Radicchio: das rote Weltraumwunder

Bitter macht nicht nur lustig, sondern auch gesund. Ein Radicchio-Mahl regt Leber, Verdauung und Stoffwechsel an. Selbst im Weltall.

Nussig, leicht bitter im Geschmack: Radicchio

Food-Guide: Radicchio

Die rot-weißen Köpfe stammen zwar aus der Gegend um Venedig, doch auch im Weltall würden sie sich wohlfühlen. Das zeigten Züchtungsversuche in einer Raumstation. Auf jeden Fall kann Radicchio nicht nur Astronauten auf Vordermann bringen: Seine Bitterstoffe regen Leber, Verdauung und Stoffwechsel an. Betacarotin und Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe) schützen vor Schäden freier Radikaler. Zusätzlich enthält der Wintersalat viel Folsäure, Vitamin C und Eisen.

Genießen: In Italien wird der nussige, leicht bittere Radicchio gebraten, gegrillt oder gedünstet - und auch im Salat gegessen. Er harmoniert gut mit Herzhaftem wie Speck und Käse. Wer nicht so gern Bitteres mag, entfernt die dicken weißen Blattrippen und kombiniert mit Früchten wie Orangen oder Birnen.

Einkauf und Lagerung: Die festen Köpfe sollten schön knackig und glänzend sein. Dann bleiben sie im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche frisch.

Rezept: Tagliatelle mit Radicchio

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Für 4 Personen

  • 350 g Tagliatelle (Bandnudeln)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 großer Radicchio (ca. 250 g)
  • 2 Orangen
  • 3 EL Walnusskerne
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 75 g Saint Agur (milder Blauschimmelkäse)

1. Tagliatelle nach Packungsanweisung garen. Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken. Den Radicchio putzen, festen Strunk und dicke weiße Blattrippen entfernen, dann in Streifen schneiden. Die Orangen halbieren und auspressen, die Walnusskerne grob hacken.

2. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel 5 Minuten im heißen Öl andünsten. Mit dem Orangensaft ablöschen, etwas einkochen lassen. Radicchio dazugeben, kurz zusammenfallen lassen und kräftig salzen und pfeffern.

3. Die abgetropften Tagliatelle in die Pfanne geben und alles gut vermischen. Saint Agur zerbröckeln und mit den Walnüssen auf die Pasta geben.


© dmevans/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Februar 2011


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