Suppen für ein warmes Bauchgefühl

Jetzt gibt’s was auf die Löffel: Diese Suppen sind bei eiskalten Temperaturen besser als jede Wärmflasche. Exotisch, würzig - und immer schön heiß.

Es muss nicht immer Tüte sein: Fünf Suppenrezepte für kalte Tage

Rezept: Möhren-Orangen-Suppe mit Ingwer

Zubereitungsteit: ca. 20 Minuten; Kochen: 35 Minuten

Für 4 Personen

1. Möhren schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Schalotten und Ingwer schälen und fein würfeln. 1 EL Butter in einem Suppentopf zerlassen, die Schalotten darin bei mittlerer Hitze goldgelb andünsten. Möhren und Ingwer dazugeben, salzen, pfeffern und unter Rühren kurz mitdünsten. Die Brühe und zwei Drittel des Orangensafts dazugießen, alles bei geschlossenem Deckel 30-35 Minuten kochen lassen, bis die Möhren weich sind, dabei gegen Ende der Garzeit den restlichen Orangensaft unterrühren.

2. Die restliche Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen und darin die Mandelblättchen bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren goldbraun rösten. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Gemahlenen Koriander und Sahne zur Suppe geben und alles mit einem Stabmixer fein pürieren. Koriandergrün abbrausen und trocken schütteln, die Blättchen fein hacken (es sollten ca. 2 eL ergeben) und mit den Mandeln mischen, zum Schluss über die Suppe streuen.

Pro Portion: ca. 185 kcal, 4 g EW, 13 g F, 10 g KH

Rezept: Selleriecremesuppe mit Gorgonzola und Birnen

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten; Kochen: 20 Minuten

Für 4 Personen

  • 600 g Knollensellerie
  • 1 kleine mehligkochende Kartoffel
  • 1 große Zwiebel
  • 4 EL Butter
  • 100 ml Weißwein (ersatzweise Gemüsebrühe)
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1/4 l Milch
  • 200 g Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • 150 g Gorgonzola
  • 1 rundliche dicke Birne
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Zucker
  • 1-2 EL Birnenbrand (nach Belieben)

1. Sellerie und Kartoffel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. In einem Suppentopf 2 EL Butter zerlassen, darin die Zwiebel andünsten. Sellerie und Kartoffel dazugeben und unter Rühren ca. 3 Minuten mitdünsten. Wein, Brühe, Milch und Sahne unterrühren, salzen und pfeffern. Alles bei geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten kochen lassen, bis der Sellerie gar ist.

2. Inzwischen den Gorgonzola in kleine Würfel schneiden. Die Birne waschen, in Viertel schneiden und das Kerngehäuse entfernen. Die Birnenviertel jeweils längs in 3 dünne Spalten schneiden und in 1 EL Zitronensaft wenden. Übrige Butter in einer Pfanne zerlassen. Die Birnen darin ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze braten, dann Honig und Zucker dazugeben, ca. 3 Minuten weiterbraten. Zum Schluss je nach Geschmack Birnengeist darüberträufeln und den Alkohol unter Rühren verdampfen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen.

3. Die Hälfte des Gorgonzolas in die Suppe geben und unter Rühren darin schmelzen lassen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und dem übrigen Zitronensaft abschmecken, mit dem Stabmixer cremig pürieren. Die Suppe auf Teller verteilen und jeweils 3 Birnenspalten und ein paar Gorgonzolawürfel daraufgeben.

Tipp: Blauschimmelkäse ist nicht jedermanns Sache. Man kann den Käse auch weglassen, und die Suppe etwas kräftiger mit Salz und Pfeffer sowie frisch geriebener Muskatnuss und 1 Prise Chilipulver würzen.

Variante: Wer den Käse weglässt, kombiniert die Birne mit einer nussigen, fruchtigen Gremolata. Dafür 6 Walnusshälften grob hacken und mit der fein abgeriebenen Schale von 1/2 Bio-Orange, 1/2 klein gehackten roten Chilischote (ohne Kerne) und 3 EL gehackter Petersilie mischen. Die Gremolata mit den Birnenspalten auf die Suppe geben.

Pro Portion: ca. 490 kcal, 13 g EW, 38 g F, 21 g KH

Rezept: Rindfleisch-Bohnen-Topf mit Paprika

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten; Einweichen (vorher): 12 Stunden; Kochen: 3 Std. 25 Minuten

Für 4 Personen

  • 250 g getrocknete Kidneybohnen
  • 4 Zweige Thymian
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz
  • Pfeffer
  • 400 g Rindfleisch (aus der Schulter)
  • 2 Zwiebeln
  • 2-3 rote Chilischoten
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • 1 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1 grüne Paprikaschote

1. Die Kidneybohnen in einer Schüssel mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 12 Stunden (am besten über Nacht) einweichen. Dann in ein Sieb abgießen, die Bohnen abbrausen und mit 1,5 l Wasser in einen Topf geben.

2. Den Thymian abbrausen, 1 Knoblauchzehe schälen und halbieren, beides mit dem Lorbeerblatt zu den Bohnen in den Topf geben. Alles einmal aufkochen lassen, dann bei geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde 15 Minuten kochen lassen, bis die Bohnen gar sind. Gegen Ende der Garzeit salzen und pfeffern. Die Bohnen in ein Sieb abgießen und das Kochwasser auffangen, den Thymian und das Lorbeerblatt herausnehmen.

3. Das Fleisch in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebeln und den übrigen Knoblauch schälen und klein würfeln. Die Chilischoten längs halbieren, Kerne entfernen, die Hälften waschen und fein hacken.

4. In einem Suppentopf 3 EL Öl erhitzen. Darin das Fleisch bei starker Hitze runherum braun anbraten, salzen, pfeffern und herausnehmen. Übriges Öl in den Topf geben und darin Zwiebeln, Knoblauch und Chilis bei mittlerer Hitze andünsten. Die Tomaten und das Fleisch dazugeben und ca. ½ l Bohnenkochwasser dazugießen. Mit Oregano, Majoran, Salz und Pfeffer würzen und bei geschlossenem Deckel bei geringer Hitze ca. 1 Stunde 15 Minuten köcheln lassen.

5. Paprikaschoten halbieren, putzen, waschen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. In den Eintopf geben und weitere 35-40 Minuten garen - sollte der Eintopf zu sehr einkochen, noch ein wenig Bohnenkochwasser dazugeben. Zuletzt die Kidneybohnen untermischen und kurz heiß werden lassen.

Tipp: Wenn's etwas schneller gehen soll, nimmt man am besten Bohnen aus der Dose. Für den Eintopf sollten es rund 600 g abgetropfte Kidneybohnen sein, auf etwas mehr oder weniger kommt es aber nicht an. Immer gut: 4 EL gehackte Petersilie oder gehacktes Koriandergrün vor dem Servieren über den Eintopf streuen.

Pro Portion: ca. 390 kcal, 26 g EW, 23 g F, 19 g KH

Rezept: Kohlsuppe mit Chorizo

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten; Kochen: 45 Minuten

Für 4-6 Personen

  • 750 g festkochende Kartoffeln
  • 3 Möhren
  • 1 junger Wirsing (ca. 750 g)
  • 3 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 100 ml Weißwein (ersatzweise Rinderbrühe)
  • 1,5 l Rinderbrühe
  • 6 Zweige Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 g Chorizo (am Stück)

1. Die Kartoffeln und Möhren schälen und waschen. Kartoffeln in ca. 3 cm große Würfel, die Möhren in dünne Scheiben schneiden. Den Wirsing in die einzelnen Blätter zerteilen (eventuell äußere, sehr harte nicht verwenden). Die Blätter waschen, längs halbieren und den Strunk in der Mitte herausschneiden. Die Blatthälften quer in schmale Streifen schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln.

2. Das Öl in einem Suppentopf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze darin andünsten. Tomatenmark dazugeben und kurz mitbraten, dann mit Wein ablöschen. Sobald die Flüssigkeit verkocht ist, die Brühe angießen und Kartoffeln, Möhren und Wirsing unterrühren. Die Thymianzweige abbrausen und ebenfalls dazugeben. Alles salzen und pfeffern und bei geschlossenem Deckel ca. 40-45 Minuten kochen lassen.

3. Die Chorizo eventuell häuten und in dünne Scheiben schneiden. Anschließend in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anbraten. Die Wurst und 2-4 EL von dem ausgebratenen Fett unter die Suppe rühren. Thymianzweige herausnehmen und die Suppe servieren.

Tipp: Manchmal findet man auf Bauernmärkten und in Biogeschäften auch den mit dem Grünkohl verwandten Schwarzkohl. Er ist eine wunderbare Alternative zu Wirsing. Für dieses Rezept die tief dunkelgrünen, langen Blätter waschen, eventuell die dicken hellen Strünke herausschneiden, dann die grünen Blätter in 1-2 cm breite Streifen schneiden und anstelle des Wirsings in die Suppe geben.

Pro Portion (bei 6 Personen): ca. 415 kcal, 25 g EW, 22 g F, 21 g KH

Rezept: Kräutergrüne Frühlingssuppe

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde; Kochen: 30 Minuten

Für 4 Personen

  • 600 g Kohlrabi
  • 150 g junge Möhren
  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 100 ml Weißwein (ersatzweise Gemüsebrühe)
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 großes Bund Frühlingskräuter (z. B. Borretsch, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Liebstöckel)
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft

1. Kohlrabi schälen, zarte Blättchen abbrausen und zur Seite legen, die Möhren schälen. Kohlrabi und Möhren in 1 cm große Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen und putzen, den unteren weißen Teil in dicke, den oberen grünen in dünne Ringe schneiden.

2. Die Butter in einem Suppentopf zerlassen, weiße Zwiebelringe, Möhren und Kohlrabi darin andünsten. Mit Wein ablöschen, Brühe und die Hälfte der Sahne dazugießen. Salzen, pfeffern und bei geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze 25-30 Minuten köcheln lassen.

3. Kräuter waschen, trocken schütteln und mit den Kohlrabiblättchen fein schneiden. Mit 2-3 EL Sahne und dem Zitronensaft pürieren. Die übrige Sahne steif schlagen.

4. Die Hälfte des Kräuterpürees unter die Suppe rühren, alles mit dem Stabmixer schaumig aufschlagen. Die Suppe auf Tellern verteilen. Übriges Kräuterpüree unter die Sahne heben und auf der Suppe verteilen, mit grünen Zwiebelringen bestreuen.

Pro Portion: ca. 250 kcal, 4 g EW, 21 g F, 8 g KH

Buchtipp

Es ist noch Suppe da - Tanja Dusy sei Dank. Ihr Kochbuch "Suppen" von ist im GU-Verlag erschienen und kostet 16,99 Euro.


© GU-Verlag


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