kuchens nach oben falten und darunter einen waagrechten Streifen legen.

8. Streifen 2 und 4 darüberlegen.

9. Streifen 1 und 3 zur Mitte falten.

10. Einen Streifen waagrecht an den unteren Rand legen.

11. Streifen 1 und 3 darüberlegen. Die Ränder mit etwas Wasser bestreichen, damit sie verkleben, und nach innen falten.

Tipp: Die Kuchenfüllung muss vollständig ausgekühlt sein, bevor Sie sie in die Form füllen und den Teigdeckel herstellen, sonst werden die Teigstreifen zu weich und lassen sich schlecht verarbeiten.

"Lomelinos Kuchen"-Buchcover

Buchtipp

"Mit Mürbeteig backen ist irgendwie magisch." Sagt Linda Lomelino, die schwedische Fotografin, Stylistin, Rezeptautorin und Bloggerin ("Call me cupcake") und zeigt in ihrem neuesten Kochbuch, wie man lecker für Gaumen und Auge backt. Erschienen ist "Lomelinos Kuchen, Tartes & Pies" im AT Verlag für 26 Euro.


© Fotos: Linda Lomelino/AT Verlag


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