Weißkohl: Anti-Infektionspaket

Gemüse statt Medizin: Die Inhaltsstoffe des Weißkohls helfen bei Bronchitis und Blaseninfektion. Und das ist längst noch nicht alles.

Weißkohl-Illustration

Weltenbummler Weißkohl: Das Gemüse können Sie auf asiatische, amerikanische, griechische oder bayerische Art genießen.

Food-Guide: Weißkohl

Er sollte in den kommenden Monaten unser bester Freund sein: der Weißkohl, in Süddeutschland auch schlicht "Kraut" genannt, denn der Kohlkopf, den schon die alten Römer aßen, liefert uns neben deftigen bis asiatischen Geschmacksvariationen noch ein toll geschnürtes Anti-Infektionspäckchen! In roher Form enthält er nämlich pro 100 Gramm fast die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C, was wichtig ist für das Immunsystem. Zusätzlich finden sich in den Blättern die Darmflora unterstützende Ballaststoffe. Gut, denn wenn die Bakterien im Darm fit sind, ist es auch unsere Abwehr. Den potentesten Infektionsbekämpfer können wir sogar schmecken: die Senfölglykoside, also sekundäre Pflanzenstoffe, die den leicht scharfen Geschmack des Weißkohls ausmachen. Sie wirken antimikrobiell und werden (als Präparat) in der Naturheilkunde gegen Bronchitis und Blaseninfektionen erfolgreich eingesetzt. An sich könnten also auch Apotheken den Weißkohl verkaufen ...

Genießen: Roh und fein geschnitten lässt sich der Kohl in diverse Richtungen drehen: Mit Sesam, Limette, Koriander, Chili wird es asiatisch-scharf, mit Olivenöl und Zitrone kommt ein griechischer Krautsalat heraus. Als amerikanischer Coleslaw begleitet er Burger oder Chicken Wings. Mit Sahne und Kümmel geschmort, wird aus ihm das klassisch bayerische Kraut.

Einkauf: Die Blätter sollten prall und fest sein, der Strunk möglichst wenig angegilbt. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich rund zwei Wochen. Praktisch: Selbst halbierte Köpfe lassen sich (mit Frischhaltefolie abgedeckt) noch bis zu sieben Tage aufbewahren.

Rezept: Weißkohl-Kartoffel-Curry mit Erdnüssen

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Für 4 Portionen

  • 1 kleiner Weißkohl (ca. 800 g)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 3 EL Rapsöl
  • 600 g Kartoffeln
  • 1-2 TL gutes Currypulver (z. B. von Sonnentor)
  • 1-2 getrocknete Chili
  • 1 kleine Dose gehackte Tomaten
  • 50 g geröstete Erdnüsse
  • 1/2 Bund Koriander
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zucker

1. Vom Kohl die äußeren Blätter entfernen, vierteln, den Strunk großzügig wegschneiden. Die Viertel in Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch pellen, Ingwer schälen.

2. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken und im Rapsöl in einem breiten Topf 5 Minuten andünsten. Inzwischen Kartoffeln schälen und klein würfeln. Currypulver und zerbröselte Chili­ in den Topf geben, unterrühren, dann den Weißkohl und die Kartoffeln dazugeben, kurz anbraten. Dosentomaten und 200 ml Wasser zufügen, bedeckt 20 Minuten köcheln lassen.

3. Erdnüsse und Koriander grob hacken. Erdnüsse ins Curry rühren, dann mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker, evtl. noch etwas Currypulver abschmecken. Mit Koriander bestreuen. Hervorragend dazu: Mangochutney.


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Juli 2012


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