Rote Bete: Rübe unter Verdacht

Rot, rot, rot, sind alle Kleider bei dem, der Rote Bete unachtsam schneidet. Ansonsten bringt die Farbe aber nur Vorteile mit sich.

Vorsicht, färbt ab! Die Rote Bete sollte man nicht mit bloßen Händen schälen

Food-Guide: Rote Bete

Starke Rahne. So wird sie im Südbadischen auch genannt, die Rote Bete. Ihr Farbstoff färbt erst einmal Hände, Brettchen oder auch T-Shirts dunkelrot - und später braun. Deshalb sollten Sie sie liebe rmit dünnen Einweghandschuhen schälen oder schneiden. Doch davon abgesehen bringt die rote Farbe nur Vorteile: Der Pflanzenfarbstoff Betain wirkt antioxidativ und schützt so vor Arteriosklerose und möglicherweise auch vor Krebs. Zusätzlich enthält Rote Bete aber auch viel Nitrat - da der Stoff im Körper in Nitrit umgewandelt werden kann und dann im ungünstigsten Fall in krebserregende Nitrosamine, wurde die rote Rübe bis vor Kurzem auch mit Misstrauen betrachtet. Zu Unrecht! Neue Studien zeigen, dass das Nitrit sogar guttut: Nach Genuss eines halben Liters Rote-Bete-Saft pro Tag sinkt der Blutdruck messbar und die körperliche Leistungsfähigkeit steigt. Also Prost!

Genießen: Der erdige, leicht süße Geschmack braucht ein bisschen zusätzliche Säure, etwa Zitronensaft oder Balsamico, um sich zu ungeahnter Frische aufzuschwingen. Auch Dill, Nelken, schwarzer Pfeffer oder Piment passen prima.

Einkauf: Ist die Knolle schön fest und die Schale unverletzt, können Sie zugreifen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sie sich bis zu vier Wochen frisch.

Rezept: Rote-Bete-Suppe mit Koriander-Frischkäse-Nocken und...

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Für 4 Personen

  • 150 g Kartoffeln
  • 600 g Rote Bete
  • 2-3 Pimentkörner
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Prise gemahlene Nelken
  • 3 EL Balsamico-Essig
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • je 1/2 Bund Koriander und Petersilie
  • 150 g Frischkäse
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 75 g Schlagsahne
  • 200 g geräuchertes Forellenfilet

1. Kartoffeln und Rote Bete schälen und würfeln. Piment im Mörser zerstoßen. Öl in einem Topf erhitzen, Gemüse darin andünsten. Nelkenpulver, Piment und 2 EL Balsamico zugeben, Gemüsebrühe angießen. Zum Kochen bringen, ca. 20 Min garen.

2. Koriander- und Petersilienblättchen von den Stielen zupfen, abbrausen und fein hacken. Mit Frischkäse verrühren, evtl. salzen und pfeffern.

3. Sahne zur Suppe geben, mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz, reichlich Pfeffer und eventuell etwas Balsamico abschmecken. Suppe in Teller geben, vom Frischkäse mit einem Teelöffel kleine Nocken abstechen und mit den Forellenfilet-Stücken auf die Suppe geben.


© Karin Isopp/Fotolia | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Oktober 2014


IVAs Blog

Netzfundstücke, Hilfreiches, Schönes: Hier schreibt IVA über alles, was sie bewegt.

LESEN
Gewinnspiele

Aktuelle Gewinnspiele aus den Bereichen Beauty, Mode, Reise und Design!

Mitmachen