Venusmuscheln in Weißwein

Geschlossenen Muscheln darf man nicht verwenden? Ein Ammenmärchen! Wir zeigen, wie Sie ein leckeres Muschelgericht zaubern.

Teller mit Muscheln

Almejas con Vino de Jerez: Venusmuscheln selbst zubereitet

Das Märchen von der geschlossenen Muschel

"Muscheln, die zu sind, darf man nicht verwenden", hört man immer wieder. Das ist natürlich Unfug - oder besser: Genau das Gegenteil ist wahr! Und das gilt eigentlich für alle Muscheln! Was macht eine Muschel wenn wir sie kaufen? Am besten lebt sie erst einmal noch, denn dann ist sie auch frisch und lecker. Deshalb versucht sie natürlich ihre Muschelschale mit aller Gewalt zuzuhalten. Dafür hat sie einen ziemlich kräftigen Muskel, weshalb man eine Auster auch nicht ganz so einfach aufbekommt.

Beim Waschen der Muscheln gibt es immer einige die offen stehen, einmal mit dem Finger drücken und sehen was passiert. Wenn die Muschel sich dann ein Stück oder ganz schließt ist alles in Ordnung. Zuckt noch. Muscheln die aber schlaff herumhängen und gar nichts mehr tun sortiere ich aus. Alles andere kommt in den Topf. Hier gilt jetzt: Muscheln die offen sind, sind gar und können gegessen werden. Muscheln die noch teilweise geschlossen sind, können auch ohne Probleme gegessen werden. Muscheln die noch ganz zu sind, haben am längsten durchgehalten, sind also die frischsten. Da man alles Handelsübliche an Muscheln auch roh essen kann, sind die prinzipiell auch essbar. Stellt sich nur die Frage, wie kommt man da rein?

Rezept: Venusmuscheln in Weißwein/Sherry

Für eine große Portion

  • 1 kg Venusmuscheln 
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • 100-150 ml Sherry (am besten Fino oder Manzanilla) oder Weißwein
  • Blattpetersilie 
  • frischer Pfeffer

1. Die frischen Venusmuscheln ausgiebig in kaltem Wasser waschen, damit der Sand rausgeht. Wasser zwei bis dreimal wechseln. Muscheln ggf. aussortieren.

2. Knoblauchscheiben in einer tiefen Pfanne in Olivenöl etwas Farbe nehmen lassen, Muscheln dazugeben, mit etwas Sherry (am besten Fino oder Manzanilla) oder Weißwein ablöschen (bei 1kg Muscheln kann man 100 bis 150 ml Wein rechnen), kurz aufkochen lassen damit der Alkohol verdampft. Flamme etwas reduzieren und Deckel auf die Pfanne. Die Muscheln werden nun im Dampf des eigenen Wassers und des Weins gegart. Zwischendurch umrühren oder die Pfanne schwenken.

3. Nach 5 bis 10 Minuten Garen mit Blattpetersilie und frischem Pfeffer bestreuen. Warm oder kalt servieren, hält sich im Kühlschrank auch zwei bis drei Tage.

Variante: Alternativ kann man auch am Anfang etwas Chili mit anschwitzen, dann entweder einen lieblichen Sherry oder weiterhin Weißwein nehmen. Nach Geschmack die Blattpetersilie auch durch etwas frischen Thymian ersetzen.

Tipp: Almejas sind Venusmuscheln, die man mittlerweile auch in Deutschland frisch bekommt. Man kann zur Not auch tiefgefrorene nehmen oder auf andere kleine Muschelsorten ausweichen.

Weinempfehlung zu Venusmuscheln

Dominio Espinal Blanco

Weißwein aus dem Süden? Mit der richtigen Rebsorte geht das. Die Macabeo ist eine Sonnenanbeterin und kommt mit der Hitze Yeclas perfekt klar. Fruchtig, ausgewogen, wenig Säure und trotzdem kein schwerer Wein, das ist Urlaubsstimmung pur zu einem fast unglaublichen Preis. Mit der leichten Würze passt er perfekt zu den Muscheln und allem, was nach Süden und Sonne schmeckt.

Albariño Pequeño Santos

Da Muscheln ein eher leichtes Gericht sind, sollte man hier auch mit einem Wein arbeiten, der eine gewisse Frische hat. Generell schöne Begleiter zu Meeresfrüchten sind Weißweine aus dem Rias Baixas, einer Region direkt am Atlantik, in der es natürlich viele Fischgerichte gibt. Muscheln behalten trotz leichten Würzens ihr eigenes Aroma und die gehackte Petersilie harmoniert wunderbar mit den zartkräutrigen Komponenten des Weins.


© Rezept und Foto: Kölner Weinkeller


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