Rhabarber: Süßes, sonst gibt’s Saures!

Brrrr. Auch wenn sauer bekanntlich lustig macht - zum Rhabarber gehört eine gute Portion Zucker einfach dazu.

Mit rotem Stil besonders aromatisch: Rhabarber

Food-Guide: Rhabarber

Das Halloween-Motto gilt erst recht für den Frühlingsboten schlechthin: den Rhabarber. Denn erst eine ordentliche Portion Zucker katapultiert das herb-fruchtig-saure Stangengemüse (und uns) in den Gourmethimmel. Passend zum Frühling ist Rhabarber ein echter Fitmacher, er enthält viele Vitamine, nur wenige Kalorien und wirkt entwässernd. Allerdings steckt in den Stangen auch Oxalsäure - die macht die Zähne etwas stumpf und kann die Entstehung von Nierensteinen fördern. Durch die Kombination mit Milchprodukten wie Quark oder Pudding lässt sich diese Wirkung leicht neutralisieren: Das darin enthaltene Kalzium bindet die Oxalsäure.

Genießen: Rhabarber kann man zwar auch roh essen (z. B. einfach in Zucker gewälzt), aromatischer wird das Ganze jedoch, wenn man ihn mit Zucker kurz aufkocht. Besonders lecker ist er in Verbindung mit Erdbeeren, Weißwein und Vanille. Kombiniert mit Ingwer und Senfkörnern entsteht aus dem Rhabarber ein köstlich pikantes Chutney für die Grillsaison.

Einkauf: Hier gilt die Regel je grüner, desto saurer. Schön aromatisch sind Sorten mit roten Stielen und grünem Fleisch, am mildesten ist der sogenannte Himbeer-Rhabarber mit roten Stängeln und rosa Fruchtfleisch. Beim Kauf sollten die Stangen möglichst fest sein. In ein feuchtes Tuch geschlagen, halten sie sich im Kühlschrank maximal eine Woche frisch.

Rezept: Niederrheinischer Rhabarberkuchen nach Bauer...

Für eine Springform, 26-28 cm Ø

  • 900 g Rhabarber
  • 1/4 l Weißwein
  • 300 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 125 g Butter
  • 1 Becher Schmand (200 g) oder saure Sahne

1. Rhabarber putzen: Die Enden abschneiden, von den Stangen die "Haut" abziehen. In etwa 2 cm lange Stücke schneiden. Mit dem Weißwein und 80 g Zucker in einen Topf geben, aufkochen lassen und etwa 5 Minuten dünsten. In einem Sieb abtropfen und etwas abkühlen lassen.

2. Mehl, 100 g Zucker und Vanillezucker mischen. Ein Ei und die Butter in Flöckchen dazugeben, schnell zu einem Mürbeteig verkneten. Eine Springform einfetten, den Teig hineindrücken, dabei einen kleinen Rand hochziehen. Den Rhabarber auf dem Teig verteilen. Auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen (180 Grad, Ober-/Unterhitze) 25 Minuten backen.

3. Inzwischen Schmand mit dem restlichen Zucker (120 g) und einem Eigelb gut verquirlen. Das Eiweiß steif schlagen und darunterziehen. Die Masse auf dem Kuchen verteilen, weitere 25 bis 30 Minuten backen.

Tipp: Die Flüssigkeit, die beim Rhabarberkochenentsteht, nicht wegschütten! Gut gekühlt, ergibt sie mit einem Schuss Mineralwasser einen tollen Aperitif.


© feferoni/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Mai 2013


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