Pinienkerne: Für Genießer mit Geduld

Gut Pinienkern will Weile haben: Erst nach drei Jahren sind die Zapfen des Kieferbaums reif. Und selbst dann muss sich der Genießer noch gedulden.

Mandelig-harzig im Geschmack: Pinienkerne

Food-Guide: Pinienkerne

Es dauert lange, bis die Zapfen einer Mittelmeer-Pinie reif sind - drei Jahre lang wachsen sie am Baum vor sich hin. Nach der Ernte, die in der bis zu 30 Meter hohen Baumkrone stattfindet, heißt es weiter warten. Denn bevor die fest geschlossenen Zapfen sich öffnen und ihre Schätze freigeben, brauchen sie erst mal ein sehr langes Sommer-Sonnenbad. Dafür erfreuen uns die darin enthaltenen Samen umso mehr mit ihrem mandelig-harzigen Geschmack und jeder Menge wichtiger Mineralstoffe: Magnesium für stressresistente Nerven, Eisen und Zink für ein starkes Immunsystem. Das Warten hat sich gelohnt!

Genießen: Die weichen Kernchen tauchen vor allem in italienischen Rezepten auf: zu gedünstetem Spinat oder gehackt mit Basilikum, Olivenöl, Knoblauch als klassisches Pesto genovese. Auch die orientalische Küche mag sie gern, etwa in Kombination mit Hack oder zu Gemüsegerichten aus dem Ofen.

Einkaufen: Keine Frage - Pinienkerne sind ein ziemlich teurer Spaß. Trotzdem sollte man Sonderangebote, bei denen sie lose oder in durchsichtige Tüten verpackt angeboten werden, lieber ignorieren. Denn die fettreichen Saaten werden durch Luft und Licht schnell ranzig. Daher angebrochene Pinienkern-Tüten immer fest verschließen - und am besten sogar im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept: Orientalische Hacktaschen mit Pinienkernen

Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Für 10 Stück

  • 1 EL Sultaninen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 250 g Rinderhack
  • 1⁄2 Bund glatte Petersilie
  • 1⁄2 TL Paprikapulver
  • je 1 Prise Cumin und Zimt
  • Salz
  • schw. Pfeffer
  • 1 EL Pinienkerne
  • 5 Platten (möglichst quadratisch) TK-Blätterteig
  • 3-4 EL Sahne
  • Backpapier

1. Die Blätterteigplatten einzeln nebeneinander legen, mit einem Küchentuch abdecken und etwa 15 Minuten auftauen lassen. Die Sultaninen in einer halben Tasse Wasser einweichen. Zwiebel schälen, fein hacken und etwa 5 Minuten im Öl andünsten. Petersilie waschen, trocken schütteln und ebenfalls fein hacken. Beides zusammen mit dem Rinderhack in eine Schüssel geben. Je 1⁄2 TL Salz und Pfeffer sowie die restlichen Gewürze zugeben und alles gut verkneten. Sultaninen abtropfen lassen und mit den Pinienkernen unter die Hackmasse kneten.

2. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Dann die Blätterteigplatten mit etwas Mehl möglichst dünn ausrollen und längs teilen. Jeweils 1 EL Hackmasse auf eine Hälfte geben, zusammenklappen (so wird es eine quadratische Tasche) und die Ränder festdrücken. Die Teigtaschen auf das Blech setzen, mit der Sahne bepinseln und 15-20 Minuten backen.


© Quade/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Januar 2012


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