Raclette-Käse: Zum Dahinschmelzen

Genuss statt Verzicht: Durch die Herstellung und den Reifeprozess ist im Raclette-Käse keine Laktose mehr enthalten.

Illustration Raclette-Käse

Gesunder Brocken: Im Schmelzkäse verstecken sich Zink, Vitamin A und ganz viel Kalzium.

Food-Guide: Raclette-Käse

Das ist schließlich die Hauptaufgabe von Schweizer Raclette-Käse: möglichst cremig weich zu werden. Aufgrund dieser Fähigkeit durfte der urschweizer Käse aus dem Kanton Wallis auch unserem liebsten Winter-Food-Vergnügen seinen Namen leihen: dem Raclette-Essen. Hergestellt wird der mild-aromatische Laib wahlweise aus Rohmilch oder aus pasteurisierter Milch, danach reift er zwischen drei und sechs Monaten – je jünger, desto weicher und milder ist er. In jedem Fall enthält er eine Menge Kalzium (nahezu die Hälfte des Tagesbedarfs pro 50 g) und viel Eiweiß. Dazu noch Zink und Vitamin A – beide ein gutes Mittel gegen Entzündungen. Durch die traditionelle Herstellung und den Reifeprozess ist im Raclette-Käse keine Laktose mehr enthalten, verspricht die Hersteller-Organisation "Raclette Suisse".

Genießen: Entweder klassisch als Raclette: Dazu Brot, Pellkartoffeln oder sauer eingelegtes Gemüse im Pfännchen mit Käse belegen und ihn schmelzen lassen. Lecker schmeckt das mit dem Zusatz ganz feiner Knoblauchscheiben, Rosmarinnadeln oder eingelegtem grünen Pfeffer! Oder aber Sie überbacken mit dem Gourmet-Schmelzkäse Aufläufe oder Toasts. Das macht gut satt, zum Beispiel nach einem langen Rodeltag.

Einkaufen: Der original Raclette-Käse aus dem Wallis ist aus Rohmilch und heißt: "Walliser Raclette AOP" – das AOP-Siegel garantiert Herkunft und die traditionelle handwerkliche Herstellung. Bei Käsen mit der Bezeichnung "Raclette Suisse®" garantiert das Label, dass sie mit hohem Qualitätsanspruch, traditionell und ohne gentechnisch verändertes Lab hergestellt wurden. Dann ist auch die Rinde essbar!

Rezept: Gratinierte Zwiebelsuppe

Zubereitungszeit ca. 50 Minuten

Für 4 Personen

  • 150 g Raclette-Käse am Stück
  • 600 g Gemüsezwiebeln
  • 3 EL Butter
  • 1 TL Rohrzucker
  • 1 EL Mehl
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Liter Hühner- oder Gemüsebrühe
  • 3 Zweige frischen Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 Baguette

1. Raclette-Käse für 20 Minuten in den Tiefkühler legen (dann lässt er sich besser reiben). Zwiebeln pellen, evtl. halbieren, in feine Streifen oder Ringe schneiden und in der Butter bei niedriger Hitze 10 Minuten andünsten. Zucker darüber streuen, Temperatur hochdrehen, und die Zwiebeln unter Rühren anbräunen lassen.

2. Mehl darüber stäuben und untermengen. Brühe und Weißwein zugießen, gut verrühren. Thymian hinein, mit geschlossenem Deckel 30 Minuten köcheln lassen. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken, Thymianzweige herausfischen.

3. Baguette in 8 Scheiben schneiden und goldbraun toasten, Käse reiben. Suppe auf 4 ofenfeste Schalen verteilen (oder in einen breiten, ofenfesten Topf geben). Brotscheiben darauf legen, mit dem Käse bestreuen. Im oberen Drittel des Ofens unter dem vorgeheizten Backofengrill 3 bis 5 Minuten goldbraun überbacken.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der LAVIVA-Ausgabe Januar 2018


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