Spargel: Ausnahmezustand

Längere Freude: Zu Hause hält sich Spargel am besten im Gemüsefach, eingewickelt in ein feuchtes Tuch.

Illustration Spargel

Nebenwirkung: Spargel entwässert erfreulicherweise unseren Körper.

Food-Guide: Spargel

Schon seit Wochen führen uns seine Vettern aus Griechenland und Spanien in Versuchung, aber jetzt ist unser Liebling für kurze Zeit da: der deutsche Spargel! Spätestens Ende April werden die ersten Stangen geerntet. Bis zum offiziellen Ende der Spargelsaison am 24. Juni bleiben uns also rund acht Wochen, um das zart-nussige Gemüse zu genießen, das schon die Römer vor lauter Begeisterung auf Wandbildern verewigten. Wir können uns heute damit ganz nebenbei ein bisschen in Form bringen: Die zarten Stangen enthalten viel Kalium und den Pflanzenstoff Asparagin, zusammen sollen sie dafür verantwortlich sein, dass der Spargel entwässernd wirkt. Seine besonderen Ballaststoffe, die Inuline, regulieren die Verdauung und fördern die guten Darmbakterien. Das gelingt ihnen so effektiv, dass Inulin sogar als Pulver in Apotheken gehandelt wird. Grüner Spargel enthält im Vergleich zwar etwas weniger Ballaststoffe, dafür hat er mehr Betacarotin und Vitamin C.

Genießen:
Natürlich ganz klassisch mit Butter, Sauce hollandaise und Kartoffeln. Sehr gut passen dazu auch Lachs, Zitrone und Kerbel. Grüner Spargel macht sich fein in asiatischen Wokgerichten. Sie können ihn aber auch nur kurz in der Pfanne braten. Wichtig: Grüner Spargel braucht nicht geschält zu werden, beim weißen sollten Sie die Schale großzügig entfernen, damit der Essgenuss nicht getrübt wird.

Einkaufen:
Klar, je frischer, desto besser! Deshalb möglichst auf dem Wochenmarkt beim regionalen Erzeuger kaufen. Die Enden sollten kaum angetrocknet, die Stangen knackig sein. Zu Hause bitte in ein feuchtes Tuch packen und ins Gemüsefach legen - so halten sich die Stangen noch gut zwei Tage.

Rezept: Zitronen-Spargel-Ragout mit Lachs

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Für 4 Personen

  • 1,5 kg Spargel
  • 2 EL Butter
  • 3 EL Haferschmelzflocken
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Bio-Zitronen-Abrieb
  • 3 - 4 EL Zitronensaft
  • 150 g Crème fraîche
  • 4 Lachsfilets (je 150 g)
  • 2 EL Rapsöl

1. Spargel waschen, schälen, holzige Enden abschneiden. Schalen und Enden in 400 ml kochendes Salzwasser geben, 5 Minuten köcheln lassen. Abgießen, Spargelbrühe auffangen.

2. Stangen in ca. 4 cm lange Stücke schneiden, Köpfe beiseitelegen. Butter in einem breiten Topf zerlassen, Spargel darin 3 Minuten andünsten. 300 ml Spargelbrühe zugießen, zugedeckt 5 Minuten köcheln lassen.

3. Spargelköpfe, Crème fraîche, Zitronenschale und 2 EL Zitronensaft untermischen. Haferschmelzflocken einrühren, 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Lachs abspülen, trocken tupfen. Mit dem Rapsöl in einer beschichteten Pfanne etwa 10 Minuten braten, mehrmals wenden. Mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Zitronensaft würzen. Zum Ragout geben.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der LAVIVA-Ausgabe Mai 2018


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