Vegane Suppen aus China

Jedes Gericht ein Gedicht: Diese Suppen aus China tragen nicht nur ganz besondere Namen, sie schmecken auch besonders lecker.

Rezept: Basisrezept für Gemüsebrühe

Für 4 Suppen à 4 Portionen

  • 1/2 Weißkohl, grob zerkleinert
  • 2 Karotten, halbiert
  • 1 Maiskolben, in 3 bis 4 Stücke zerteilt
  • 1/2 Sellerieknolle, geschält und grob zerkleinert
  • 1/2 Rettich, geschält und grob zerkleinert
  • 5 EL Sojabohnen
  • 6 Jujube ohne Kern (rote Datteln, aus dem Asienladen)
  • 10 getrocknete Shiitakepilze, 1/2 Stunde in lauwarmem Wasser eingeweicht, gewaschen und halbiert
  • 4 l Wasser

1. Wasser mit allen Zutaten in einen großen Topf geben, erst bei starker Hitze kurz aufkochen, dann auf kleiner Flamme ca. 4 Stunden köcheln lassen. Anschließend das Gemüse abseihen und die Flüssigkeit auffangen.

2. Es empfiehlt sich, die Gemüsebrühe, die die Basis aller Suppen darstellt, gleich in dieser großen Menge zu kochen und sie nach dem Abkühlen portionsweise einzufrieren.

Rezept: Basisrezept für Chilipaste

Eine würzige Chilipaste ist schnell selbst gemacht. Bitte unbedingt Handschuhe tragen!

Zutaten

  • 400 g rote Chilischoten
  • 150 g Ingwer
  • 5 Knoblauchzehen
  • 3 EL Maiskeimöl
  • 2 EL süße Bohnenpaste
  • 2 EL Rohrzucker
  • 2 EL weißer Essig
  • 1 TL Salz
  • evtl. fein gehackte Erdnüsse

1. Chilischoten waschen, trocknen, den Stiel entfernen und sehr fein hacken (eventuell mit der Küchenmaschine häckseln). Wenn man es nicht allzu scharf mag, kann man vorher die Kerne und die weißen Streifen aus dem Inneren der Chilischoten entfernen.

2. Ingwer und Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken. Maiskeimöl bei niedriger Hitze in einer Pfanne erwärmen, Bohnenpaste, Zucker, weißen Essig und Salz zugeben.

3. Alle Zutaten gut verrühren, dann Chilischoten, Knoblauch und Ingwer dazugeben. Bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren, damit die Masse nicht anklebt, etwa 5 Minuten lang rösten.

4. Je nach Geschmack können zuletzt noch fein gehackte Erdnüsse dazugegeben werden.

Tipp: Zum Aufbewahren füllt man die abgekühlte Chilipaste in ein sauberes Glas, bedeckt die Masse mit 1 EL heißem Maiskeimöl und verschließt das Glas luftdicht.

Rezept: Lauwarme Rote-Bete-Suppe mit Pinienkernen

Sonnenuntergang am weißen Fluss

Für 4 Portionen

  • 150 g Tofu
  • 500 g Rote Bete, gekocht
  • 1 Stück frischer Ingwer, etwa 1/2 Daumen groß
  • 1 große Zwiebel
  • 3/4 l Gemüsebrühe (siehe Basisrezept)
  • 2 Esslöffel Chiliöl
  • 30 g Buchweizenschrot
  • 1 Stange Zitronengras
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 1/2 TL Pfefferkörner
  • 3 Limettenblätter
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 EL helle Sojasauce
  • Saft einer Limette
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1 kleiner Bund Rucolablätter
  • optional: 100 ml Kokosmilch

1. Tofu und Rote Bete in kleine Würfel schneiden. Ingwer und Zwiebel schälen und fein hacken.

2. Die Hälfte der Rote Bete in 1/4 l Brühe kurz aufkochen und pürieren.

3. Die übrigen Rote-Bete-Würfel mit Buchweizenschrot, Zitronengras, Zimtstange, Zwiebel, Ingwer, Sternanisund den Pfefferkörnern in Chiliöl gut anbraten.

4. Mit der restlichen Brühe ablöschen, die pürierte Rote Bete dazugeben. Limettenblätter beigeben und das Ganze 15–20 Minuten ausquellen lassen. In den letzten 5 Minuten den Tofu (und, wer den kräftigen Geschmack der Roten Bete etwas abmildern möchte, noch 100 ml Kokosmilch) beigeben und kurz ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer, heller Sojasauce und Limettensaft abschmecken.

5. Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne vorsichtig anrösten.

6. Das Zitronengras entfernen, die Suppe mit ein paar Blättern Rucola anrichten und mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen. Lauwarm servieren.

Tipp: Rote Bete ist eine wertvolle Eisenquelle. Darüber hinaus liefert sie zahlreiche Spurenelemente, die für den Stoffwechsel und die Regeneration der Zellen verantwortlich sind. Das in der Roten Bete enthaltene Betain schützt die Blutgefäße und unterstützt die Funktion von Leber und Kreislauf. Wegen ihres hohen Folsäuregehalts beugt sie auch Herz- und Gefäßkrankheiten vor.

Rezept: Würzige Brennnesselsuppe mit Reis

Gedicht am Smaragdsee

Für 4 Portionen

  • 50 g Basmatireis
  • 1 kleiner Brokkoli
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 1 grüne Chilischote
  • 1 Limettenblatt
  • 1 kleine Zucchini
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Sesamöl
  • 1/2 l Gemüsebrühe (siehe Basisrezept)
  • 1 kleine Stange Lauch
  • 1 Handvoll getrocknete rote Datteln
  • 1 TL Chiliöl
  • 150 g junge Brennnesselspitzen
  • 350 g gemischtes Blattgemüse aus Pak Choy,
  • Mangold und Blattspinat
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL weißer Pfeffer
  • 3 EL helle Sojasauce
  • 2 EL Reisessig
  • 1 EL Reiswein (alternativ: Sherry medium)
  • 1 EL Sesamöl
  • 2 Zweige Bohnenkraut

1. Den Reis in Salzwasser gar kochen.

2. Brokkoli in Röschen zerteilen, Zucchini in dünne Stifte von ca. 2 cm Länge schneiden, Petersilie, Knoblauch und Chilischote fein hacken, Lauchzwiebeln und Lauch in Röllchen schneiden. Alles zusammen mit dem Limettenblatt (am Stück) und etwas Muskatnuss in Sesamöl kurz anbraten.

3. Mit der Gemüsebrühe aufgießen, die Datteln zugeben und alles auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Brokkoli bissfest ist.

4. Den gekochten Basmatireis unterheben.

5. Das gründlich gewaschene Blattgemüse zugeben und kurz aufkochen.

6. Das Limettenblatt entfernen und alles sehr fein pürieren.

7. Die Suppe mit Pfeffer, Sojasauce, Reisessig, Reiswein und Sesamöl abschmecken und mit Bohnenkraut garniert servieren.

Tipp: Die Bitterstoffe der Brennnessel kann man reduzieren, indem man süße Früchte (z.B. getrocknete Datteln) mitkocht.

Rezept: Wurzelgemüse-Suppe mit Esskastanien

Spätsommerliche Vollmondnacht

Für 4 Portionen

  • 3 Karotten
  • 1/2 Apfel
  • 3 Schalotten
  • 2 kleinere Süßkartoffeln
  • 2 EL Chiliöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
  • 1 Messerspitze Muskatnuss
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Chilipaste (siehe Basisrezept)
  • 1 l Gemüsebrühe (siehe Basisrezept)
  • 2 Stangen Zitronengras
  • 2 EL helle Sojasauce
  • Saft einer Orange
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Handvoll Walnusshälften
  • 50 g Esskastanien, vorgekocht, ohne Haut und Schale
  • 1/2 TL Pimentkörner
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Zimtstange
  • 5 Salbeiblätter, frisch oder getrocknet
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • Salz
  • 1 Bund frischer Koriander
  • etwas Bohnenkraut, frisch oder getrocknet

1. Karotten, Apfel, Schalotten und Süßkartoffeln grob zerkleinern und zusammen mit dem fein gehackten Knoblauch und Ingwer sowie mit Muskatnuss und Kurkuma in Chiliöl 2 bis 3 Minuten lang anbraten.

2. Chilipaste in der Gemüsebrühe auflösen, das Gemüse damit ablöschen und mit dem Zitronengras ca. 5 Minuten lang kochen, bis alles weich ist.

3. Zitronengras herausnehmen, das Gemüse pürieren und mit Sojasauce und Orangensaft abschmecken. Topf beiseite stellen.

4. Fenchel der Länge nach in dünne Scheiben schneiden, mit Walnusshälften, Esskastanien, Piment, Gewürznelken, der Zimtstange und den Salbeiblättern in Öl anbraten, bis der Fenchel bissfest ist. Leicht salzen.

5. Die Gemüsesuppe auf Schalen verteilen. Koriander grob hacken, mit der Mischung aus Fenchel, Walnüssen, Kastanien und Salbei vermengen und zu der Suppe geben. Zum Schluss mit Bohnenkraut garnieren.

Tipp: Kastanien mit ihren wärmenden Eigenschaften helfen uns, in der kühler werdenden Jahreszeit die Nieren zu stärken. Auch wirken sie Problemen im unteren Rückenbereich entgegen.

Cover "Suppen aus China"

Buchtipp

Von klaren Kraftbrühen bis hin zu dicken Reis- und Getreidesuppen: Das Kochbuch "Suppen aus China" hält, was sein Titel verspricht - und stellt zudem die wichtigsten Zutaten der chinesischen Küche vor. Erschienen ist der 54-seitige Band im Drachenhaus-Verlag und kostet ca. 25 Euro.


© Fotos: Jürgen Bubeck/Drachenhaus Verlag


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